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Deutscher Klimaforscher stellt Umweltenzyklika des Papstes vor

11. Juni 2015 in Weltkirche, 25 Lesermeinungen
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Der deutsche Physiker ist Mitglied des Weltklimarates - Es ist das erste Mal, dass ökologische Fragen im Mittelpunkt einer Enzyklika stehen.


Vatikanstadt (kath.net/KNA) Der deutsche Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber (65) stellt am kommenden Donnerstag (18. Juni) die Umweltenzyklika von Papst Franziskus vor. Wie der Vatikan am Mittwoch mitteilte, präsentiert der Direktor und Gründer des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung das päpstliche Lehrschreiben im vatikanischen Presseamt zusammen mit Kardinal Peter Turkson, dem Präsidenten des Päpstlichen Rates für Gerechtigkeit und Frieden, und dem griechisch-orthodoxen Metropoliten von Pergamon, Ioannis Zizioulas. Der Metropolit vertritt den Ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomaios I. Franziskus will mit seiner Enzyklika nach eigenen Angaben auch einen Beitrag zur Weltklimakonferenz leisten, die ab Ende November in Paris stattfindet.


Der im bayerischen Ortenburg geborene Schellnhuber zählt zu den renommiertesten Klimaforschern weltweit. Der Physiker ist unter anderem Co-Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen sowie Mitglied des Weltklimarates. 1992 gründete er das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, das er auch als Direktor leitet. Ende April gehörte Schellnhuber zu den Vortragenden einer Klimaschutzkonferenz, die von der Päpstlichen Akademie der Wissenschaften im Vatikan veranstaltet wurde.

Es ist das erste Mal, dass ökologische Fragen im Mittelpunkt eines solchen Schreibens stehen. Der Titel der Enzyklika lautet «Laudato si»; er ist dem Sonnengesang des heiligen Franz von Assisi entlehnt.

Es handelt sich um die zweite Enzyklika von Franziskus, der im März 2013 zum Papst gewählt wurde. Seine erste Enzyklika mit dem Titel «Lumen fidei» hatte Franziskus im Juni 2013 veröffentlicht. Der größte Teil des Textes stammte allerdings noch von seinem Vorgänger Benedikt XVI. (2005-2013).

Enzykliken sind Rundschreiben des Papstes an die Bischöfe der Weltkirche, die sich an alle Katholiken sowie mittlerweile zumeist an «alle Menschen guten Willens» richten. Sie stellen keine unfehlbaren Lehrentscheidungen dar, besitzen aber für Katholiken eine hohe Verbindlichkeit. Der Name kommt aus dem Griechischen (enkyklios; «im Kreis laufend». Der Titel der Enzyklika besteht aus den ersten zwei oder drei lateinischen Worten des Textes.

Klimaforscher Prof. Hans Joachim Schellnhuber: Ursachen und Folgen des Klimawandels (deutsch. Untertitel


(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


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