Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  2. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  3. Konsistorium: Kardinäle benennen aktuelle Probleme, z.b. Meinung, das Leben habe keinen Sinn
  4. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
  5. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  6. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  7. Papst ernennt Sr. Alessandra Smerilli zur Präfektin des Entwicklungsdikasteriums
  8. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  9. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  10. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  11. Petrus und Paulus: Die Einheit der Kirche wächst aus der Verschiedenheit
  12. Nach Feier mit Erzbischof Lackner werden Karabiner von Schützenkompanien beschlagnahmt
  13. Leo XIV: „Die Autorität des Primats liegt bei demjenigen, der zuhört und nur deshalb führt“
  14. Vorläufige Dialogpause zwischen der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ und dem Vatikan
  15. Das Konsistorium war „eine gute Erfahrung der Kollegialität der Kardinäle mit dem Heiligen Vater“

Erzbischof Schick: «Man wird mit Assad sprechen müssen»

31. März 2016 in Aktuelles, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bamberger Erzbischof war zu Kurzbesuch in Syrien - Die Zahl der Christen sank in Syrien von zwölf auf sechs Prozent.


Passau (kath.net/KNA/red) Nach seinem Besuch in Syrien ist der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick davon überzeugt, dass es Hoffnung auf Frieden im Land gibt. Dafür werde man allerdings „mit Assad und seinen Leuten sprechen müssen. Daran führt kein Weg vorbei“, sagte der Vorsitzende der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, im Interview mit der „Passauer Neuen Presse“ (Donnerstag).

Das Gegeneinander müsse beendet werden, so Schick. Denn das Volk sollte nach einer gewissen Zeit frei wählen können. Dann werde sich zeigen, wer in Syrien die Regierung bilden könne und was aus Assad und seinem Regime werde. Die Menschen in Syrien hätten nur einen Wunsch, nämlich „dass ihr Land zum Frieden findet und wieder neu aufgebaut werden kann“. Das Kurzzeit-Ziel für Syrien müsse sein, dass aus der momentanen Waffenruhe dauerhafter Friede wird. Das sei die Voraussetzung für den Wiederaufbau.


Der Wiederaufbau werde Zeit und Geld kosten, so Schick. Die internationale Gemeinschaft müsse hier Verantwortung übernehmen und helfen, denn „nur mit einem dauerhaften und verlässlichen Waffenstillstand wird der Flüchtlingsstrom zu uns vermindert werden können“.

Im Interview mit der Katholischen Nachrichtenagentur (KNA) hatte Schick zuvor bereits geäußert, dass die syrischen „Bischöfe, Pfarrer und Ordensleute“ besorgt seien, „weil so viele Christen das Land verlassen. Durch Krieg und Flucht ist ihr Bevölkerungsanteil von rund zwölf Prozent auf sechs Prozent gesunken.“ Schick nannte dies „sehr traurig. Wir wollen keine christenfreie Zone.“ Doch wenn diese Menschen als Flüchtlinge „zu uns kommen, müssen wir sie natürlich aufnehmen und für sie sorgen“.

Deutsche Politiker „sollten alles daran setzen, dass die Friedensgespräche in Genf zu positiven Ergebnissen führen“, forderte Schick. Man müsse einen politischen Kompromiss finden. „Gefordert ist zunächst ein dauerhafter Waffenstillstand und dann ein guter Wiederaufbau nach all den Zerstörungen.“ Nach dem Krieg brauche es langfristig „viele Initiativen, damit die unterschiedlichen Gruppen wieder gut miteinander leben können. Als Christen wollen wir dazu gerne beitragen.“

KNA: Woran denken Sie dabei?

Schick: Die Christen haben für das friedliche Miteinander in Syrien immer eine große Rolle gespielt. Sie werden auch beim Aufbau und bei der Versöhnung eine gute und wichtige Rolle spielen können. Dazu müssen sie jetzt aber vor Verfolgung geschützt werden. Das ist nicht nur für die Christen gut und wichtig, sondern für die gesamte Gesellschaft.

(C) 2016 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto Erzbischof Schick (c) Erzbistum Bamberg/Jürgen Eckert


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Syrien

  1. Syrien: katholische Melkiten sagen aus Sicherheitsgründen alle Kar- und Osterliturgien ab
  2. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  3. „Syrien darf nicht islamistisch werden“ – Missio-Nationaldirektor Wallner im Krisenland
  4. Syrien: Evangelikaler Pastor mit gesamter Familie ermordet
  5. Massaker in Syrien: Dramatischer Appell der Kirchenführer
  6. Vatikan fordert wichtige Rolle für Christen in Syrien
  7. Syriens neuer Machthaber äußert Hochachtung für Papst Franziskus
  8. Syrien: Neuer Machthaber macht Christen Zusicherungen
  9. Neuer Bischof von Aleppo ernannt - 2014 von Milizen entführt
  10. Syrien: „Eine knappe Minute war schlimmer als 12 Jahre Krieg“






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - REISE AUSGEBUCHT
  2. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  3. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  4. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  5. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  6. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
  7. Vorläufige Dialogpause zwischen der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ und dem Vatikan
  8. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  9. Ehemalige Äbtissin wehrt sich gerichtlich gegen Rauswurf
  10. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  11. Konsistorium: Kardinäle benennen aktuelle Probleme, z.b. Meinung, das Leben habe keinen Sinn
  12. Nach Feier mit Erzbischof Lackner werden Karabiner von Schützenkompanien beschlagnahmt
  13. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  14. Das Konsistorium war „eine gute Erfahrung der Kollegialität der Kardinäle mit dem Heiligen Vater“
  15. Leo XIV: „Die Autorität des Primats liegt bei demjenigen, der zuhört und nur deshalb führt“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz