Login




oder neu registrieren?



Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Tohuwabohu im Bistum Chur: Liturgiemissbrauch und Messsimulationen durch Gemeindeleiterin
  2. Salzburger Erzbischof Lackner verteidigt Jungfrauenweihe im Dom
  3. Maria 1.0 schreibt offenen Brief an DBK-Vorsitzenden Bischof Bätzing
  4. Papst Franziskus empfängt zum vierten Mal Transsexuelle
  5. 'Weihe ist Signal gegen die Gottvergessenheit'
  6. Georgia ermöglicht steuerliche Begünstigungen für ungeborene Kinder
  7. Potsdam: Vergünstigte Sondertarife für Katholiken und Protestanten bei Strom und Gas
  8. Theologe: Christen sollten sich bei Kommentaren in den Sozialen Medien zurückzuhalten
  9. Maria 1.0: „Schreiben aus dem Sekretariat der Bischofskonferenz beantwortet „Offenen Brief“ NICHT
  10. US-Theologe kritisiert jüngste Buchveröffentlichung der Päpstlichen Akademie für das Leben
  11. FAZ: „Die Sprachgemeinschaft erziehen zu wollen ist eine Anmaßung der öffentlich-rechtlichen Sender“
  12. Das Feuer der Liebe Gottes
  13. Nein, Doch, Oooooh!
  14. Deutsche Ärzte wehren sich gegen mögliche Maskenpflicht in Schulen ab Oktober
  15. 'Aussetzen der Kirchenbeiträge wäre ein Zeichen aktiver christlicher Nächstenliebe'

Staatsrechtler Isensee kritisiert «Koalition der Anständigen»

23. Jänner 2015 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Juraprofessor: Staat habe sich mit dem Verbot der Dresdner Pegida-Demonstration «blamiert und delegitimiert» - Auch «die Schmuddelkinder der Nation» hätten Anteil an der Meinungsfreiheit


Frankfurt (kath.net/KNA) Der Staatsrechtler Josef Isensee kritisiert eine «Koalition der Anständigen», die sich nach dem Anschlag auf die Pariser Redaktion des Satiremagazins «Charlie Hebdo» gebildet habe. «Organisierte und spontane Öffentlichkeit» würden sich im Protest gegen den Terror und für die Meinungsfreiheit zusammentun und dabei «die 'rechte' Szene aus der offenen Gesellschaft» ausschließen, schreibt Isensee in einem Gastbeitrag in der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» (Donnerstag).

Auch «die Schmuddelkinder der Nation» hätten jedoch Anteil an der Meinungsfreiheit, so der Bonner Juraprofessor. Dieses Recht unterscheide nicht danach, ob Meinungen «gut oder böse, klug oder dumm, verantwortungsbewusst oder verantwortungslos, integrationsförderlich und -schädlich» seien. «Hätte ein ähnlich durchgeführtes Attentat das Organisationskomitee von Pegida hinweggerafft, so würde die 'Koalition der Anständigen' rechtsstaatskonform die Mordtat verurteilen und eine etwaige politische Erleichterung klammheimlich für sich behalten, aber von Protestdemonstrationen absehen», schreibt Isensee weiter.

Zugleich appellierte der Staatsrechtler an die muslimischen Zuwanderer, ihre Religion in die westliche Gesellschaft zu integrieren. Die Gesellschaft solle ihnen diese Aufgabe «nicht schwerer machen, als sie schon ist. Sie täte auch gut daran, die Muslime nicht in der Lebenslüge zu bestätigen, dass zwischen Islam und Islamismus keinerlei Zusammenhang besteht».

Zudem habe sich der Staat mit dem Verbot der Dresdner Demonstration der anti-islamischen Pegida-Bewegung am vergangenen Montag «blamiert und delegitimiert». Wenn die Sicherheit von Demonstranten wegen Personalmangel nicht gewährleistet werden könne, «klingen die Toleranzparolen der politischen Moralhüter und der publizistischen Islamversteher zuweilen weltfern und blechern», so Isensee.

Die Opfer der Anschläge von Paris seien «Opfer eines Verbrechens», schreibt der Staatsrechtler weiter. Derartige Verbrechen seien illegitim, selbst dann, «wenn eine Religion auf das widerlichste geschmäht und mit einem Kübel von Schmutz und Verachtung überschüttet wird, wie es hierzulande das Christentum immer wieder erlebt». Wer an der Freiheit teilhabe, müsse die «Zumutungen der praktizierten Freiheit des anderen ertragen».

(C) 2015 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Chris2 24. Jänner 2015 
 

Hervorragender Beitrag

Danke für den hervorragenden Kommentar. Leider hört man solch klare Worte fast nur noch von alten SPD-Granden (z.B. Klaus v. Dohnany über den "Fall" Sarrazin). Die völlig einseitige Berichterstattung in den Mainstream-Medien ist jedenfalls ein Skandal: Abstruse Zahlen zu beiden Seiten, verschweigen der äüßeren Gründe für niedrige Teilnehmerzahlen (blockierte Zugangswege, Spießrutenläufe, Attentate auf Zugstrecken...), ganz zu schweigen von Angst vor Ächtung, Jobverlust oder gar Verletzungen. Und kaum ein Wort über die Krawalle vieler "Gegendemonstranten" von Antifa und anderer "staatstragender" Gruppen selbst in angeblichen "Augenzeugenberichten" (infernalischer Lärm, Flaschenwürfe, Durchbruchsversuche...). A propos "Faschisten": Im Pegida-Logo wird das bekannte rechte Symbol als erstes im Papierkorb versenkt, gemerkt? Man sollte einmal bei einer "PC"-Veranstaltung eine Gegendemo am gleichen Ort anmelden und dann das Gleiche tun. Unschwer auszumalen, was dann geschrieben würde...


3
 
 satcitananda 23. Jänner 2015 
 

Abwürgen der Demonstrationsfreiheit bei Nichtlinken

Es fällt mir auf, dass Pegida - Gegner derartigen Krawall machen, dass diese ihrer Demonstrationsfreiheit beraubt werden, und in der gleichgeschalteten Presse heißt es danach: "Es" kam zu Krawallen.


6
 
 Cremarius 23. Jänner 2015 

Wahre Worte!

Herr Professor Isensee (Jahrgang 1937) ist mittlerweile jedoch bereits 78 Jahre alt, es steht leider zu befürchten, dass er einer aussterbenden Art zuzurechnen sei.
Als das Bundesverfassungsgericht seinerzeit entschied, Kreuze müssten aus öffentlichen Gebäuden entfernt werden, war er es, der einen geharnischten Artikel mit dem Titel: "Bildersturm durch Grundrechtsinterpretation" verfasste.
Wo gibt es sie noch, die aufrechten und streitlustigen Konservativen, die Dinge aussprechen, die viele sich nicht mehr zu sagen trauen?


15
 
 topi 23. Jänner 2015 

Gott sei Dank gibt es noch gute Juristen

Leider kann man das von unseren führenden Politikern nicht behaupten.


17
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Politik

  1. Republikanische Attorney Generals drohen Google: ‚Keine Zensur von Pro-Life-Einrichtungen!’
  2. US-Demokraten verhindern Resolution gegen Anschläge auf Schwangerschaftszentren
  3. Bischof Strickland: Gossenjargon der Pro-Abtreibungspolitiker zeigt, woher ihre Botschaft kommt
  4. USA: Keine Zukunft für Lebensschützer in der Demokratischen Partei?
  5. US-Republikaner wollen Juni offiziell zum ‚Monat des Lebens’ erklären
  6. 18jährige Lebensschützerin kandidiert in Montana
  7. ‚Ich glaube an das Leben’
  8. Katholischer Kandidat gewinnt Vorwahlen mit Unterstützung von Donald Trump
  9. Julie Slama: 25jährige Vorreiterin für den Lebensschutz im Senat von Nebraska
  10. Ungarns neue Präsidentin ist Lebensschützerin und unterstützt klassische Familie







Top-15

meist-gelesen

  1. Tohuwabohu im Bistum Chur: Liturgiemissbrauch und Messsimulationen durch Gemeindeleiterin
  2. Salzburger Erzbischof Lackner verteidigt Jungfrauenweihe im Dom
  3. Maria 1.0 schreibt offenen Brief an DBK-Vorsitzenden Bischof Bätzing
  4. 'Weihe ist Signal gegen die Gottvergessenheit'
  5. BITTE um Ihre Sommerspende für kath.net - DANKE!
  6. Merz als Cancel-Kandidat
  7. Papst Franziskus empfängt zum vierten Mal Transsexuelle
  8. LGBTQ-Anbiederung – Ralf Schuler hat genug und verläßt „Bild“
  9. Maria 1.0: „Schreiben aus dem Sekretariat der Bischofskonferenz beantwortet „Offenen Brief“ NICHT
  10. Woelki wehrt sich gegen Anschuldigungen von Kirchenrechtler Schüller
  11. Malteser aus aller Welt appellieren an Papst wegen Ordensreform
  12. Nein, Doch, Oooooh!
  13. GENDERIRRSINN bei Audi: "Der_die BsM-Expert_in ist qualifizierte_r Fachexpert_"
  14. Potsdam: Vergünstigte Sondertarife für Katholiken und Protestanten bei Strom und Gas
  15. So wünsche ICH MIR MEINE Kirche'

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz