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Bosbach: Burka-Verbot weiter prüfen - Kritik an Karlsruhe16. März 2015 in Deutschland, 5 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
CDU-Politiker: «Das Tragen eines Kopftuches ist nicht nur Ausdruck einer privaten religiösen Überzeugung, sondern der bewussten kulturellen Abgrenzung zur christlich-jüdischen Tradition unseres Landes. Eine islamische Tradition haben wir nicht.»
Passau (kath.net/KNA) Wolfgang Bosbach (Foto), Vorsitzender des Innenausschusses im Deutschen Bundestag, hat Zweifel, ob ein Burka-Verbot nach der Aufhebung der generellen Kopftuchverbote durch das Bundesverfassungsgericht durchsetzbar ist. Trotzdem forderte der CDU-Politiker in einem Gespräch mit der «Passauer Neuen Presse» (Samstag), Möglichkeiten für ein solches Verbot des islamischen Ganzkörperschleiers weiter auszuloten. «Wir sollten ernsthaft prüfen, ob wir nicht ein Burka-Verbot für öffentliche Räume staatlicher Stellen anordnen können», so Bosbach. «Wer mit öffentlichen Instanzen zu tun hat, der soll auch sein Gesicht zeigen, damit die Amtsträger wissen, mit wem sie es tun haben.» 
Zum Kopftuch-Urteil aus Karlsruhe sagte der CDU-Innenpolitiker: «Das Tragen eines Kopftuches ist nicht nur Ausdruck einer privaten religiösen Überzeugung, sondern der bewussten kulturellen Abgrenzung zur christlich-jüdischen Tradition unseres Landes. Eine islamische Tradition haben wir nicht.» Durch das Urteil entstehe hohe Rechtsunsicherheit an den Schulen, so Bosbach weiter. «Nach welchen Kriterien soll eine Schule genau feststellen, ob der Schulfrieden gestört ist oder nicht? Reicht es bereits aus, wenn sich einige Schüler oder Eltern dagegen wehren, dass eine Lehrerin mit Kopftuch unterrichten will, oder muss es schon massiven Widerstand geben?» Das sei nach dem Urteil «völlig offen». Das Bundesverfassungsgericht hatte in einer am Freitag bekannt gewordenen Entscheidung ein pauschales Kopftuchverbot für muslimische Lehrerinnen für verfassungswidrig erklärt. (C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten. Foto: (C) CDU/CSU-Fraktion
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Lesermeinungen| | christine.mm 17. März 2015 | | | | Gesichtserkennung @Sehnsucht
Selbstverständlich ist der Priestertalar, ein Ordenshabit Ausdruck der ausschließlichen besonderen Weihe an Gott. Der Laie kann diese besondere Verbundenheit mit Christus, dem Herrn und Gott durch das Tragen eines Kreuzes mit Corpus zum Ausdruck bringen. - Ich spreche hier als ein in Sachen Islam ungebildeter Mensch. Für mich ist die Verhüllung des Hauptes aus religiösen Motiven etwas Bekanntes. Und nachdem dieses Motiv von gläubigen muslimischen Frauen als unverzichtbare Regel vorgebracht wird will ich diese Begründung gelten lassen.
Die Wünsche und/oder Vorstellungen der Männer sind mir ehrlich gesagt zweitrangig. Aber, daß die westlichen Mannsbilder die Frau am liebsten in aller Öffentlichkeit nackt wollen -
d a s soll erstrebenswerter westlicher Freibeitswert sein? Nun, jedem sein plaisir.....
In mir löst eine verhüllte Frau keinerlei Angst und Schrecken aus. Im Gegenteil, in meiner Kindheit ging man mit Kopfbedeckung zur Hl. Messe als Frau. |  0
| | | | | Sehnsucht 17. März 2015 | |  | @Christine.mm Werte @Christine.mm, das "Tragen des muslimischen Frauengewandes" kann man nicht mit einem Ordensgewand vergleichen. Das Ordensgewand kann man, das haben Sie sehr schön ausgedrückt, als sichtbar getragene Gottesbeziehung bezeichnen. Der Schleier der Nonnen weist die Ordensfrau als Braut Christi aus.Ganz anders jedoch sind Hidschab, Al-Amira, Chimar , Tschador, Nikab und Burka zu werten. Oft soll hier erstmal ein politisches Signal gesetzt werden. Vom Islam her gesehen, soll die Schönheit der Frau verborgen werden, die als potentielle Verführerin gesehen wird.Der Jesuit und Islamwissenschaftler P. Samir Khalil Samir SJ beantwortet in seinem Buch "100 Fragen zum Islam " auch die Frage nach der Situation der Frau. Sehr empfehlenswert! Bitte informieren Sie sich umfassender zum Thema Islam !
Dass die "Mode" in Deutschland oft sehr unschön ist, da sind wir absolut gleicher Ansicht. Selber muss man das ja nicht anziehen ! Vorbild werden! :) |  3
| | | | | Suebus 16. März 2015 | | | | @christine.mm Schön und gut, aber in unseren Breiten ist es nun einmal nicht üblich, sein Gesicht nicht zu zeigen. Und es ist auch ein Sicherheitsrisiko oder mach zumindest subjektiv Angst, wenn bis auf die Augenschlitze das Gesicht der Person nicht sehen kann.
Meines Wissens ist sogar in Mekka der Niqab nicht erlaubt - aus Sicherheitsgründen. |  1
| | | | | Rumplhanni 16. März 2015 | | | | Herr Bosbach ist noch einer der nüchternsten Verfechter unserer ethisch-christlichen Werte. Respekt vor seiner Ehrlichkeit, seinem Engagement, Verständnis und seinem Mut. Leider wagen nicht viele, sich hinter ihn zu stellen - denken aber werden viele wie er. Viele von uns sehnen sich auch wieder nach mehr heimatlichem, sicherem Umfeld – vor allem unseren eigenen Kindern wäre es wieder zu wünschen – das Vertraute unserer Gesellschaft wird ihnen genommen. Das schließt Vielfalt/Multikulti nicht aus. Die Gesetze, die unsere humane, friedliche Art zu leben schützen sollten, scheinen oft auf Seiten Fremder zu stehen –sie werden angepasst, statt sie einzufordern. Ohne falsches Entgegenkommen/Aufweichung der Gesetze fände eine hochpolitische Ideologie keine feste Heimat in dieser Demokratie.
Welche Werte die EU mit der angekündigten EU-Armee vertreten will, hätte ich gerne sehr konkret erklärt. Sind es die europäischen? Ich bin mir langsam nicht mehr so sicher.
Ich wünsche ihm – weiterhin Kraft und alles Gute – vor allem auch gesundheitlich! |  4
| | | | | M.Schn-Fl 16. März 2015 | | | | Dank an Wolfgang Bosbach für seine klaren Worte! |  11
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