Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  2. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  5. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  6. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  7. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  8. Die große Täuschung
  9. George Orwell wohnt in Brüssel, aber nicht nur dort!
  10. Deutsches Formular für Geburtenanzeige: Welches Geschlecht hat die Mutter?
  11. Kinderschutz oder Staatskontrolle? Das Dilemma der Social-Media-Verbote
  12. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot
  13. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  14. Vatikan: Neue Statuten für die Marienforschung
  15. Wann sind wir zu Gottes Chefs geworden?

Piusbruderschaft kritisiert Abschlussdokument der Familiensynode

28. Oktober 2015 in Aktuelles, 65 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Von Rom getrennte Priesterbruderschaft Sankt Pius X.: Abschlussdokument sei «Ausdruck eines Kompromisses zwischen zutiefst unterschiedlichen Positionen» und enthalte «bedauernswerte Zweideutigkeiten und Auslassungen».


Menzingen (kath.net/KNA) Die traditionalistische Priesterbruderschaft Sankt Pius X. lehnt das Abschlussdokument der Weltbischofssynode zu Ehe und Familie ab. Es sei «Ausdruck eines Kompromisses zwischen zutiefst unterschiedlichen Positionen» und enthalte «bedauernswerte Zweideutigkeiten und Auslassungen», kritisiert der Generalobere der Piusbrüder, Bernard Fellay, in einer Erklärung auf deren Website. Im Namen einer «relativistischen pastoralen Barmherzigkeit» stifte das Dokument «Verwirrung, die bestimmt ausgenützt wird in einem Sinn, der der ständigen Lehre der Kirche widerspricht».

Nach dem Gesetz Gottes, so argumentiert Fellay, habe der Mensch nur in der legitimen Ehe «das Recht, von seiner Geschlechtlichkeit Gebrauch zu machen». Homosexualität widerspreche also «dem natürlichen göttlichen Gesetz». Alle «außerhalb der Ehe vollzogenen Vereinigungen» von «frei Zusammenlebenden, der im Ehebruch Lebenden oder gar der Homosexuellen» seien eine «Unordnung» und stellten eine Sünde dar. Man könne darin «nicht irgendeinen Teil von sittlicher Gutheit feststellen, auch nicht eine weniger vollkommene Gutheit», betont der Obere der Piusbrüder.


Er fordert, die Lösung der Probleme auf moralischem Gebiet dürfe «nicht allein dem Gewissen der Eheleute oder der Hirten anheimgestellt werden». Vielmehr sei das Naturgesetz «Regel für das Handeln». Die Fürsorge des Barmherzigen Samariters gegenüber dem Sünder zeige sich, so Fellay, indem er «mit der Sünde nicht gemeinsame Sache macht»; genauso mache der Arzt, «nicht gemeinsame Sache mit der Krankheit», sondern helfe, diese zu überwinden. An die Adresse der Verfasser der Synodenschlusserklärung formuliert der Obere der Bruderschaft: «Man kann sich von der Lehre des Evangeliums nicht im Namen einer subjektivistischen Pastoral befreien, indem man sie als gemeingültig darstellt und sie im Einzelfall abschafft.»

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. ist seit 1988 von Rom getrennt. Sie wurde 1969 vom französischen Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991) gegründet und lehnt die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) ab. Diese hätten die Tradition der Kirche zerstört, so Lefebvre, der selbst als Ordensoberer am Konzil teilnahm. Die Piusbruderschaft sieht sich als Bewahrerin der Tradition der «Heiligen Römischen Kirche».

Papst Benedikt XVI. (2005-2013) nahm Gespräche über eine mögliche theologische Einigung mit der Bruderschaft auf. Der Gesprächsprozess kam 2012 ins Stocken. Allerdings teilten im Sommer 2015 hochrangige Vertreter beider Seiten mit, man sei weiter im Gespräch. Anfang September erklärte Papst Franziskus überraschend, er hoffe auf eine baldige Einigung mit der Bruderschaft. Er «vertraue darauf, dass in naher Zukunft Lösungen gefunden werden können, um die volle Einheit mit den Priestern und Oberen der Bruderschaft wiederzugewinnen».

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Piusbruderschaft

  1. Weihen ohne päpstliche Erlaubnis geplant: Papst Leo XIV. berät mit Vatikanbehörde
  2. Der Vatikan ist in Kontakt mit der Bruderschaft St. Pius X., um eine Spaltung zu vermeiden
  3. Bischof Huonder zieht sich in Haus der Piusbruderschaft zurück
  4. Holocaust-Leugner Williamson scheitert in Straßburg
  5. Bischof von Chur wird Piusbruderschaft 'mitbetreuen'
  6. Papst löst Kommission 'Ecclesia Dei' auf und regelt Dialog neu
  7. Steht Auflösung der Kommission „Ecclesia Dei“ bevor?
  8. Piusbruderschaft-Oberer: "Dieser Papst erschüttert uns zutiefst"
  9. Neuer Piusbrüder-Generalobererer zu erstem Gespräch im Vatikan
  10. Vor 30 Jahren brach Erzbischof Lefebvre mit Rom






Top-15

meist-gelesen

  1. Einmal im Leben nach ISLAND - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Voll in die Falle getappt
  4. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  5. Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!
  6. Piusbrüder und Vatikan suchen Weg zur Einheit
  7. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  8. Meine Söhne, „seid heilig, Anbeter, Menschen des tiefen Gebets und lehrt das Volk, dasselbe zu tun!“
  9. Die synodale Sackgasse der Anderskatholischen
  10. Die große Täuschung
  11. Der deutsch-synodale Weg als reines Herrschaftsinstrument!
  12. „Treue oder Einheit? Wie wird Leo XIV. mit den Lehr- und Disziplinarproblemen der Kirche umgehen?“
  13. Die Kirche – nicht nur – im deutschsprachigen Raum: «the big picture»
  14. Islamismusforscherin Schröter: „Tja, liebe Freunde, was glaubt ihr eigentlich, was die Scharia ist?“
  15. Fatales Gerichtsurteil in Deutschland: Chefarzt siegt gegen katholisches Klinik-Verbot

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz