Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  2. Vatikan: Bischöfe fordern langfristige Begleitung von Ehepaaren
  3. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  4. „Warum bin ich Christ“
  5. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  6. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  7. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  8. Was wir mit unserem Körper tun, ist theologisch“
  9. USA: Zahl der Teenager-Mädchen, die sich als lesbisch oder bisexuell bezeichnen, sinkt stark
  10. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  11. Ohne Furcht und Heuchelei. Die Freiheit für das Gute ohne Kompromisse
  12. Norwegischer Bischof Erik Varden über „Laetitiae amor“ und „Amoris laetitia“
  13. Englische Lebensschützerin Vaughan-Spruce plädiert ‚nicht schuldig‘ bei Anklage wegen stillen Gebets
  14. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  15. Weltmissionssonntag: Vatikan ermöglicht vollkommenen Ablass

Studie zweifelt an Sicherheit und Datengrundlage von Abtreibung

7. September 2024 in Prolife, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


US-Forscher: Lebensschutz-Gesetze führen nicht zu höherer Müttersterblichkeit – Tötung von ungeborenen Kindern ohne medizinischen Nutzen für Verringerung von Geburtsrisiken.


Washington/Wien (kath.net/ KAP)
Zweifel an bisherigen Annahmen zur Sicherheit von Tötungen an ungeborenen Kindern haben US-Forscher in der Fachzeitschrift Medical Research Archives erhoben. Die Müttersterblichkeit nach einer Abtreibung ist ihren Analysen zufolge deutlich höher als nach einer Geburt - genau im Gegensatz zu Aussagen, die in der Debatte über Abtreibung im Umlauf sind. Letztere beriefen sich auf Studien, bei denen bestimmte Daten ausgeklammert und Schlüsse falsch gezogen würden, legen Wissenschaftler der University of North Carolina laut einem Bericht des Wiener IMABE-Instituts dar. Gesetze zum Schutz des Lebens führen ihren Erkenntnissen zufolge jedenfalls nicht zu höherer Müttersterblichkeit, und den behaupteten hohen medizinischen Nutzen von Abtreibungen für die Verringerung von Geburtsrisiken gebe es nicht.
In der besonders in den USA geführten Diskussion um Müttersterblichkeit dominiert bisher die These, dass in jenen US-Bundesstaaten, die dem Schutz des Ungeborenen gesetzlich einen höheren Stellenwert einräumen, die Zahl der rund um die Schwangerschaft verstorbenen Mütter wegen nicht fachgerecht durchgeführten Abtreibungen ansteigt. Besonders beruft man sich dabei auf die behauptete starke Zunahme der Häufigkeit von Müttersterblichkeit in den verfügbaren Statistiken der Jahre 2000 und 2014, von zuvor 18,8 auf 23,8 Todesfälle pro 100.000 Geburten.


Ebendieser vorgebrachte Anstieg wird von den Studienautoren um James Studnicki und Ingrid Skop bezweifelt, einerseits da sich der Modus der Erfassung geändert habe: Die Überwachung von Müttersterblichkeit sei seither verbessert und die Klassifikation von Müttersterblichkeit inzwischen auch auf Fälle von Drogenmissbrauch, Depression und Suizid bei Schwangeren ausgeweitet worden, hatte bereits im Jahr 2020 ein Forschungsteam um den Gesundheitswissenschaftler Patrick J. Marmion festgestellt. Andererseits sei auch die Erfassung von Todesfällen nach Abtreibungen lückenhaft, was zur systematischen Unterschätzung der Risiken geführt habe.
In Ländern mit verlässlicheren Gesundheitsdaten wie in Finnland ist laut der Analyse die Geburt in einem Krankenhaus für Mütter hingegen nachweisbar sicherer als eine legale Abtreibung in jeglicher dafür zugelassenen Einrichtung. Die Sterblichkeitsrate von Schwangeren bei Abtreibungen und in den Wochen danach sei höher als nach Geburten, so die Forscher.

Soziale Faktoren verstärken Müttersterblichkeit
Besonders weisen die Studienautoren auch auf verzerrte Rückschlüsse in den USA zur Situation schwarzer und hispanoamerikanischer Frauen hin. Deren bis zu dreifach höhere Müttersterblichkeit und häufigere Geburtskomplikationen als bei weißen Frauen seien eher auf soziale Faktoren wie Armut, mit Armut verbundene Krankheiten wie Fettleibigkeit, Diabetes und Bluthochdruck, Gewalterfahrung und mangelnde Unterstützung zurückzuführen. Wenn in der öffentlichen Debatte der Fokus stattdessen einseitig auf "impliziten Rassismus" durch Unterversorgung ärmerer sozialer Schichten mit Möglichkeiten der Tötung von ungeborenem Leben gelegt werde, so verstärke dies bestehende Ungleichheiten bloß, kritisieren die Forscher.
Hinterfragt werden in der Studie auch die Qualität und Integrität vieler Abtreibungsstudien; viele der als evidenzbasiert geltenden Empfehlungen zur Abtreibung würden auf schwachen Daten basieren und seien interessensgeleitet, so die Kritik der Expertinnen und Experten. Sie fordern eine gründlichere Überprüfung und eine offenere Diskussion über die Risiken und Ethik von Abtreibungen. (Link zur Studie: https://esmed.org/MRA/mra/article/view/5506)

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Pro-Life

  1. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  2. Trump: Jeder Mensch vom „allmächtigen Gott“ mit einem unveräußerlichen Recht auf Leben ausgestattet!
  3. "Wir müssen jedes Leben schützen"
  4. Trump begnadigt 23 Lebensschützer – „Es ist eine große Ehre, dies zu unterzeichnen“
  5. Mit allen Mitteln gegen das Recht auf Leben
  6. ALfA: Ohne Recht auf Leben gibt es überhaupt keine Rechte
  7. Polen bleibt Pro-Life
  8. Pro-Life-Song unter Top 5 bei iTunes
  9. „Für die Grundrechte von Frauen und vorgeburtlichen Kindern ist es ein schwarzer Tag“
  10. ,Du kannst dein Baby behalten!‘







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Erneut ruhige Spitalnacht für Papst nach Krebs-Operation
  3. Mit dem Rosenkranz im Gym
  4. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  5. 'Wenn ich zurückkönnte, würde ich sie wieder wählen – genau wie sie sind'
  6. 'Jeden Tag sprach ich mit Gott und mit meiner Mutter'
  7. Erkrankter Papst ruft Familien zu Mitarbeit in den Gemeinden auf
  8. 3,5 Millionen Ave Maria für den Papst
  9. Genesung des Papstes verläuft laut Ärzteteam nach Plan
  10. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt
  11. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  12. Die Familie als Schule der Liebe - Eine Kirche aus Familien
  13. Vatikan: Papst verbrachte nach Krebs-OP eine ruhige Nacht
  14. CDU-Politiker mahnt: Kirchen dürfen sich nicht auf ‚Sozialbuden‘ reduzieren
  15. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz