Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisi
  2. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  3. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  4. Tantum ergo Sacramentum
  5. Kardinal Burke: Sexuelle Unmoral heute erinnert an Sodom und Gomorrha
  6. Kardinal Müller: „Muslime respektieren kein schwaches Christentum, das sich des Kreuzes schämt“
  7. Eine vergiftete Unterstützungserklärung
  8. Während Messfeier mit Erstklässlern: Bengalisches Feuer in katholische Kirche geworfen
  9. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  10. ‚Das Exil von Pater Edmund‘
  11. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  12. Spannungen hinter den Kulissen: Papst lehnt gemeinsamen Auftritt mit Macron in Notre-Dame ab!
  13. 'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'
  14. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  15. Die katholischen Bischöfe übernehmen die Schirmherrschaft zum Marsch für das Leben/Slowakei

Anklage nach Attentat auf Kloster Tabgha - Abtei äußert Skepsis

30. Juli 2015 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Israel: Sechs Wochen nach dem Brand des deutschen Benediktinerklosters Tabgha am See Genezareth hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch Anklage gegen zwei Verdächtige erhoben.


Jerusalem (kath.net/KNA) Sechs Wochen nach dem Brand des deutschen Benediktinerklosters Tabgha am See Genezareth hat die Staatsanwaltschaft am Mittwoch Anklage gegen zwei Verdächtige erhoben. Laut Regierungsangaben in Jerusalem handelt es sich um zwei junge Männer, die einer extremistischen Gruppe innerhalb der jüdischen Siedlerbewegung angehören. Einer der beiden steht im Verdacht, auch an einem Brandanschlag auf die deutsche Dormitio-Abtei in Jerusalem beteiligt gewesen zu sein.

Durch das Feuer in Tabgha am 18. Juni war der Südflügel des erst 2012 fertiggestellten Klosters weitgehend zerstört worden. Der Schaden geht nach Ordensangaben in die Millionen. Ein Mönch und eine Freiwillige erlitten leichte Rauchvergiftungen.

Wie das Regierungspresseamt mitteilte, dauern behördliche Ermittlungen gegen drei weitere, teils minderjährige Verdächtige an. Alle fünf sind den Angaben zufolge in der Siedlerbewegung aktiv. Vier von ihnen besitzen Aufenthaltsverbote für Judäa und Samaria wegen mutmaßlicher Übergriffe gegen Palästinenser.


Die jüdisch-extremistische Gruppe operiert laut dem Presseamt seit 2013 und zielt vor allem auf christliche Einrichtungen. Unter anderem versuchten die Aktivisten demnach im Mai 2014 vergeblich eine Störung des Papstbesuchs. Zuvor unternahmen sie im April 2014 ein Attentat auf das Kloster Deir Rafat westlich von Jerusalem. Ferner werden ihnen Brandanschläge auf Palästinenser-Häuser in Judäa zur Last gelegt.

Der im nordisraelischen Safed residierende ideologische Kopf der Gruppe hatte im Mai in seinem Internet-Blog zu Gewalt gegen Christen aufgerufen. Nur jene dürften sich Juden nennen, die «Götzendienst ablehnen, gegen das Christentum kämpfen und die Kirchen aus dem Heiligen Land zu beseitigen versuchen», zitiert die Regierungsmitteilung aus der Botschaft. Bereits am 17. April habe die Polizei einen Brandanschlag vereitelt.

Ein Sprecher der Benediktiner in Jerusalem äußerte «Skepsis» über die Ermittlungen. Er verwies auf Unstimmigkeiten in der Pressemitteilung. So wird der Brand in der Dormitio-Abtei auf Februar 2015 datiert; tatsächlich fand der Anschlag im Mai 2014 statt. Zu der geplanten Störung der Papstreise 2014 heißt es, die Aktion habe Benedikt XVI. (2005-2013) gegolten; hingegen war damals schon Franziskus im Amt.

Klostersprecher Nikodemus Schnabel sprach von einer «nicht zu durchschauenden Informationslage». Es sei zu wünschen, dass die ermittelnden Behörden die direkten Kommunikation mit den Betroffenen suchten.

Bayrischer Rundfunk: Brandanschlag auf Brotvermehrungskirche Tabgha/Israel - Vorgebäude auf die Grundmauern ausgebrannt. Hassgraffiti wurde gefunden


(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.
Foto: © Kirche in Not


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Israel

  1. Jerusalems christliche Schulen in Existenz bedroht
  2. „Fake News über eine Schließung der Grabeskirche oder das Aussetzen von Messfeiern sind falsch“
  3. Deutscher und französischer Außenminister fordern Rücktritt der UN-Sonderberichterstatterin
  4. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  5. Trump macht es möglich! Historischer Nahost-Deal zwischen Israel und Hamas!
  6. Israels Botschaft kritisiert Vatikan-Äußerungen zum 7. Oktober
  7. Vatikan fordert Ende der Spirale aus Hass und Gewalt im Nahen Osten
  8. Christen stehen auf der Seite von Israel!
  9. Geschwister der Gaza-Geiseln: "Wir geben nicht auf"
  10. 'Antisemitisch, verwerflich und völlig lächerlich'







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Robert Bellarmin SJ – De gemitu columbae
  3. DJ "Padre Guilherme" begeistert in Mörbisch 5.000 Jugendliche
  4. Dann sollen sie doch in die Hölle gehen
  5. Präsident der Akademie für das Leben meint: Unvollkommenes Euthanasiegesetz unterstützen
  6. Papst-Tipps an neue Bischöfe: Namen Kennen, Zuhören und Hausbesuche
  7. „Selbst wenn ein paar Omas dazu gedrängt werden – ist das nicht ein Preis, den man zahlen kann?“
  8. 'Gott, hilf mir. Jesus, hilf mir. Seid ihr Jungs bereit? Let’s Roll'
  9. Nigeria: Bischöfe schlagen nach erneuten Massakern Alarm
  10. Erzbischof von Westminster: „Wir beten für eine Neuevangelisierung Englands“
  11. Benedikt XVI. zum Fest Kreuzerhöhung: „Ein unlösliches Band zwischen Kreuz und Auferstehung“
  12. Vergebung kennt keine Grenze
  13. Papst gewährt Mexiko "Heiliges Jahr" zum Guadalupe-Jubiläum
  14. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  15. Hofer: Mit Franziskus gegen "angepasstes Kulturchristentum"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz