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Bischof Huonder zieht sich in Haus der Piusbruderschaft zurück

20. Mai 2019 in Schweiz, 38 Lesermeinungen
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Der Bischof und die Piusbruderschaft haben dazu heute eine Erklärung veröffentlicht


Chur (kath.net)
Der Churer Bischof Vitus Huonder wird ab sofort sich in ein Haus der Priesterbruderschaft St. Pius X. zurückziehen. In einer gemeinsamen Erklärung von Huonder und der Piusbruderschaft von heute heißt es wörtlich: "Absicht und Zweck dieses Schrittes bestehen allein darin, sich dem Gebet und dem Schweigen zu widmen, ausschliesslich die traditionelle Messe zu feiern und für die Tradition zu wirken, worin er das einzige Mittel zur Erneuerung der Kirche erkennt. Die Priesterbruderschaft St. Pius X. würdigt die mutige Entscheidung von Bischof Huonder und freut sich, ihm den geistlichen und priesterlichen Rahmen anbieten zu können, den er sich so sehr wünscht. Mögen andere diesem Beispiel folgen, um "alles in Christus zu erneuern".


Archivfoto Bischof Huonder (c) Bistum Chur


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Lesermeinungen

 Gipsy 22. Mai 2019 

Was ist denn eine Bruderschaft?

Sind Bruderschaften maßgeblich für die Kirche?

Oh wie glücklich sind viele, weil sie den Leckerlie der Piusbruderschaft, die keine kirtchliche Heimat mehr hat hinterherhecheln.

Eine Bruderschaft ist NICHT die Kirche.


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 Hadrianus Antonius 21. Mai 2019 
 

@Stanley

Hochgeehrter @Stanley, für Ihre immer sachliche und beherrschte Postings möchte ich danken.
Und humoristisch sind Sie auch noch:
da schreiben Sie tatsächlich von "freiwillig ein monastisches Leben führen" ...
Da muß ich dann doch denken an den pädophilen Bischof von Brügge VanGheluwe und den ebenfalls pädophilen westflämischen Priester Tom Flamez, die sehr unfreiwillig "ein monastisches Leben führen" ;-) und natürlich auch an Frau Doris Wagner, wobei sehr unklar ist was bei ihr nun frei- und unfreiwillig war.
Aber jetzt im Ernst: die FSSPX führt ihre Seminarien, Häuser, Schulen und Altenheimen vorbildlich und mit sehr viel Stil.
Ich gratuliere SE Bischof Huonder zu seiner Entscheidung und zu seinem Mut.
Porta patet- magis cor.


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 edih 21. Mai 2019 
 

@benedetto 50

Was verstehen Sie unter "eine von Rom genehmigten Pius-Liturgie"?


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 Selene 21. Mai 2019 
 

Lieber Herr Fleischer

geht mir genauso, so lange die Piusbruderschaft nicht offiziell in die volle Gemeinschaft mit der römisch - katholischen Kirche zurückgekehrt ist, bleibe ich auf Distanz.

Anderen würde ich sagen, dass sie nach ihrem Gewissen entscheiden sollen. Beichte und Trauungen bei der Piusbruderschaft werden nach einem Beschluss von Papst Franziskus nach dem hl Jahr anerkannt.


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 Chris2 21. Mai 2019 
 

Die Zeit des "Appeasements"

ist. denke ich, vorbei. Die Kirche hat sich unter dem Banner des Herrn zu positionieren und nicht unter dem des Zeitgeistes (oder gar des Widersachers -
wobei das nicht immer verschiedene sind). Der Status von Pius mag noch ungeklärt sein und so mancher dort nach Jahrzehnten des Kampfes um Glaube und Liturgie auch verhärtet, aber es sind tiefgläubige, glaubenstreue, Katholiken, die (anders als so manche Taifscheinchristen oder Kirchenfunktionäre) das Papsttum und alle Dogmen bejahen. Bischof Huonder könnte sich spirituell kaum eine bessere Gemeinschaft aussuchen, da er dort keine liturgischen oder sonstigen "Experimente" zu befürchten hat. Diesem seinem Zeichen wird widersprochen werden aber es ist gleichzeitig ein klares Bekenntnis zum Glauben und zur "Entkriminalisierung" der Piusbruderschaft.


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 Kanijs 21. Mai 2019 

Ich habe in meinem Kommentar nicht gegen die Petrusbruderschaft geschrieben. Diese ist ja in voller Gemeinschaft mit der katholischen Kirche. Die Petrusbruderschaft ist umgekehrt ein gutes Beispiel für das, was ich gemeint habe.


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 lesa 21. Mai 2019 

Wir können die Entscheidung getrost ihm und der Führung Gottes überlassen

Bischof Huonder hat all die Jahre in aller Ruhe und Ausgeglichenheit ohne je polemisch zu sein, seine Hirtenaufgabe erfüllt: die geoffenbarte Wahrheit verkündet und geschützt.
Ihm dürfen wir zutrauen, dass er auch genau weíß, was er tut. "Wer ständig nach dem Wind sieht, kommt nicht zum Segeln".
Gott möge seinen Schritt segnen und seinen weiteren Weg.


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 benedetto50 21. Mai 2019 
 

Piusbruderschaft

Ich bin einem Freund sehr sehr dankbar, dass er mich missioniert hat für die Petrusbruderschaft, die ja nichts anderes seit 1988 ist als die von Rom genehmigte Pius-Lithurgie. Das ist das wahre Erlebnis in der Kirche. Sicher hat kanijs soweit recht, dass man nur innerhalb der Kirche etwas bewegen kann, aber das hat Levebre schon 1962 erkannt, dass das ein aussichtsloser Kampf gegen Windmühlen ist. Das sieht man an dem derzeitigen Zustand vom Vatikan bis zur kleinsten Kirchengemeinde, wobei es erfreulicherweise sehr gute Ausnahmen gibt. Die Pius- und Petrusbrüder können nur lachen über solche Zustände mit Maria 2.0 in der Weltkirche. Ich sehe es daran sehr deutlich wenn die Kirchen ausserhalb den kirchlichen Festtagen zum Bersten voll sind. Ich fahre auch mal 100 km für eine Messe mit einem sehr guten Priester. Beten wir dringend für gute und standhafte Priester.


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 benedetto50 21. Mai 2019 
 

Kanijs

Normalerweise ist es so wie Sie schreiben, dass man nur innerhalb einer Gemeinschaft was bewegen kann. Aber machen Sie doch die Augen ein bisschen weiter auf was alles schief läuft. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen und ich hoffe und bete dafür, dass sich sowohl die Piusbruderschaft als auch die Petrusbruderschaft eisern hält und


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 Kanijs 21. Mai 2019 

Die Einheit mit der katholischen Kirche ist das absolute Fundament,

auf dem wir stehen müssen.
Der schlechteste rechtmäßige Bischof hat deshalb eine ganz andere Qualität als der beste nicht-rechtmäßige.
Ein wesentliches Grundprinzip in der Kirche ist der Gehorsam gegenüber der Obrigkeit. Man muß hier auch unterscheiden zwischen einem Amt und der Person, die dieses Amt bekleidet. Die Person mag schlecht sein, doch die Autorität des Amtes bleibt.
Wieviele Heilige haben unter oft wirklich unsinnigen Forderungen und schikanösem Verhalten ihrer Ordensoberen gelitten und haben sich dem im bewußten Gehorsam gebeugt.
Das oft wirklich sehr Mangelhafte und Schlechte in der katholischen Kirche muß INNERHALB von ihr ausgehalten und sehr wohl auch bekämpft werden.
Das zieht Gnaden vom Himmel herab.


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 Fides Mariae 21. Mai 2019 
 

Von Anerkennung der Piusbruderschaft...

... will ich gar nicht reden, mir würde es schon genügen, wenn die Petrusbruderschaft mal ordentlich angenommen werden würde. Z.B. wenn die beiden Riten in Wigratzbad zusammenarbeiten würden und z.B.einen gemeinsamen Gottesdienstplan veröffentlichen würden. Das ist ja Apartheid, was dort läuft.


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 Stanley 21. Mai 2019 
 

Wortlaut des geinsamen Kommuniques

Am heutigen Montag, dem 20. Mai 2019, hat Papst Franziskus Bischof Vitus HUONDER von seinem Amt als Bischof der Diözese Chur entbunden und einen Diözesanadministrator eingesetzt bis zur Wahl eines Nachfolgers auf dem Churer Bischofsstuhl.

Entsprechend seinem schon länger geäusserten Wunsch zieht sich Bischof Huonder in ein Haus der Priesterbruderschaft St. Pius X. zurück. Absicht und Zweck dieses Schrittes bestehen allein darin, sich dem Gebet und dem Schweigen zu widmen, ausschliesslich die traditionelle Messe zu feiern und für die Tradition zu wirken, worin er das einzige Mittel zur Erneuerung der Kirche erkennt.

Die Priesterbruderschaft St. Pius X. würdigt die mutige Entscheidung von Bischof Huonder und freut sich, ihm den geistlichen und priesterlichen Rahmen anbieten zu können, den er sich so sehr wünscht. Mögen andere diesem Beispiel folgen, um "alles in Christus zu erneuern".
Anscheinend will der Bischof emeritus von Chur Vitus HUONDER freiwillig ein monastisches Leben führen.


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 Ad Verbum Tuum 21. Mai 2019 

@Eliah

lesen Sie bitte aufmerksam was ich wirklich geschrieben habe: "So werden es die "Progressiven" zu ihrem Vorteil zu nutzen wissen ..."
Ich werfe Bf Huonder persönlich garantiert gar nichts vor.
Es geht mir darum, dass es für diejenigen die ihn sowieso schon loshaben wollten, sich nun noch leichter rechtfertigen lässt.


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 Kostadinov 21. Mai 2019 

Das Dilemma beim Thema Piusbruderschaft...

...und da vermisse ich fast schon die leidenschaftlichen Kommentare von Msgr. Schlegl - was ist für den Glauben (auch wenn man Kinder hat) gefährlicher? Die unerlaubt geweihten Pius-Bischöfe? Oder die korrekt geweihten Ackermann, Overbeck, Bode mit ihren zeitgeistigen Ansichten etc.?
Im Bistum Regensburg könnte man sich entspannt zurücklehnen und sich hinter Bischof Voderholzer verstecken - an anderen Orten ist es nicht so einfach und man muss abwägen.
Mir wäre auch wohler, wenn Rom z.B. der FSSP einen eigenen Bischof geben würde. Oder auch der Personalpfarrei in Zürich eine eigene Kirche. So entsteht immer der Eindruck, man wolle sich die Option offen halten, bei Bedarf einfach den Stecker ziehen zu können. Und deshalb bin ich froh, dass es die "Drohkulisse" FSSPX gibt...


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 Eliah 21. Mai 2019 
 

@Ad Verbum Tuum

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass Bischof Vitus Huonder jemals irgendetwas gesagt oder getan hätte, das ihn "innerlich außerhalb der Kirche" gestellt hätte. Nennen Sie mir doch bitte ein paar Beispiele für Ihre Vermutung.


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 Wunderer 21. Mai 2019 
 

Bei der Piusbruderschaft

ist nicht alles Gold was glänzt.
Das wird der ehrwürdige Bischof Huonder womöglich auch so sehen. Wenn er aber dennoch diesen Schritt macht, dann muß er seine guten Gründe dafür haben.
Die Anpassung an weltliches Denken ist doch in der Kirche inzwischen soweit gediehen, daß man sich vor Gott und seinem Gewissen entscheiden muß. Es geht m.Er. in der jetzigen Lage der Kirche um Grundsätzliches und da sind die bestehenden Differenzen mit der Piusbruderschaft wahrscheinlich sehr viel geringer als das Gemeinsame im Glauben und den Glaubenslehren. Das gesagt, heißt für mich nicht, daß die Mitglieder der Piusbruderschaft bessere Christen sind oder besser über die Glaubenslehren Bescheid wüßten und entsprechend leben.
Aber grundsätzlich ist die Piusbruderschaft m.Er. auf guten Wegen. Den Kindern und Jugendlichen wird da tatsächlich der richtige und gute Glauben vermittelt. Das unterscheidet sich von der allgemeinen Kirche, wo Kinder doch nach der Erstkommunion die Kirche kaum noch sehen.


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 Ad Verbum Tuum 21. Mai 2019 

Ich bin kein Experte,

was den theologisch/kirchenrechtlichen Status angeht, dennoch - oder deshalb möchte ich aus meiner Sicht kommentieren, wie es bei mir wirkt/ankommt.
Mir geht es sehr ähnlich wie @Fleischer, auch wenn Bf Huonder nur dort wohnt, ist es ein sehr erklärungsbedürftiges Zeichen. Die Petrus-Bruderschaft wäre eine eindeutige Botschaft gewesen - so aber stellt er m.E. auch seine vergangenen Jahre infrage und macht sie leicht relativierbar/angreifbar, da er ja eh' "sektiererisch" war, innerlich außerhalb der Kirche stand.
So werden es die "Progressiven" zu ihrem Vorteil zu nutzen wissen ...


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 Stefan Fleischer 21. Mai 2019 

Nun jubeln die Zürcher Refomkatholiken

In unserer Zeitung wird der Rückzug von Bischof Huonder in ein Haus der Petrusbruderschaft (noch?) mit keinem Wort erwähnt. Dafür wird unter dem Titel: "Papst will Zäsur im Bistum Chur" vom Jubel des Reformkatholiken in Zürich berichtet, welche im Entscheid des Papstes die Erfüllung ihrer Forderung nach einem "dialogfähigen" Administrator sehen. Für mich eine verräterische Sprache ist es dann, wenn diese Kreise von einer Kirche träumen, die den Menschen dient. Dass in einer solchen Kirche der Gottesdienst immer mehr zum Etikettenschwindel wird, das glaube ich schon seit längerem beobachten zu können.
Für mich ist diese Lösung eine sicher sehr gut gemeinte pastorale Massnahme mit noch nicht absehbaren Folgen. Die Möglichkeit, dass sie nur den Ungehorsam auf allen Seiten fördert, ist m.E. nicht ganz auszuschliessen.


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 Diadochus 21. Mai 2019 
 

Innerer Frieden

Ich freue mich für Bischof Vitus Huonder. Er hat sicherlich einen inneren Zwiespalt gehabt, ausgefochten, und jetzt seinen inneren Frieden gefunden. Er hat sicherlich um die Wahrheit gerungen und schließlich erkannt, dass die Kirche nur mit der würdigen traditionellen Feier der HL. Messe erneuert werden kann. Es gehört zu unserer Bestimmung, die wir hier in der Verbannung verweilen müssen, der Göttlichen Majestät ein würdiges Opfer in Jesus Christus darzubringen, ein Opfer, das Ihm wohlgefällt. Ich wünsche Bischof Huonder noch eine erfüllte Zeit. Die Grabenkämpfe finde ich übrigens etwas kleinkariert. Es geht um das Opfer. Ich bin Bischof Lefebrve unendlich dankbar für seinen Einsatz für die lateinische Hl. Messe, für die Bewahrung dieses kostbaren Schatzes. Es würde diesen sonst nicht mehr geben.


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 doda 21. Mai 2019 

Bedeutung

Dass sich der eremitierte Bischof Huonder in ein Haus der Piusbruderschaft zurückzieht, muss nicht bedeuten, dass er der Piusbruderschaft beitritt.


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 Chris2 21. Mai 2019 
 

Seit meiner Jugendzeit

und einem Erzbischof Johannes Dyba habe ich Bischöfe nicht mehr so viele klare Zeichen setzen sehen wie in den letzten Monaten. Die Zeiten inner- wie außerkirchlicher Angriffe gegen die Kirche Christi und gegen den Glauben bringt offensichtlich auch Bekennermut hervor.


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 benedetto50 20. Mai 2019 
 

Ein Fels in der Brandung geht in Sicherheit

Herzlichen Glückwunsch und alles Gute ehrwürdiger Bischof Huonder.
Solche Geistliche bräuchte die Welt mehr, die sich nicht verbiegen lassen und ihre Berufung in Gottes Sinne leben. Ich bin seit einiger Zeit treuer Anhänger der Petrusbruderschaft, die sich in der praktizierenden lithurgischen Messe nicht groß unterscheiden. Für mich sind die Pius- und Petrusbruderschaft die einzige Hoffnung was Kirche angeht. Die normale Kirche mit ihren superschlauen Theologen ist zum Scheitern verurteilt. Heute muss oft ein Pfarrer mehrere Pfarreien betreuen und sich mit vielen Pfarrgemeinderäten sowie weiteren Personen rumärgern Marke „Maria2.0“ Leider.


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 Ehrmann 20. Mai 2019 

@Stefan Fleischer - zu Ihrem Erklärungsnotstand

"sich in ihr Haus zurückziehen" bedeutet doch nicht, der Bruderschaft beizutreten? Auch denke ich nicht, daß auf diese Weise ein römisch-kath. Bischof der Bruderschaft zur Verfügung steht - gültig geweihte und durch den Gnadenakt von Papst Benedikt (damals noch nicht emeritiert!) auch nicht mehr exkommuniziert könnten auch die "eigenen" Bischöfe weihen, würden sie sich vorher Rom unterwerfen - und ohne Auftrag Roms dürfte auch Huonder nicht weihen, ohne seine Exkommunikation herbeitzuführen.


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 Ehrmann 20. Mai 2019 

Petrus- und Piusbruderschaft

Die Piusbruderschaft (nach Pius X.) distanzierte sich unter Bischof Lefebre von Rom bei (obligater?!) Einführung der neuen Liturgie durch Beibehaltung der alten, was aber anscheinend nur als Ungehorsam, noch nicht als Grund für eine Exkommunikation gewertet wurde; diese trat erst ein, als als Lefebre unerlaubt, aber nicht ungültig nicht nur Priester (wie bis dahin),sondern auch Bischöfe (unter ihnen Williamson) ohne Zustimmung des Papstes weihte. Damals trennte sich ein Teil der Priester von Lefebre und unterstellte sich als Petrusbruderschaft dem Hl Stuhl mit der Erlaubnis, die alte (tridentinische)Liturgie beizubehalten. Papst Benedikt hob dann später die Exkommunikation der Bischöfe der Piusbruderschaft auf, was aber keine volle Wiedervereinigung bedeutete - meines Wissens Sakramentengemeinschaft nur in extremis.
Bischof Huonder dürfte jetzt von Rom als Hoffnungsträger für die Fortsetzung der Gespräche in Richtung Wiedervereinigung gesehen werden.


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 Kostadinov 20. Mai 2019 

Weltlich argumentiert...

also spieltheoretisch, nicht theologisch, ist die Piusbruderschaft mit ihrem unklaren rechtlichen Status die Lebensversicherung für alle anderen in voller Einheit stehenden altrituellen Gemeinschaften. Wenn der neue Bischof von Chur, was der Herr verhüten vermöge, z.b. die Personalpfarreien der Petrusbrüder platt machen würde, dann gingen deren Kunden wohl nicht in die pseudoprotestantischen Quartierpfarreien zurück, sondern eben zur trid. Messe der Piusbrüder


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 Stefan Fleischer 20. Mai 2019 

@ Selene

Herzlichen Dank für Ihre Präzisierungen. Das war mir aber so bekannt. Mein Problem ist; "wie sag ich’s meinem Kinde?"
Ich persönlich habe nicht im Sinn meine distanzierte Haltung gegenüber der Piusbruderschaft aufzugeben, solange die Differenzen mit Rom nicht beigelegt sind. Ist das falsch? Und was sage ich jemanden, der mir nun erklärt: «Wenn Bischof Huonder sich dieser Bruderschaft anschliessen darf, so darf ich das nun doch auch, oder?»


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 Kostadinov 20. Mai 2019 

@Stefan Fleischer - da hab ich ein ganz andres Problem

was bei mir in der Zürcher Quartierspfarrei abgeht, würde in meiner bayrischen Heimat noch nicht einmal als protestantisch durchgehen. Den Piusbrüdern kann man zurecht die unerlaubten Bischofsweihen vorwerfen, aber dann wird's schon schwierig. Interkommunion, auch für WvG, Homo-Segnungen etc kann man ihnen wohl nicht vorwerfen, das übernehmen gerne die kirchensteuerfinanzierten Gremienzirkel. Und gewisse Konzilstexte muss man hinterfragen dürfen, immerhin ist die Kirche danach in Westeuropa förmlich implodiert. Und nö, ich gehe nicht zu FSSPX, bei mir tut's auch ein X weniger


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 ora et labora 20. Mai 2019 
 

@Stefan Fleischer

Ja sie haben Unrecht getan. Das macht uns Menschen aus, wir sind alle Fehlerhaft. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Bischof Huonder. Studieren Sie die Bücher der FSSPX und dann würde ich gerne Ihre Meinung hören. Übrigens ohne FSSPX würde keine lat. Messe mehr sein, die ewig gültig ist. Die Dimension dieses notwendigen Widerstandes und der Beharrlichkeit in der Treue zur Tradition wird erst später von den Menschen erkannt werden.


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 Wunderer 20. Mai 2019 
 

Bischof Huonder hat sich entschieden

und es ist m.Er. eine aufsehenerregende Entscheidung. Dieser Schritt hat für mich eine sehr positive Signalwirkung.


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 Selene 20. Mai 2019 
 

@ Stefan Fleischer

meines Wissens nach ist die Trennung der Piusbruderschaft "von Rom" offiziell noch nicht beendet.Man hört aber schon länger nichts mehr darüber.

Die Petrusbruderschaft war von Anfang an nie von Rom getrennt.


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 Der Gärtner 20. Mai 2019 

Das der Vorgang auch von Rom schon vor einigen Wochen angekündigt wurde, darf ich wohl das Einverständnis, ja sogar einen gewissen Auftrag des Papstes voraussetzen. Damit hat die Bruderschaft einen vollwertigen und in Rom völlig unumstrittenen Bischof. Dieser wird sicher so klug sein, sich eventuelle Weihekandidaten vom Vatikan genehmigen zu lassen. Dies wäre ein großer Schritt in Richtung Normalisierung der Beziehungen. Sehr klug von allen Beteiligten.


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 siebenschlaefer 20. Mai 2019 
 

Das ist ein Grund zu ganz großer Freude - Dank an alle Beteiligten und Vergelt's Gott!


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 Stefan Fleischer 20. Mai 2019 

Ehrlich gesagt, ich habe ein Problem.

Ich habe immer geglaubt, die Petrusbruderschaft stünde – im Gegensatz zur Petrusbruderschaft und anderen traditionellen Gemeinschaften - nicht in voller Einheit mit unserer einen, heiligen, katholische und apostolischen Kirche. Diese Erklärung tönt in meinen Ohren nun so, als wären die - meines Wissens immer noch bestehenden - Differenzen reiner dogmatischer Rigorismus, also nicht von Belang. Habe ich in all den Jahren der Piusbruderschaft Unrecht getan, in Gedanken, manchmal auch in Worten?


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 nazareth 20. Mai 2019 
 

Obwohl es ein radikaler Schritt ist, versteht man die Sehnsucht eines treuen Bischifs nach so vielen Jahren mainstream und Zeitgeist. Jetzt darf er endlich selbst bestimmen. Gott möge ihm alles vergelten an Wirken, Mut, Treue und Standhalten. Und sein Gebet möge uns allen Gnade zuströmen lassen! Ich denke, er ist ein sehr guter Fürsprecher im ausharrenden Gebet!


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 freya 20. Mai 2019 
 

Bischof Huonder hat' s kapiert - mögen es ihm viele Hirten gleichtun:

"In der Feier der traditionellen Messe und dem Wirken für die Tradition" erkennt er das e i n z i g e Mittel zur ERNEUERUNG der KIRCHE!

Sende aus Deinen Geist - und alles wird neu geschaffen - und Du wirst das Angesicht der Erde erneuern!


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 Herbstlicht 20. Mai 2019 
 

@Stanley

Ich bin ganz Ihrer Meinung, doch Bischof Huonder wird u.U. damit rechnen müssen, mit Spott konfrontiert zu werden.
Er ist denkbar, dass er mit seiner Entscheidung bei "modernen" Christen auf Unverständnis stoßen wird.
Doch wird es Altbischof Huonder sicher gelingen, damit angemessen umzugehen und sich nicht verunsichern zu lassen.


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 Herbstlicht 20. Mai 2019 
 

Diese Nachricht erfüllt mich mit großer Freude,

da ich doch selbst des öfteren die Hl. Messe der Bruderschaft besuche.
Vielleicht gelingt es dem nun emeritierten Bischof Vitus Huonder, zum Bindeglied zwischen katholischer Kirche und der FSSPX zu werden und Gutes zu bewirken.
Es wäre ihm, der Bruderschaft und auch uns und unserer geliebten Kirche zu wünschen.
Die Bruderschaft könnte ihr und uns das wiedergeben, was immer mehr abhanden zu kommen scheint, nämlich: Spiritueller Tiefgang und tiefer Glaube.

Möge sich Vitus Huonder im Kreise der Piusbruderschaft zukünftig geborgen und gut aufgehoben fühlen.


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 Stanley 20. Mai 2019 
 

Jetzt wächst zusammen, was zusammen gehört

Beten wir um weitere derartige Zugänge und für ein wiederaufblühen der katholischen Tradition.


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