Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  2. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  3. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  4. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  5. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  6. Johannes Hartl: „Junge Menschen fragen wieder nach Gott! Atheismus ist eher für ältere Generation“
  7. „Die Bibel steht eindeutig im Visier der Regierung“
  8. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  9. „Kein bloßer Verein“: Kardinal Woelki betont die Kirche als „Leib Christi“
  10. Radikale Feministin Michelle Bachelet könnte nächste UN-Generalsekretärin werden
  11. „Junge Menschen, die zum Glauben zurückkehren, wollen den ‚vollen fetten Glauben‘“
  12. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  13. Schauspielerin Christina Applegate nennt Abtreibung ‚Mord‘ und ‚mein Kind töten‘
  14. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  15. Ostern – oder die Frage, die wir vermeiden

Piusbruderschaft kritisiert Abschlussdokument der Familiensynode

28. Oktober 2015 in Aktuelles, 65 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Von Rom getrennte Priesterbruderschaft Sankt Pius X.: Abschlussdokument sei «Ausdruck eines Kompromisses zwischen zutiefst unterschiedlichen Positionen» und enthalte «bedauernswerte Zweideutigkeiten und Auslassungen».


Menzingen (kath.net/KNA) Die traditionalistische Priesterbruderschaft Sankt Pius X. lehnt das Abschlussdokument der Weltbischofssynode zu Ehe und Familie ab. Es sei «Ausdruck eines Kompromisses zwischen zutiefst unterschiedlichen Positionen» und enthalte «bedauernswerte Zweideutigkeiten und Auslassungen», kritisiert der Generalobere der Piusbrüder, Bernard Fellay, in einer Erklärung auf deren Website. Im Namen einer «relativistischen pastoralen Barmherzigkeit» stifte das Dokument «Verwirrung, die bestimmt ausgenützt wird in einem Sinn, der der ständigen Lehre der Kirche widerspricht».

Nach dem Gesetz Gottes, so argumentiert Fellay, habe der Mensch nur in der legitimen Ehe «das Recht, von seiner Geschlechtlichkeit Gebrauch zu machen». Homosexualität widerspreche also «dem natürlichen göttlichen Gesetz». Alle «außerhalb der Ehe vollzogenen Vereinigungen» von «frei Zusammenlebenden, der im Ehebruch Lebenden oder gar der Homosexuellen» seien eine «Unordnung» und stellten eine Sünde dar. Man könne darin «nicht irgendeinen Teil von sittlicher Gutheit feststellen, auch nicht eine weniger vollkommene Gutheit», betont der Obere der Piusbrüder.


Er fordert, die Lösung der Probleme auf moralischem Gebiet dürfe «nicht allein dem Gewissen der Eheleute oder der Hirten anheimgestellt werden». Vielmehr sei das Naturgesetz «Regel für das Handeln». Die Fürsorge des Barmherzigen Samariters gegenüber dem Sünder zeige sich, so Fellay, indem er «mit der Sünde nicht gemeinsame Sache macht»; genauso mache der Arzt, «nicht gemeinsame Sache mit der Krankheit», sondern helfe, diese zu überwinden. An die Adresse der Verfasser der Synodenschlusserklärung formuliert der Obere der Bruderschaft: «Man kann sich von der Lehre des Evangeliums nicht im Namen einer subjektivistischen Pastoral befreien, indem man sie als gemeingültig darstellt und sie im Einzelfall abschafft.»

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. ist seit 1988 von Rom getrennt. Sie wurde 1969 vom französischen Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991) gegründet und lehnt die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) ab. Diese hätten die Tradition der Kirche zerstört, so Lefebvre, der selbst als Ordensoberer am Konzil teilnahm. Die Piusbruderschaft sieht sich als Bewahrerin der Tradition der «Heiligen Römischen Kirche».

Papst Benedikt XVI. (2005-2013) nahm Gespräche über eine mögliche theologische Einigung mit der Bruderschaft auf. Der Gesprächsprozess kam 2012 ins Stocken. Allerdings teilten im Sommer 2015 hochrangige Vertreter beider Seiten mit, man sei weiter im Gespräch. Anfang September erklärte Papst Franziskus überraschend, er hoffe auf eine baldige Einigung mit der Bruderschaft. Er «vertraue darauf, dass in naher Zukunft Lösungen gefunden werden können, um die volle Einheit mit den Priestern und Oberen der Bruderschaft wiederzugewinnen».

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Piusbruderschaft

  1. Kardinal Zen appelliert an Piusbruderschaft: Vertraut auf Papst Leo
  2. "Bevor es zu spät ist!" – Kardinal Sarah warnt Piusbruderschaft vor Schisma
  3. „Auf dass doch alle eins seien“ (Joh 17,21)
  4. Die Piusbruderschaft und ihre Einheit mit der Kirche
  5. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  6. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  7. Bischof Huonder zieht sich in Haus der Piusbruderschaft zurück
  8. Holocaust-Leugner Williamson scheitert in Straßburg
  9. Bischof von Chur wird Piusbruderschaft 'mitbetreuen'
  10. Papst löst Kommission 'Ecclesia Dei' auf und regelt Dialog neu







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  3. „Der heißeste Club der Stadt“: Warum New Yorks Jugend plötzlich die Kirchen stürmt
  4. ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?
  5. König Charles - Eine Botschaft zum Ramadan - Schweigen zum Osterfest der Christen!
  6. Ludger Schepers wirre Osterbotschaft
  7. Papstsekretär: Leo XIV. bleibt "Padre Roberto"
  8. Der Kreuzweg mit Papst Leo
  9. Erzbischof van Megen wird neuer Papst-Botschafter in Deutschland
  10. Hab Erbarmen mit uns und mit der ganzen Welt
  11. Missio-Nationaldirektor P. Wallner sieht Renaissance des Glaubens
  12. 'Um die Auferstehung Jesu Christi zu feiern'
  13. Die Kraft der Auferstehung, der Wille zum Frieden und der Weg der Menschheit
  14. Britisches Innenministerium stoppt Ermittlungen gegen legale Online-Posts
  15. Terror-Warnung zu Ostern: ISIS ruft zu Anschlägen auf Kirchen und Synagogen auf

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz