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Der besondere Ring

16. Dezember 2015 in Familie, 4 Lesermeinungen
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„An diesem Tag habe ich über die Heiligkeit der Ehe mehr gelernt als durch so manches Buch.“ Gastbeitrag von Dr. theol. Johannes Hartl


Augsburg (kath.net) Vor wenigen Tagen kam eine Frau mittleren Alters zu mir. Sie bat mich um ein segnendes Gebet. Ihr Mann hatte sie vor einiger Zeit verlassen, um eine andere, jüngere Frau zu heiraten. Seither hatte sie ihren Ehering nicht mehr getragen und auch prompt einen neuen Heiratsantrag bekommen. Doch das käme für sie nicht in Frage. Aus der Bibel sei sie zu der Ansicht gekommen, dass die Ehe ein lebenslanges, unauflösliches Band vor Gott sei. Und sie werde vor dem Tod ihres Mannes keine neue Beziehung eingehen.

Doch mehr als das: sie habe sich entschieden, sich in dieser Situation auf ganz besondere Weise dem Herrn zu schenken. Und ihn allein zu erwählen als einzigen „Partner“. Nur mit ihm „verheiratet“. So kam ihr sogar der Gedanke, einen Ehering machen zu lassen. Doch das schien ihr eigenartig, schenkte doch der Mann stets der Frau den Ring. Und so betete sie: „Herr, wenn ein solches Versprechen in deinem Sinne wäre, dann musst du mir einen Ring schenken.“ Einige Zeit später kam eine Freundin zu ihr, die von alledem nichts wusste, und sagte ihr, sie habe den Eindruck, sie solle ihr von Jesus einen Ring schenken. Selbst beim Erzählen traten der Frau die Tränen in die Augen. Denn heute war der Tag, an dem sie den Ring vom Juwelier abholte: ein viel kostbarerer Ring als ihr alter Ehering. Sie spüre, so sagte sie, dass Jesus alle Einsamkeit und allen Mangel in ihr tiefer ausfüllen könne, als der beste Ehemann das jemals vermochte. Und so lebe sie diese Situation nicht als Opfer und arme verlassene Frau, sondern als eine, die in Jesus die Fülle hat und der jede Lage zum Besten dient. Sie strahlte!!


Mit tiefer Ergriffenheit betete ich für sie und habe über die Heiligkeit der Ehe an diesem Tag mehr gelernt als durch so manches Buch. Das Gefühl, das mich ergriff, war schlicht Ehrfurcht vor etwas sehr sehr Besonderem.

Dr. Johannes Hartl ist katholischer Theologe und leitet das Gebetshaus Augsburg. Er ist selbst verheiratet und Familienvater.

kath.net Buchtipp
Katholisch als Fremdsprache - Einander verstehen, gemeinsam vorwärts gehen.
Von Dr. Johannes Hartl und Leo Tanner
Gebundene Ausgabe, 160 Seiten
2015, Weg Verlag
ISBN 9783909085958
Preis: 14,90 EUR

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Johannes Hartl - Am sechsten Tag schuf Gott den Sex Teil 01



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Lesermeinungen

 Amanda1975 17. Dezember 2015 
 

Ein sehr bewegendes Zeugnis!

Mögen doch viel mehr Menschen - Männer wie Frauen - erkennen, dass in Christus die Fülle ist, und dass Er jeden Mangel ausgleichen kann. Ich selbst bin nach zwei gescheiterten Beziehungen diesen Liebesbund mit Jesus eingegangen und kann nur bestätigen: Seine Liebe gibt mir alles, was ich brauche, und noch viel mehr.


2
 
 anjali 16. Dezember 2015 
 

Ehering

Karol Wojtyla hat, in seiner Jugend, auch mal ein Buch geschrieben ueber einem wundersamen Ehering. Das Buch heisst "der Juweliersladen"oder so etwas.


3
 
 Paddel 16. Dezember 2015 

Schönes Zeugnis

Ob sie wohl auch Kinder haben?


3
 
 Rolando 16. Dezember 2015 
 

Liebe

Jeder Ehepartner kann nur relativ wenig Liebe geben, nicht mehr als er selbst hat, doch Jesus ist die Liebe, die Fülle der Liebe, wenn das auch die aus dem Zölibat ausbrechenden Priester und Ordensleute begreifen würden, beten wir immer um die Liebe, für alle Menschen. Jede Sucht z.B. ist ein Mangel an Liebe, ebenso jede ungeordnete Sexualität, (Homo, der ganze Gendergaga, usw.), alles ist heilbar durch Jesu Liebe.
Beten wir um die Liebe Jesu, es ist so notwendig!


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