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Papst bittet Flüchtlinge für Europa um Entschuldigung

19. April 2016 in Weltkirche, 143 Lesermeinungen
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Franziskus in Videobotschaft an Flüchtlinge: "Ihr werdet als eine Last, ein Problem, ein Kostenfaktor behandelt und seid in Wirklichkeit ein Geschenk"


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus sich bei Flüchtlingen für die abweisende Haltung Europas entschuldigt. "Viel zu oft haben wir euch nicht aufgenommen. Vergebt die Abschottung und die Gleichgültigkeit", sagte er am Dienstag in einer Videobotschaft an das Zentrum des Jesuiten-Flüchtlingsdienstes in Rom. Wer immer aufgrund von Verfolgung, Krieg, Umweltschäden oder ungerechter Verteilung von Ressourcen aus seiner Heimat fliehe, sei "ein Bruder, mit dem man das Brot, das Haus, das Leben teilt".


Die Gesellschaften der Aufnahmeländer fürchteten, wegen der Neuankömmlinge das eigene Leben und die Mentalität ändern zu müssen. "Ihr werdet als eine Last, ein Problem, ein Kostenfaktor behandelt und seid in Wirklichkeit ein Geschenk", sagte Franziskus. Flüchtlinge zeigten, wie sich erlittenes Unrecht in etwas Gutes für alle verwandeln könne. Jeder Migrant sei "eine Brücke, die ferne Völker verbindet und die Begegnung zwischen Religionen und Kulturen ermöglicht".

Mitarbeiter in der Flüchtlingshilfe rief er auf, sich ihrerseits von ihren Klienten leiten zu lassen: "Die Flüchtlinge kennen die Wege, die zum Frieden führen, denn sie kennen den herben Gestank des Krieges", sagte der Papst. "Wenn man gemeinsam geht, macht der Weg weniger Angst." Franziskus äußerte sich zum 35-jährigen Bestehen des Centro Astalli in Rom, das die Flüchtlingsarbeit des Jesuitenordens in Italien koordiniert.

Copyright 2016 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 Charles X. 26. April 2016 
 

@ Doda - Unterscheidung der Aussagen

Liebe Doda,

Sie vermengen hier aber einiges.
1) @Ambrosios hat Herrn Klupp vorgeworfen, die Haltung des Antichristen zu haben - das ist etwas ganz anderes als zu sagen, Herr Klupp sei der Antichrist.
2) @AdsonvonMelk hat die Wortwahl von @Ambrosios als heftig, aber nicht grundlos bezeichnet. Sollte man also ein von anderen Foristen auch zurecht gesehenes antipäpstliches Verhalten monieren oder nicht?
3) Auch Carl Eugen bringt vor, dass der Papst schon für den Antichristen gehalten worden ist. Diesen Vorwurf haben die Päpste überlebt.

Also summa summarum: Das ist von @Ambrosios heftige Wortwahl - aber in der Sache sehe ich nicht, wo man einem papsttreuen Katholiken wie ihm nicht zustimmen sollte.


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 doda 26. April 2016 

@GKC / @Moderation

In Ihrem Kommentar vom 25.05. weisen Sie darauf hin, daß hier Mitforisten als "Antichrist" (der Haltung nach) bezeichnet werden.
Darüber war ich so sprachlos, daß ich den hiesigen Thread durchgegangen bin und tatsächlich diesen Kommentar @Ambrosios vom 20.04. gefunden habe:

Ambrosios am 20.4.2016
(...)
@ Heribert Klumpp
Der barmherzige Samariter hat mitnichten nur vor Ort geholfen, sondern hat den schwerstverletzten zur nächsten Unterkunft gebracht. Im Übrigen hat er auch nicht in Hunger, Not und unter Bombenhagel helfen müssen. Ihre Haltung ist die des Antichristen. Sie geben sich nur nach außen christlich..."

Diese Beschimpfung eines Mitforisten geht tatsächlich zu weit.
Ich denke, von Seiten der @Moderation kann eine Löschung dieses Kommentares überdacht werden.


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 Adson_von_Melk 25. April 2016 

@GKC: Die Mehrheit wird gerade auch in diesem Forum

oft abfällig als "Mainstream" bezeichnet und strikt abgelehnt. Manche Teilnehmer sind förmlich stolz, eine Minderheitenposition zu vertreten.

Aber eigentlich gebe ich Ihnen recht: Mehrheit und Minderheit sind an sich keine Wahrheitskriterien, hierfür zählt allein die Kraft des Arguments.


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 GKC 25. April 2016 
 

Konstatiere auch in dieser Diskussion,

daß Äußerungen, die die politische Positionierung des Papstes in diesem Fall sehr kritisch sehen mit ungefähr drei- bis viermal so viel Empfehlungen veesehen werden, wie diejenigen, die das anders sehen. Es gibt hier anscheinend ein paar Kommentatoren, die genügend Zeit haben, um jede Diskussion so lange weiterzuführen, bis sie sich selbst den Eindruck verschafft haben, sie hätten am Ende noch Recht gehabt. Ist aber nicht so. Die Mehrheit muß nicht Recht haben, aber sie bleibt Mehrheit. Inwieweit Kommmentatoren, die auch in dieser Diskusssion wieder,wie schon bei anderen, Andersmeinende mit "Antichrist" bezeichnen, nicht besser aus diesem Forum ausgeschlosssen werden sollten, das sollte sich kath.net einmal überlegen.


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 Antonius Bacci 23. April 2016 
 

Zwei Aspekte

Natürlich ist es aus christlicher Sicht ein Gebot, den Notleidenden zu helfen und sie zu unterstützen. Von daher sind die Äußerungen des Papstes klar und richtig. Skeptisch bin ich gegenüber der manchmal undifferenzierten Sicht des Papstes. Nicht alle Flüchtlinge sind ein "Geschenk", und ich denke, dass das auch der Papst genau weiß. Wohl eher wenige haben etwas gegen Flüchtlinge, die bereit sind, sich in unsere Gesellschaft zu integrieren. Aber es gibt auch die andere Seite, und die sollte man nicht außer Acht lassen. An anderer Stelle sagte Franziskus einmal, man solle alle reinlassen, die Guten wie die Bösen. In der Praxis wird dies meist auch gar nicht anders möglich sein, dennoch erscheint mir ein solches Wort schlicht naiv zu sein. Auch in diesem Video zeichnet der Papst ein sehr ideales Bild, das der Realität jedoch wahrlich nicht immer entspricht, wenn man sich die Attentate in Paris und Brüssel anschaut. Nicht alle Flüchtlinge sind Brücken des Friedens.


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 Adson_von_Melk 23. April 2016 

Da kann ich mich @Klaffer nur anschließen, geehrter Trierer

Ein paar Postings und Zeugnisse hier retten die Kirche.


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 Antigone 23. April 2016 
 

@Trierer

Es geht mir wie @Klaffer!
Es ist wichtig, etwas zu tun, aber sich ein wenig in die Diskussion einzubringen, scheint auch mehr und mehr wichtig. Danke!


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 Klaffer 23. April 2016 
 

@Trierer

Herzlichen Dank für Ihre Stellungnahme und für Ihren persönlichen Einsatz!
Es ist beruhigend, hin und wieder auch solche Meinungen zu lesen.


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 Trierer 23. April 2016 

Fortsetzung

In noch wie viel unvergleichlich großartigerer Weise hat sich unser Herr am Kreuz für uns „entschuldigt“, ER, der denkbar Unschuldigste hat nicht nach Tätern oder „Repräsentanten“ gefragt, er brauchte sich auch für niemanden zu schämen, er hat nur geliebt. Bedingungs- und rückhaltlos! Und das Gesicht der „Geringsten“ ist sein Angesicht.
In diesen Tagen schaue ich in viele solche Gesichter. Als Zeit habender Pensionär dolmetsche ich gelegentlich für die zu uns Gekommenen bei Behörden und Ämtern. Gesichter voller Angst und Unsicherheit, ja Panik, sieht man da täglich. Hilflose Menschen, uns vollständig ausgeliefert, seien wir bös- oder gutwillig.
Manch einem, der hier altkluge Bemerkungen über die „Naivität“ von Papst Franziskus glaubt zum besten geben zu sollen, würde ich gerne mal die Lebensverhältnisse in unseren Unterkünften zu Gemüte führen.
Nein, man kann dem Hl. Vater nur dankbar sein für sein weites Herz. All zu viele Reaktionen, auch hier, zeigen wie Recht er hat.


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 Trierer 23. April 2016 

@ sebi1983, Ihr Zitat...

"Wer bittet wem um Entschuldigung? Das kann nur der Täter (ggf. noch dessen Repräsentant) dem Geschädigten gegenüber großer Unterschied zu Joh. Paul II., er sich 2000 mit seiner Vergebungsbitte an Gott (!) wandte."

Als Willi Brandt im Jahre 1970 vor dem Denkmal der Opfer des „Warschauer Ghettos“ kniete, da war er nicht verantwortlich auch nur für einen der dort Getöteten. Erst recht war er nicht der „Repräsentant“ der Täter. Denn die hätten sich nie und nimmer dort hin gekniet. Auch ich bin nicht verantwortlich für einen der dort Getöteten. Dennoch hat Brandt damals auch für mich (und viele andere Nichttäter) dort gekniet. Ich hatte ihn auch nie gewählt, (auch danach nicht) fand insbesondere seine gesellschaftspolitischen Ansätze hochproblematisch, und doch hat er mich dort in großartiger Weise mit vertreten. Als Angehöriger meines Volkes, den Taten der Väter fassungslos gegenüber stehend. Ein Unschuldiger „entschuldigte“ sich für Schuldige, weil er sich für sie schämte.


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 maryellen 22. April 2016 
 

Denkt an eure Kinder und Enkelkinder Teil 2

Anschliessend moechte ich noch sagen, dass diese Entwicklung (breite Definition des Begriffes Fluechtling) voellig im Sinne der Klimawandel Agenda ist.

Diese Agenda will uns nur in Angst und Schrecken versetzen, damit wir bereitwillig die Macht einer globalen Regierung durch die UN und deren in (Laudato SI ausdruecklich gewuenschten!) unerwaehlten Funktionaeren akzeptieren.

Dazu noch eine Ent-Carbonisierung unserer Wirtschaft , Steuerzahler subventionierte teure Energie wie Windturbinen und Solaranlagen = Staatsverschuldung, Geldentwertung etc., Verlust von Arbeitsplaetzen wegen steigender Kosten und Auflagen.

Auch Privathaushalte verschulden sich fuer gruen, z.B. mit Geothermal Heizanlagen, (im Grunde nur eine sehr teure, komplizierte Form der elektrischen Heizung) sehr teuer in der Anschaffung sowie der Betreibung.

Unsere Regierenden sehen uns bereits als "Nach Nation Staat" und nehmen ihre Anweisungen, um nicht zu sagen Befehle, von der UN und der globalen Agenda.


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 maryellen 22. April 2016 
 

Armut als Ideal Zustand? Fuer unsere Enkelkinder?

Ich zitiere Papst Franziskus vom obigen Artikel: " Wer immer aufgrund von Verfolgung, Krieg, Umweltschäden oder ungerechter Verteilung von Ressourcen aus seiner Heimat fliehe, sei "ein Bruder, mit dem man das Brot, das Haus, das Leben teilt".

So aehnlich steht es auch in der Enzyklika "Laudato SI".
Wenn diese breite Definition von "Fluechtling" zum tragen kommt, dann rollt eine Riesen Migrationswelle ungeahnten Ausmasses auf Europa zu.

Das wird zu einer noch nie dagewesenen Armutsumverteilung fuehren, der Rechts Staat und das Sozialwesen werden zusammenbrechen und es werden aehnliche Zustaende herrschen als in den Laendern, aus denen diese Menschen geflohen sind, von der Islamisierung Europas mal ganz zu schweigen.

Wer sich soetwas wuenscht scheint die Armut als Ideal Zustand zu sehen und liebt daher die Armut mehr als die Armen.

Die armen Laender brauchen wirtschaftliche Entwicklung (Hilfe) und gute Regierungen, um dort das Leben zu verbessern, keinen Massen Exodus.


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 Ambrosios 22. April 2016 

@ Carl Eugen

Mich würde schon nachdenklich machen, dass Sie einer der wenigen sind, die ein Problem haben. Differenzieren Sie doch. Ich erinnere Sie daran, dass Sie vor nicht allzu langer Zeit öffentlich kundgegeben haben, dass Sie dem Papst auch dann treu sein werden, wenn er geschiedene Wiederverheiratete zur Kommunion zulässt.
NIRGENDS revidiert unser Papst einen unfehlbaren Glaubenssatz. NIRGENDS lehrt er Dinge, die mit dem unfehlbaren Glauben auch nur im Entferntesten in Konflikt sind. Und auch wenn Amoris Laetitia selbstredend amtliche Lehre ist, besteht er nicht auf dem UNBEDINGTEN religiösem Gehorsam, den Sie und ich ihm als Katholiken schulden. Wenn Ihr Glaube nur auf einer oberflächlichen Begeisterung bestanden hätte für angeblich Katholisches, dann verstünde ich Ihr Rumpelstilzchengebaren. Aber sie nehmen ja in Anspruch, wirklich katholisch zu sein. Dann blicken Sie auf Vater Benedikt - er gehorcht Papst Franziskus, bedingungslos, wie er gesagt hat!


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 carl eugen 22. April 2016 

@Antigone

Entschuldigung angenommen sollte es natürlich heissen. Entschuldigung!


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 carl eugen 22. April 2016 

Lieber @Charles X. !

Wie es aussieht, bin ich nicht der Einzige. Sollte mal Kardinal Müller oder Kardinal Sarah zum Papst gewählt werden, werde ich Sie an Ihren letzten Kommentar erinnern. Ich bezweifle, dass Sie dann so locker reagieren, wie Sie es hier schildern.
MfG ein "gerade nicht Christ"!


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 Charles X. 22. April 2016 
 

@ Antigone

Mei, derjenige, der hier keine Differenzierung zulässt, bin ja nicht ich, sondern das ist @Carl Eugen. Für ihn gibt es nur entweder oder, katholisch und nichtkatholisch, Benedikt oder Franziskus. Gehorsam hier, Ungehorsam da.
Ich plädiere dafür, zuerst einmal alles, was aus Rom kommt mit der gebührenden Freundlichkeit anzunehmen und auch zu sagen: Der Papst und seine Mitarbeiter haben einen institutionellen Vorsprung an Sachkompetenz vor uns. Sie irren sich sich weniger als wir in theologischen Sachfragen. Und wenn ich mir anschaue, wieviele Leute auf der Welt wegen AL beunruhigt und wieviele erleichtert sind, dann fällt es mir nicht schwer, in der großen Masse, die froh ist über die Zulassung geschiedener Wiederverheirateter zur Kommunion im Einzelfall und in der römischen Exhortation schlicht eines zu sehen: Den Heiligen Geist am Werk.


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 Theodor69 22. April 2016 
 

@carl eugen

Sie schreiben:"Diejenigen, die jetzt so lauthals schreien, man müsse dem Papst bedingungslos folgen, waren doch gerade die, die unter Johannes Paul II. und Benedikt XVI. zum Ungehorsam aufgerufen haben..." - Das stimmt einfach nicht oder können Sie einen einzigen Namen nennen? Die "Schüller-Truppe", die zum Ungehorsam damals aufgerufen hat ruft jetzt nicht zum Gehorsam auf. Und die Foristen (zu denen ich mich auch zähle), die jetzt zum Gehorsam gegenüber dem Papst aufrufen haben dies vielleicht hier im Forum seinerzeit nicht gemacht, weil dies sowieso klar war. Also ich war den vergangenen Päpsten treu (Papst Johannes Paul war überhaupt mein absoluter Lieblingspapst) und bin es auch dem derzeitigen und zukünftigen.


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 Philip 22. April 2016 
 

...

@carl eugen: Man sollte auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass jemand, der Papst Franziskus unterstützt, auch die Päpste JPII und Benedikt XVI. unterstüzt hat? Ich belege die Legitimation dessen, was Franziskus tut, neben Bibel und Katechismus v.a. mit den Enzykliken von Papst Benedikt XVI.; bzgl. Ehe kenne ich mich nicht aus, für mich persönlich reicht da das Stichwort "Unauflöslichkeit" und eig. ist Ehe auchhier nicht das Thema. Aber gerade bezüglich der Flüchtlingsthematik setzt Franziskus Benedikt XVI. in die Tat um und steht voll in der Lehre der Kirche; das Kompendium der Soziallehre der Kirche, aus dem ich zitiere, wurde noch von JPII abgesegnet.

@Helena_WW: Bzgl. der verschiedenen Perspektiven gebe ich ihnen gerne Recht. Allerdings finde ich die Phrase "das passende rausklauben" falsch, da man die Stellen seolbstverständlich problembezogen heraussucht: Warum soll ich in der Flüchtlingsfrage die Sittenlehre zitieren? Man MUSS situationsbezogen "herausklauben", was sonst?


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 Antigone 22. April 2016 
 

@carl eugen

Zwischen "über beide Ohren lieben" einerseits und "Brut des Satans, Beelzebub, Antichrist" liegt sicher eine gewisse Bandbreite.
Ich bitte um Entschuldigung für die "Ratschläge". Es waren eigentlich nur so Gedanken.


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 carl eugen 22. April 2016 

Wieso, liebe @Antigone?

Man muss doch nicht jeden Papst über beide Ohren lieben, um katholisch zu sein! Das hat doch bis Franziskus auch keiner getan. Diejenigen, die jetzt so lauthals schreien, man müsse dem Papst bedingungslos folgen, waren doch gerade die, die unter Johannes Paul II. und Benedikt XVI. zum Ungehorsam aufgerufen haben, die diesen beiden grossen Männern alles erdenklich Schlechte an den Hals gewünscht haben. Ich lasse mich sicherlich nicht von einem Papst aus der Kirche vertreiben. Päpste kommen und gehen, aber der Glaube bleibt.
Im Übrigen ging es in meinem und Charles' Kommentar ums Christsein und nicht ums Katholischsein. Deshalb führte ich Luther an. Luther wird so gerne ins Feld geführt, wenn es gerade passt, und wenn nicht, ist er auf einmal kein Christ mehr. Ich bin kein Freund Luthers, wie ich auch kein Freund von Franziskus bin. Aber weder Luther noch Franziskus spreche ich das Christsein ab, Franziskus auch nicht das Papstsein. Ansonsten brauche ich von Ihnen keine Ratschäge!


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 Antigone 21. April 2016 
 

Lieber carl eugen,

was Martin Luther betrifft, würde ich Charles X. zumindest teilweise Recht geben. Er war sicher eine beeindruckende und natürlich auch bedeutende Persönlichkeit. Das Christsein würde ich ihm auf gar keinen Fall absprechen, nur ein katholischer Christ war er dann eben zuletzt nicht mehr.
Sie selbst haben ihm doch offensichtlich den Rücken gekehrt und sind konvertiert, wenn ich das richtig in Erinnerung habe. Wenn Sie nun dem Papst nicht mehr vertrauen können und diesbezüglich die Verbalinjurien Luthers ins Feld führen... ja, dann wäre es wohl konsequent, zu Luther zurückzukehren.


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 carl eugen 21. April 2016 

Hochinteressant, lieber @Charles X.!

Dann ist man also mal Christ und mal nicht. Und ich Trottel dachte immer, die Taufe gelte auf Ewig.
Tja, in einer Kirche in der die Unauflöslichkeit der Ehe mal gilt und mal nicht, kann man wohl auch die Taufe an- und wieder ausschalten.
Das ist gut, dass ich das jetzt weiss. Dann werde ich mich in Zukunft danach richten. Ich danke Ihnen! Wenn ich Ihnen jetzt Gottes Segen wünsche (was ich aufrichtig tue), gilt das jetzt, wo ich gerade kein Christ bin? Oder muss ich erst wieder Christ werden, damit der Segenswunsch auch gilt? Nun, dass können Sie mir ja mal ein anderes Mal erklären. Ich wünsche Ihnen auf alle Fälle eine gute Nacht.


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 Charles X. 21. April 2016 
 

@ Carl Eugen

1) Ich bin mit Sicherheit kein Liberaler. Mit FDP u.ä. habe ich wirklich nichts am Hut.
2) Ja, Martin Luther war da kein Christ. Was hätte dieser Mann, dieser Theologe von Format für die Reform der Kirche tun können, wenn er in der Kirche geblieben wäre.


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 Herbstlicht 21. April 2016 
 

@Charles X

Mit dem Papst grundsätzlich durch "dick und dünn gehen", das ist auch mein Anliegen und miteinander schwere Zeiten durchstehen.
Ich denke, es ist normal, dass sich der Einzelne dem einen oder anderen Papst näher fühlt, je nach Charakter und Einstellung.
Häresie würde ich Papst Franziskus niemals vorwerfen wollen. Das wäre ein Vorwurf, den ich nicht verantworten könnte.
Aber Sie können doch nicht leugnen, dass sein Sprachstil schon häufig für Verwirrung gesorgt hat.
Wie oft musste Lombardi eingreifen, ausbügeln, erklären. Er konnte einem fast leid tun.
Bei Papst Benedikt war das nicht so.
Die Gescheiten und die weniger Gescheiten, die Frommen und die weniger Frommen, jeder wusste seine Worte einzuordnen.
Man konnte sich, wenn man eher liberal gesonnen war, an ihm reiben oder aber ihm zustimmen.
Die Welt hat sich nicht gescheut, ihn zu beleidigen, siehe Titanic.
Papst Franziskus musste nie diese bittere Erfahrung machen und ich wünsche sie ihm auch nicht.


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 carl eugen 21. April 2016 

Lieber @Charles X.!

Martin Luther betitelte den Papst zu seiner Zeit als Brut Satans, als Beelzebub, als den Antichrist. Sprechen Sie ihm auch das Christsein ab?
Das die Liberalen immer so schnell mit einer Exkommunikation bei der Hand sind.


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 Charles X. 21. April 2016 
 

@ Herbstlicht

Wo ist denn das Christsein derer, die dem Garanten des Christseins - also dem Papst - vorwerfen, die Gläubigen in die Krise zu stürzen, häretisch zu sein etc.?


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 Herbstlicht 21. April 2016 
 

Charles X

Was ist nur aus uns geworden!
Wir sprechen uns gegenseitig das Christsein ab.
Die namentlich von Ihnen Genannten dürfen sich fortan als die wahren Christen fühlen, die anderen leider nicht. Sie werden von Ihnen als Schreihälse tituliert.
Eine Frage: Ist das christlich und die Nächsten liebend?
Wir sind doch alle Sünder, jeder von uns und bedürfen alle, wirklich alle der Liebe Gottes.
Sie und die Ihren, aber auch wir, die wir eine etwas andere Meinung vertreten.
Jesus Christus schaut in unser aller Herz und kennt unsere Motive, unsere Schwächen, unsere Ängste und erkennt sicher bei uns allen den guten Willen. Darauf hoffe ich!


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 mirjamvonabelin 21. April 2016 
 

Für mich ist die Abtreibung das Grausamste,

@Tonika am 19.4.2016
Wäre schön,wenn der Papst ein starkes Zeichen für die Ungeborenen,verfolgte Christen setzen würde.
Ich hoffe, dass der Papst auch ein starkes Zeichen für den Lebensschutz setzt, indem er vor einer Abtreibungsklinik steht und sich für Europa bei den Millionen abgetriebenen Kinder im Mutterleib enschuldigt, weil diese als eine Last, ein Problem, ein Kostenfaktor betrachtet wurden, die eliminiert, vernichtet werden müssen.

Ich denke, heute ist die Quelle aller Katastrophen, aller Missstände die Abtreibung.
Abtreibung ist Krieg, für die Welt nicht sichtbar,
Flüchtlingsdrama, Bomben, Terror.... machen es sichtbar....


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 Charles X. 21. April 2016 
 

@ Adson

Danke für Ihre ruhigen, besonnenen und daher auch aufrichtig katholischen Worte zu HelenaWW. Ich bin durchaus beunruhigt, wer sich alles - ohne Gründe für seine Hoffnung nennen zu können (vgl. 1 Petr 3,15) - als katholisch behauptet, ohne es zu sein. Dank auch an Theodor69, Bentheim, Antigone, Ambrosios und Philip, die hier die katholische Sache immer wieder verteidigen! Schlimme Zeiten, in denen die lautesten Schreihälse sich als allerchristlichstes Lehramt am Lehramt vorbei gebärden können.


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 Adson_von_Melk 21. April 2016 

Sie sollten wieder mal tief und ruhig durchatmen, @Helena_WW, dann geht's wieder

Auch mit der Grammatik, denn so wirklich verständlich war das zuletzt nicht mehr, man musste schon raten, was GENAU Sie sagen wollten.

Nur deswegen wollen wir "Bibel und Fibel" (was denn sonst, gerade in DIESEM Forum?) nicht auf die Goldwaage legen. Gerade @Philip argumentiert doch so ruhig und fundiert und so gut mit Quellen belegt, wie man das bei manch Anderem hier nur schmerzlich wünschen kann.

Und die 'Übergriffigkeit' der Kirche in die Politik? Werden auf kath.net nicht tagtäglich MEHR, nicht weniger solche Einflüsse (Übergriffe ist mir zu hart) lautstark gefordert?

Wie war das mit einem gewissen Bildungsplan? Oder in Fragen des Familienrechts? Der Flüchtlingsfrage selbst? Da kann man sich dann jewils vor teils höchst speziell interpretierten Bibel- und Katechismusstellen gar nicht mehr retten hier drin.


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 Helena_WW 21. April 2016 
 

Ich sehe mit nicht im geringsten im Widerspruch zu meinem christenlichen Glauben

als römisch-katholische Christin, auch ich habe meine Ansichten, die ich dargelegt und begründet habe aus meiner Glaubens- und Gewissensbildung geäußert und meine Quellen sind auch die von ihnen genannten @philip, Bibel, KKK, und selbst gelebtes und erlebtes Christentum, Lebenserfahrung, Wissen aus vielen Bereichen.

Nur gehe ich und das ebenfalls aus christlicher Überzeugung mit der Bibel oder christliche Soziallehre, u.a. nicht wie mit einem Steinbruch um, wo sich manche das grade für sich passende rausklauben um andere ihre als die einzig richtige Meinung aufzuwingen und zu dominieren. Das kommt mir totalitär vor.Ich lasse verschiedene Einschätzungen von Christen gelten, daraus resultiert lebendige Debattenkultur und Lösungsfindung von Problemen. Das man Probleme nämlich aus verschiedenen Perspektiven betrachtet. Widerspruch resultiert ja meist daraus, das man etwas als nicht berücksichtigt oder unrecht berurteilt ansieht. Jeder trägt etwas bei zur allumfassenderen Sicht auf Dinge.


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 Philip 21. April 2016 
 

@Helena_WW

Ich habe zwei Quellen zitiert: Bibel und Lehramt. Sie bezeichnen beides mit Sprüchlein und letzteres als Fibel. Ihre Unterstellung, ich käme "aus einer bestimmten Ecke" bestätigt nur, dass sie außer persönlichem Angriff nichts können. Erschwerend kommt dann noch hinzu, dass sie mich nicht einmal kennen. Merken sie nicht, wie anmaßend sie mit ihren Unterstellungen sind? Das die Kirche sich einmischt, ist im übrigen nicht mittelalterlich, sondern hochaktuell und im Fibelbändchen namens Kompendium des Katechismus festgehalten:

"Die Kirche mischt sich ein und fällt auf wirtschaftlichem und sozialem Gebiet ein sittliches Urteil, wenn die Grundrechte der Person, das Gemeinwohl oder das Heil der Seelen es erfordern." §510

Was für eine "persönliche Interessenslage" unterstellen sie mir denn, wenn ich aus der Bibel oder dem Katechismus zitiere? Welches "Geschäftsmodell" könnte ich denn bitteschön darauf aufbauen? Ihr Angriffe gehen nur gegen die Person. Argumente? Quellen? Fehlanzeige.


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 Theodor69 21. April 2016 
 

@Helena_WW

Ihr Posting jetzt verwundert mich doch sehr. Die Kirche möchte niemandem etwas (politisch) aufzwingen, aber sie darf ihre Ansichten zu politischen Fragen auch äussern. Wünschen wir uns nicht auch Politiker die ihre christl. Überzeugung einbringen? Wird hier nicht im Forum das zuwenig christliche in der CDU beklagt? Wenn man sich durch die Bibel leiten lässt und für die Erklärung seiner Sichtweise die Bibel zitiert weiß man in der Tat aus "welchem Eck" jemand kommt - der ist schwer verdächtig Christ zu sein! Und soetwas in diesem Forum!


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 Helena_WW 21. April 2016 
 

@philip : Bibel für den Christ zum persönliche Entscheidung aber nicht für politsch dominierend

Das Christentum ist im Gegensatz zum Islam oder Sozialismus in Verbindung mit pseudoreligiösem nichts was den Bürger Polistisch unterwirft und Ansichten aufzwingen darf. In der christlichen Gesellschaftslehre ist die unheilvolle Verbindung von Kirche, die Übergriffigkeit von Kirche in Politik, wie sie z.B. im Mittelalter vorlag schwer beanstandet. Es entlarvt sie @philip auf welche Art sie wiederholt versuchen mit Bibel und Fibelsprüchlein hantieren. Da weiß gleich auf welchen Ecken die Leutchen kommen.
Darüberhinaus wundern mich immer diese Leutchen, die gutes Mensch sein sich teuer entlohnen lassen mit 5000+x euro. Da sind natürlich nicht zufällig eigene Interessenslage und Geschäftmodell dahinter?


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 Helena_WW 21. April 2016 
 

Treue heißt grade _nicht_ unterwürfiger Kadavergehorsam, wir sind nicht beim Islam+ nicht in der DDR

Wir sind römisch-katholisch, was das bedeutet ist im apostolischen Glaubensbekenntnis dargelegt. Es ist schon skurril wie hier und in den thematisch anverwandten Threads einige meinen mit einer Keule instrumentalisierend von wegen Unfehlbarkeit/Papsttreue Mitforisten ob einer kritischen Meinung angehen zu können. Treue und jemanden begründet widersprechen, kritisieren schließen sich doch nicht einander aus, im Gegenteil. Kritik beruht darauf, daß man auf Dinge aufmerksam macht, von denen man meint, daß sich nicht berüchsichtigt wurden, falsch Einschätzt, zu unrechten Urteil führen, andere oder auch einen selbst verletzen,benachteilen. Es hat viel mit geschwisterlicher oder auch ehelicher Treue zu tun, sich zuzuwenden den Dialog zu suchen, auch zu kritisieren oder zu streiten anstatt den anderen im Irrtum zu lassen und sich abzuwenden. Wenn der direkte Dialog nicht möglich ist die Debatte sich mit eigenem Verstand interssiert des anderen Anliegen zuzuwenden, auch Treue für diesen.


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 Gipsy 21. April 2016 

@Theodor69

"„ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen“. Warum betrifft uns das im Umgang mit den Flüchtlingen nicht?"
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Jetzt drehen Sie aber manchen die Worte im Munde herum. Jeder hier, so denke ich mal, ist hilfsbereit Flüchtlingen gegenüber. Hier geht es aber um eine Ausgrenzung von Flüchtlingen, nicht Foristen haben dies getan. Und wenn Jesus fragt: "Ich war fremd und du hast mich übersehen wollen" Was kann dann in diesem Fall die Antwort sein?
Bitte verfälschen Sie nicht die Problematik des Themas ,durch verallgemeinernde Verwässerungen.


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 Theodor69 21. April 2016 
 

@Steve Acker

Schon „Herbert Klupp“ hat diese „vor Ort“- Hilfe aus dem Gleichnis des barmherzigen Samariters hervorgehoben. Das ist für mich eine ganz skurrile Sichtweise dieses Gleichnisses. Zunächst muss er vor Ort helfen und dann bringt er ihn nach der Erstversorgung zur nächsten Herberge und sorgt weiterhin für ihn bis zum nächsten Tag und kümmert sich um seine weitere Versorgung. So als ob Jesus schon gewusst hätte, wie man sein Gleichnis 2000 Jahre später umdeuten könne, hat er erwähnt, dass der Samariter auf einer Reise war. Das heißt, dass sein Haus weit weg war. Hätte er den Schwerverletzen tagelang auf seinem Esel nach Hause transportieren sollen? Und was sagen Sie zu Mt 25,35 „ich war fremd und obdachlos und ihr habt mich aufgenommen“. Warum betrifft uns das im Umgang mit den Flüchtlingen nicht?


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 Helena_WW 21. April 2016 
 

Kritisch drüber nachdenken wie Saudia Arabien "hilft" , dem IS -Terror nicht den Flüchtlingen

das sollte dringend thematisiert werden im Sinne von Fluchtursachen, Verfolgung IS - Terror Financiers.
Auffallend ist auch das D mit BK Merkel über die UHCR vor Ort an den Krisenorten keine Kontrolle ausübt, die der Finanzierung des UHCR durch D entsprechen würde, sondern hat das den Araber überlassen. Was die dann mit Frauen und Kindern machen ?
In wessen Interesse liegt es wohl Christenverfolgung und christliche Flüchtlinge auszublenden ?
D mit BK Merkel hat Rüstungsexporte zu diesem Saudi Arabien im Umfang von 3,5 Milliarden Euro getätigt.


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 Christa.marga 21. April 2016 
 

Unverständnis und Ratlosigkeit

Ich kann die Aktionen unseres Papstes oft nicht nachvollziehen. Er redet mal so, dann wieder anders. Missverständlich!
Wenn ich an seine beiden Vorgänger denke, die haben in verständlichen und klaren Worten gesprochen. Papst Benedikt XVI ist zu Lebzeiten schon heilig - Lieber Gott, ich bete für unsere Päpste und bitte um deren Fürsprache für alle Christgläubigen.


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 la gioia 21. April 2016 
 

@Amrosios

Zudem möchte ich mich (nicht zuletzt auch aus Zeitgründen) jetzt aus dieser ganzen Debatte - einseitige Aktion des Papstes und seine unangebrachte Entschuldigung für ganz Europa - verabschieden.
Je länger so eine Diskussion anhält, umso größer ist die Gefahr, dass es nur noch um kleinliche Wortklauberei und um ein Herumreiten auf jedem I-Punkt um des Rechthabens willen geht.


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 Klaffer 21. April 2016 
 

Sind sie papsttreu?

@antigone
Für die Antwort auf Ihre Frage habe ich ein wenig Zeit vergehen lassen müssen. Und ich fürchte, dass Sie mit meiner Antwort auch nicht ganz zufrieden sein werden.
Als ich kathnet kennenlernte, war ich erstaunt, wie wichtig für fast alle hier alte kath. Traditionen sind. Auch die 100%ig Verehrung des Papstes (damals noch Benedikt) war mir neu und etwas irritierend. Einen Menschen so zu verehren, das konnte ich nicht verstehen (und kann es auch heute noch nicht).
Als junger Mensch war ich beeindruckt von Johannes Paul II., weil er frischen Wind in den Vatikan bringen wollte (Schifahren z.B.). Mit Franziskus geht es mir ähnlich. Er weigert sich einfach,die päpstlichen Gemächer zu beziehen, um sich etwas Freiheit zu bewahren.
Die Enzyklika evang. gaudium hat mich sehr beeindruckt: ein Papstschreiben, das leicht lesbar ist und das eine große Herausforderung darstellt.
Ich selbst und wir als Pfarre erfüllen die Ansprüche, die erstellt, noch nicht.


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 Adson_von_Melk 21. April 2016 

Wenn das so ist, @Acker, hat der Helferkreis

jetzt vor allem eine Erziehungsaufgabe. Man muss diesen Menschen aus einem Bürgerkriegsland neu beibringen (oder von mir aus zum ersten Mal beibringen) was friedliches Zusammenleben ist.

Das ist sicher nicht einfach, wenn wir in der Geschichte zurückblicken sehen wir unter anderem den Dreißigjährigen Krieg und andere Konfessionskriege, wo Christen Christen abgeschlachtet haben.

Wie bei jeder Erzeihungsaufgabe braucht es dazu sowohl Geduld als auch Festigkeit. Die Neuankömmlinge scheinen nicht völlig unzugänglich zu sein, wenn sie sich den einheimischen Christen gegenüber bislang korrekt und höflich verhalten haben.

Da es sich um eine kleine Gruppe handelt und es einen organisierten Helferkreis gibt, ist meine Prognose vorsichtig positiv. So kann Integration gelingen. Die Probleme sehe ich mehr in Massenunterkünften.


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 Ambrosios 21. April 2016 

@ Steve Acker

Mäßigen sollten sich vielmehr die, die wie der Antichrist denken und reden. Ich stelle ja nur fest, dass sie es tun.


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 Antigone 21. April 2016 
 

@Steve Acker

Was soll das: "Er hat ihn nicht zu sich nach Hause genommen?" Er war verletzt, er brauchte schnelle Hilfe. Bei uns stehen sie aber vor der Haustür. Also in jedem Fall der nächste Weg. Hätte der Samiriter um die Ecke gewohnt, er hätte ihn nach Hause mitgenommen, jede Wette!


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 bobovac 21. April 2016 
 

Liebe, Respekt, Gewissen

Jedem Papst, und auch dem Papst Franziskus, schulden wir Liebe, Respekt und Treue.

Doch, wir tragen auch die Verantwortung gegenüber uns, unseren Familien, unserer Gesellschaft, der Welt, und auch gegenüber den Armen und Bedrängten bei uns und in der Welt. Und aus dieser Verantwortung heraus, wenn wir zum Schluss kommen, dass das politische Wirken des Papstes nicht in Ordnung ist (was durchaus vorkommen kann) - wir sollen unserem Gewissen folgen.

Bildlich gesagt, man soll mich nicht verurteilen, wenn ich bei meinem Haus die Tür mit Schloss habe; das bedeutet nicht automatisch, dass ich meine Nachbarn hasse, oder, dass ich den Bedürftigen nicht helfen will. Oder, wenn ein Papst unseren Herrn Jesus verleugne, ich bin nicht verpflichtet seinem Beispiel zu folgen; im Gegenteil.

Also, Liebe, Respekt, Gewissen. Wir sind schwach, wir sind unterwegs, aber mit Gottes Hilfe, hoffen wir, dass wir wachsen werden.


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 Antigone 21. April 2016 
 

Nebenaspekt

Deutschland hat also hunderttausende Flüchtlinge (das ist ja noch tief gestapelt) aufgenommen, und die Entschuldigung des Papstes muss uns deshalb kränken. Also erstens: das ist der Flüchtlingspolitik Merkels zuzuschreiben, und die hat bis jetzt eigentlich hier nicht so viel Zustimmung gefunden. Zweitens brennen in Deutschland immer wieder Flüchtlingsheime, sicher eher selten von Syrern angezündet, und dafür kann man sich ruhig mal entschuldiegen. Der Papst ist wirklich ein authentischer Christ.


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 Steve Acker 20. April 2016 
 

Ambrosio. ich würd Sie bitten sich zu mäßigen

Jemand hier die Argumentation des Antichristen zu unterstellen ist eine Frechheit.
Ja, der barmherzige Samariter hat den Verletzten zur nächsten Herberge gebracht. Für mich zählt das auch als Vor OrT.
Er hat ihn nicht zu sich nach Hause genommen.


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 Steve Acker 20. April 2016 
 

Flüchtlinge

In unserem Nachbardorf ist seit mehreren Monaten eine Gruppe syrischer Flüchtlinge
(Moslems). Sie werden gut versorgt und sind gut untergebracht. Es gibt einen sehr gut organisierten Helferkreis.
Ihr Verhalten war bisher sehr korrekt, sie sind sehr höflich auch Frauen gegenüber.
Heute haben wir erfahren dass ein weiterer Syrer dort untergebracht wurde:
ein Christ!
Und wie begegnen die anderen Syrer diesem ?
Mit "Kopf-ab" -Zeichen !