Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  4. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  7. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  10. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  11. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  12. „Das Ende von Maria 2.0“
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Weiterer Gegenwind für Lebensschutz-Initiative '1000plus'

9. September 2014 in Deutschland, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das (evangelische) Diakonische Werk Württemberg verbreitet negative Darstellung über „1000plus“


Heidelberg (kath.net/idea/red) Die überkonfessionelle Beratungsstelle „Pro Femina“ aus Heidelberg bekommt Gegenwind aus der evangelischen Kirche. In der Lebensschutz-Initiative „1000plus“ arbeitet sie mit der Beratungsstelle „Die Birke“ (ebenfalls Heidelberg) und der „Stiftung Ja zum Leben“ (Meschede) zusammen. In den vergangenen Jahren hat die Beratung per Telefon und Internet stark zugenommen. Über die dabei gemachten Erfahrungen will „1000plus“ auch in Kirchengemeinden informieren. Dies werde vom Diakonischen Werk Württemberg offensichtlich als unliebsame Konkurrenz betrachtet, sagte die Öffentlichkeitsreferentin der Initiative, Paula von Ketteler, der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Von Ketteler verweist auf ein Rundschreiben des kirchlichen Spitzenverbandes, das ihrer Ansicht nach die Arbeit von „1000plus“ negativ darstellt. Der Darstellung des Rundschreibens zufolge sei beispielsweise die fachliche Qualifizierung der Beraterinnen von „Pro Femina“ und „Die Birke“ unklar. Hingegen seien die Beraterinnen der Diakonie „fachlich hoch qualifiziert“. Ferner heißt es in der Diakonie-Info, dass die kirchlichen Mitarbeiterinnen niemanden unter Druck setzten, während „Pro Femina“ und „Die Birke“ eine ergebnisoffene Beratung nach dem Schwangerschaftskonfliktgesetz ablehnten.


Dazu erklärte von Ketteler, dass Frauen auch bei der Beratung durch eine von der Landeskirche unabhängige Organisation ihre Entscheidung selbst träfen. Weil „Pro Femina“ und „Die Birke“ aber keine Beratungsscheine – die Voraussetzung für eine straffreie Abtreibung – ausstellten, erhielten sie keine staatlichen oder kirchlichen Mittel, sondern seien auf Spenden angewiesen. Eine Konkurrenz, wie das Diakonische Werk glauben mache, bestehe nicht. Angesichts von jährlich mehr als 100.000 Abtreibungen könne es kein Zuviel an Beratung geben. Die Telefon- und Internetangebote nutzten andere Wege als örtlich gebundene Beratungsstellen.

Pro und Kontra bei den Katholiken

Die Bistümer Eichstätt, Regensburg und Münster äußerten sich hingegen positiv, auch der Rottenburg-Stuttgarter Weihbischof Thomas Maria Renz stellte sich dezidiert hinter die Lebensschutzinitiative, die er seit Jahren kennt und begleitet. Pater Hans Langendörfer SJ, Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz, hatte bereits vor einiger Zeit mitgeteilt, „dass die Initiative ‚1000plus.de’ von ProFemina von den deutschen Bischöfen insgesamt positiv eingeschätzt und mit Sympathie begleitet“ werde. Sieben weitere Diözesen stellen es ihren Pfarrern frei, mit „1000plus“ zusammenzuarbeiten. In sechs Diözesen wurden die Gemeinden allerdings aufgefordert, keine Informationsveranstaltungen von „1000plus“ zuzulassen.

Von Ketteler zufolge haben weder die evangelischen noch die katholischen Kritiker zuvor mit den Verantwortlichen von „1000plus“ gesprochen.

Für das „Forum Deutscher Katholiken“ hatte der Vorsitzende, Prof. Hubert Gindert, in Auseinandersetzung mit der vom katholischen Caritasverband verursachten Kritik an „1000plus“ Mitte Mai folgende Fragen gestellt: Wenn die „Caritas bei den Ordinariaten der Bistümer erreichen will, dass den Pfarrgemeinden ‚jedwede Unterstützung‘ von 1000plus/Pro Femina untersagt wird, so fragen wir: Geht es der Caritas darum, eine unliebsame Konkurrenz zu Lasten der ungeborenen Kinder auszuschalten? Geht es der Caritas um Macht, Einfluss und Spendengelder oder um die Rettung bedrohter ungeborener Kinder?“

1000plus-Video: Warum gibt es die 1000plus-Kampagnen?


Stimmen zu 1000plus



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Pro-Life

  1. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  2. Trump: Jeder Mensch vom „allmächtigen Gott“ mit einem unveräußerlichen Recht auf Leben ausgestattet!
  3. "Wir müssen jedes Leben schützen"
  4. Trump begnadigt 23 Lebensschützer – „Es ist eine große Ehre, dies zu unterzeichnen“
  5. Mit allen Mitteln gegen das Recht auf Leben
  6. ALfA: Ohne Recht auf Leben gibt es überhaupt keine Rechte
  7. Studie zweifelt an Sicherheit und Datengrundlage von Abtreibung
  8. Polen bleibt Pro-Life
  9. Pro-Life-Song unter Top 5 bei iTunes
  10. „Für die Grundrechte von Frauen und vorgeburtlichen Kindern ist es ein schwarzer Tag“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Den Willen Gottes für den Menschen bedenken und tun
  3. Buße, Hoffnung, ewiges Leben: Lourdes ruft zur Umkehr
  4. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  5. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  6. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  7. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  8. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  9. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  10. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  13. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  14. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz