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Kritik an Homo-Umzug: australischer Offizier entlassen

22. September 2014 in Chronik, 2 Lesermeinungen
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Weil er die Teilnahme uniformierter Angehöriger der australischen Streitkräfte an einem Karnevalsumzug Homosexueller öffentlich kritisiert hatte, wurde ein australischer Offizier aus der Armee entlassen.


Sydney (kath.net/LSN/jg)
Ein Offizier der australischen Armee wurde aus dem Dienst entlassen, nachdem er die Teilnahme Armeeangehöriger an einem Karnevalsumzug Homosexueller öffentlich kritisiert hatte.

Major Bernard Gaynor war seit 1999 Angehöriger des Nachrichtendienstes der australischen Armee. Als er 2011 für eine politische Partei kandidierte, wechselte der fünfunddreißigjährige Familienvater in den Reservekader. Im März 2013 verurteilte er in einem Eintrag auf seinem privaten Blog unter anderem die Teilnahme von Angehörigen der australischen Streitkräfte an einem Karnevalsumzug von Schwulen und Lesben, der wenige Tage zuvor in Sydney stattgefunden hatte. Wörtlich schrieb Gaynor: „Die Richtlinien des Verteidigungsministeriums hinsichtlich Geschlechtsumwandlungsoperationen, dem Karnevalsumzug und des Fronteinsatzes von Soldatinnen sind falsch.“


Der stellvertretende Oberbefehlshaber der australischen Armee, Generalmajor Campbell schrieb Gaynor daraufhin einen Brief, in dem er dem Offizier vorwarf, seine Ansichten seien „beleidigend und polarisierend“. Seine persönlichen Ansichten würden nicht mit den Werten der Armee oder der australischen Streitkräfte übereinstimmen. Campbell legte Gaynor nahe, aus der Armee auszuscheiden.

Dieser ging daraufhin in die Gegenoffensive und legte gegen General David Hurley, den Oberkommandierenden der australischen Streitkräfte, Beschwerde ein. Dessen Entscheidung, uniformierten Angehörigen der Streitkräfte die Teilnahme an dem Karnevalsumzug der Homosexuellen zu gestatten, sei nicht akzeptabel. Der General solle deshalb zurücktreten.

Australischen Soldaten ist es nicht gestattet, an politischen Kundgebungen oder Veranstaltungen, die Religionen beleidigen, in Uniform teilzunehmen. An dem Karnevalsumzug der Homosexuellen in Sydney hatten als Nonnen verkleidete Männer teilgenommen, die Schilder mit der Aufschrift „Jesus war schwul“ getragen hatten. In seiner Beschwerde wies Gaynor darauf hin, dass der Umzug von den Veranstaltern ausdrücklich als politische Kundgebung bezeichnet worden war.

Die Armeeführung wies die Beschwerde des Reserveoffiziers ab und klagte diesen im Gegenzug in sieben Punkten an, die jedoch von der Anklagebehörde der Armee aus Mangel an Beweisen allesamt fallen gelassen wurden.

Im Januar 2014 wurde Gaynor von seiner bevorstehenden Entlassung informiert. Durch den Einsatz von Rechtsmitteln konnte er den Termin noch bis Juli hinauszögern. Er glaube nicht mehr, dass Gaynor die Werte der australischen Armee vertreten und als effektive Führungspersönlichkeit wirken könne, begründete General Hurley seine Entscheidung.



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