Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Massiver Anstieg der Kirchenaustritte in Deutschland - Bätzing ist (wieder einmal) 'erschüttert'
  2. US-Höchstgericht hebt Abtreibungsurteil auf - Gewaltiger Sieg für die Pro-Life-Bewegung!
  3. Papst Franziskus: „Deshalb habe ich Traditionis Custodes geschrieben, damit…“
  4. Der Missbrauch, die Medien und Benedikts Vermächtnis
  5. ‚Psychopathologie und das bevorstehende Ende?’ Wie geht es Papst Franziskus?
  6. Deutscher Bundestag schafft Werbeverbot für Abtreibungen ab
  7. Der Erzbischof von Berlin ist rücktrittsreif!
  8. Ein Kirchenaustrittsgrund für 30 %: Kirche biedert sich zu sehr dem Zeitgeist an
  9. Eine evangelische Pfarrerin in der katholischen Messe und die religiöse Bedeutung von Puzzleteilen
  10. DBK bedauert Bundestagsbeschluss, das Abtreibungswerbeverbot aufzuheben
  11. „Das Begründungsmärchen des Synodalen Wegs“
  12. Ein 'völlig verunglückter Antrag' beim Synodalen Weg
  13. Immer weniger junge Leute beim "Deutschen Katholikentag"
  14. "Machtbegrenzung" in der Kirche
  15. Münsteraner Bischof Genn beurlaubt Dompropst und Offizial Schulte

Islamforscher kritisiert Theologie der Gewalt bei Muslimen

4. Februar 2015 in Chronik, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Wiener islamische Religionspädagoge Ednan Aslan wirft muslimischen Gelehrten und Organisationen in Deutschland vor, eine «Theologie der Gewalt» zu lehren.


Bonn/Münster (kath.net/KNA) Der Wiener islamische Religionspädagoge Ednan Aslan wirft muslimischen Gelehrten und Organisationen in Deutschland vor, eine «Theologie der Gewalt» zu lehren. Das Predigen tradierter islamischer Rechtsvorschriften sei direkt verantwortlich für Terroranschläge, sagte er dem Bonner «General-Anzeiger» (Mittwoch).

«Es ist höchste Zeit, dass sich muslimische Theologen kritisch mit ihrer eigenen Lehre auseinandersetzen», fügte er hinzu. Gewalt und Terror hätten «sehr wohl etwas mit dem Mainstream-Islam zu tun». In den Vorschriften der vier prägenden Rechtsschulen, von den Sunniten bis zu den Schiiten, heiße es, man müsse jene töten, die Gott und seinen Gesandten beleidigen. «Die Tötung von Homosexuellen wird in jedem Rechtsgrundwerk des Islams gefordert.»

Ausdrücklich lobte Aslan das deutsche Modell, Imame im Inland auszubilden, um der Rekrutierung ausländischer Gelehrter entgegenzuwirken. Eine moderne Prägung des Islam könne nur im deutschsprachigen Raum etabliert werden - oder gar nicht, sagte der Islamwissenschaftler.

Pessimistisch zeigte sich der Religionspädagoge mit Blick auf die Rolle der Türkei. «Ich beobachte eine Salafisierung, eine Rückwärtsbewegung vieler türkisch-islamischer Fakultäten», sagte er. Selbst an renommierten Universitäten wie Oxford, Cambridge und Harvard werde die Islamwissenschaft großzügig von den Golfstaaten finanziert - «da haben die Kollegen keine Chance, etwas gegen die Lehre der Gewalt zu unternehmen».

Unterdessen forderte auch der Münsteraner katholische Kirchenhistoriker Arnold Angenendt von muslimischen Theologen eine Veränderung der Lehre. «Diejenigen, die behaupten, dass der Islam friedliebend und demokratiefähig ist, auch die Menschenrechte zu achten vermöge, müssen dies beweisen und eine entsprechende Lehre auch durchsetzen», sagte er im Gespräch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) in Münster.

Der Islam stehe der Gewalt viel näher als das Christentum, so Angenendt. «Man denke nur an die unterschiedliche Definition von Märtyrertum: Als Christ darf man das Martyrium nicht anstreben; es geschieht als Wiederfahrnis beim Einsatz für den Glauben und die Armen. Der Islam versteht das Martyrium sozusagen als Schleudersitz ins Paradies, mit all den dort versprochenen Belohnungen, sogar sexueller Art.»

«Das Christentum hat vielfach versagt, ohne Zweifel», räumte der Kirchenhistoriker mit Blick auf Kreuzzüge, Ketzerverbrennungen und gewaltsame Missionierung ein. «Aber es hat eine Jahrhunderte alte Friedenslehre und -praxis aufzuweisen.» Auf die habe es in der Geschichte immer wieder zurückgegriffen und müsse es auch heute tun, unterstrich der Wissenschaftler.

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Prophylaxe 4. Februar 2015 
 

Gewalt ???

Wir sind doch bunt statt braun...
Wir sind die Gute und
Wir setzen ein Zeichen


2
 
 HX7 4. Februar 2015 
 

Bibel vs Koran

In der Bibel ist im Laufe der Geschichte deutlich die Gewaltüberwindung zu erkennen. Beginnend im AT gibt es immer wieder das Leuchten der Liebe Gottes. Im Pentateuch sind die Grundlagen und Ursprünge der Nächsten- und Feindesliebe enthalten. Gottes Offenbarung wird am deutlichsten im NT erkennbar. Die Ethik, welche Jesus lehrt ist unvergleichlich und einzigartig - Gott ist Liebe. Beim Lesen der Bibel wird das deutlich. Im Koran ist ein relativ friedlicher Beginn, der zunehmend in Gewalt und Hass gipfelt. Hass und Ausgrenzung ist es am Ende grundsätzlich ggü. Nichtmuslime. Soll die Lösung dann ein kommentierter Koran sein, in dem sinngemäß bei jeder Hassstelle steht: So machen wir es heute nicht, auch wenn es Mohammed vormachte und Allah befahl. Die "konservativen" Schulen im Islam betrachten das zu Recht als einen Bruch mit der Offenbarung und der bisher gelebten Tradition. Alle Menschen sind gleich viel wert und von Gott geliebt. Das System Islam tut den Menschen aber nichts Gutes!


8
 
 kmh 4. Februar 2015 
 

Also ich denke schon,

dass die antuellen Ereignisse noch einmal ein ganz anderes Licht auf die Kreuzzüge und ihre Intention werfen und evtl. auch darauf, wie sie sich in manchen Dingen entwickelt haben. Ich würde sogar soweit gehen zu sagen, dass wir dringend Kreuzzüge brauchen - im besten Sinne und nicht unbedingt im Sinne der Gewalt - um unser Leben, unsere Freiheit und all unsere von Gott gegebenen Rechte zu schützen und zu verteidigen.


5
 
 hofi 4. Februar 2015 

Ja, mei.................

Leider sind das alles keine neuen Erkenntnisse! Vierzig Jahre lang habe ich mich mit Gottes Hilfe abgemüht, Licht ins Dunkel zu bringen - offenbar ergebnislos, wäre da nicht die immer gültige Zusage Jesu Christi und seiner hl. Kirche.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Mit Muslimen beten?
  2. Christinnen weltweit bevorzugtes Ziel von Islamisten
  3. Irak: Kirche würdigt muslimische Rettungsaktion von Christinnen
  4. 'Der Islam hatte vom ersten Tag an sehr starke antisemitische Aspekte'
  5. Bilder von Frauen in Moschee aufgehängt, um sie zu denunzieren
  6. Umgang mit Säkularismus: "Islam könnte von Kirche viel lernen"
  7. Hochrangige Muslime erheben Anspruch auf Kathedrale von Cordoba
  8. „Wurzeln und Identität der Christen werden verwischt“
  9. Muslimische Theologen gegen Umwidmung der Hagia Sophia
  10. Baden-Württemberg verbietet Gesichtsschleier in der Schule







Top-15

meist-gelesen

  1. JETZT ANMELDEN! kath.net-Leserreise nach Fatima und auf die Azoren - Oktober 22
  2. Massiver Anstieg der Kirchenaustritte in Deutschland - Bätzing ist (wieder einmal) 'erschüttert'
  3. Der Missbrauch, die Medien und Benedikts Vermächtnis
  4. Der Erzbischof von Berlin ist rücktrittsreif!
  5. US-Höchstgericht hebt Abtreibungsurteil auf - Gewaltiger Sieg für die Pro-Life-Bewegung!
  6. ‚Psychopathologie und das bevorstehende Ende?’ Wie geht es Papst Franziskus?
  7. Papst Franziskus: „Deshalb habe ich Traditionis Custodes geschrieben, damit…“
  8. Münsteraner Bischof Genn beurlaubt Dompropst und Offizial Schulte
  9. Ein Kirchenaustrittsgrund für 30 %: Kirche biedert sich zu sehr dem Zeitgeist an
  10. Eine evangelische Pfarrerin in der katholischen Messe und die religiöse Bedeutung von Puzzleteilen
  11. "Gestern war ich Erzbischof, heute bin ich Kaplan"
  12. Ein Zeichen Gottes? - 'Kriegs-Patriarch' Kirill auf Weihwasser ausgerutscht
  13. Ein 'völlig verunglückter Antrag' beim Synodalen Weg
  14. „Das Begründungsmärchen des Synodalen Wegs“
  15. Diese Unsicherheiten aus den eigenen Reihen

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz