Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  2. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. „Gott und sein Gesetz sind wichtiger als menschliche Vereinbarungen und Macht“
  9. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  10. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  11. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  12. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  13. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  14. Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“
  15. Jesus ist lebendige Gegenwart

Die Zahl der islamischen Extremisten in Deutschland wächst

20. Juni 2014 in Deutschland, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Verfassungsschutz: Salafisten sind die dynamischste islamistische Bewegung


Berlin/Frankfurt am Main (kath.net/idea) Die Zahl islamischer Extremisten in Deutschland ist im vergangenen Jahr gewachsen. Das geht aus dem Verfassungsschutzbericht hervor, den Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) und der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, am 18. Juni in Berlin vorlegten. Danach hatten islamistische Organisationen im vergangenen Jahr 43.190 Anhänger und damit 640 mehr als 2012. Der Anstieg beruhe insbesondere auf dem stetigen Zuwachs bei salafistischen Gruppen. Ihre Anhängerzahl habe im Vergleichszeitraum von 4.500 auf 5.500 zugenommen. Der Salafismus bleibe in Deutschland, aber auch international die dynamischste islamistische Bewegung. Laut Verfassungsschutz ist diese Bewegung eine besonders radikale Variante des Islamismus, der vorgebe, sich ausschließlich an den Prinzipien des Koran, dem Vorbild des Propheten Mohammed und der ersten drei Generationen der Muslime zu orientieren. Salafisten wollten Staat, Gesellschaft und das individuelle Leben vollständig auf diese als „gottgewollt“ angesehenen Normen ausrichten. Sie versuchten, ihre Ideologie durch massive Propaganda zu verbreiten. Dazu organisierten sie bundesweit Kundgebungen, Infostände und Veranstaltungen zum Thema Syrien. Sie nutzten auch moderne Medien wie Youtube-Kanäle, Chatforen, und Facebook.


Die größte islamistische Organisation ist Milli Görüs

Dem Bericht zufolge sind in der Bundesrepublik 30 islamistische Organisationen aktiv. Die größte ist die „Islamische Gemeinschaft Milli Görüs“ mit 31.000 Anhängern. Nach Angaben des Verfassungsschutzes liegt Deutschland nach wie vor im Zielspektrum des islamistischen Terrorismus. Dies werde deutlich in Reisebewegungen von Dschihadisten und deren Verlautbarungen. In den Blick rückten vermehrt Einzeltäter und weitgehend autonome Kleinstgruppen. Dabei handele es sich um Personen der zweiten und dritten Einwanderergeneration sowie radikalisierte Konvertiten, die in Europa aufgewachsen seien, sich an der Ideologie der Terrororganisation El Kaida orientierten und dem hiesigen Wertesystem ablehnend gegenüberstünden. Nach Angaben des Verfassungsschutzes sind bis Anfang 2014 mehr als 270 deutsche Islamisten nach Syrien ausgereist, um sich dort am Kampf gegen das Assad-Regime zu beteiligen. Etwa 90 Prozent von ihnen seien ausländischer Herkunft. Etwa jeder Zehnte sei zum Islam übergetreten. Etwa 15 Prozent sind den Angaben zufolge bis 20 Jahre alt. Einige dieser Islamisten seien bereits nach Deutschland zurückgekehrt. Sie stellten ein besonderes Sicherheitsrisiko dar.

Frankfurt am Main: Salafisten bedrohen Mitarbeiter von Jugendhäusern

Ein Schwerpunkt der salafistischen Szene ist Hessen. Nach Angaben des dortigen Innenministerium sind in dem Bundesland rund 1.200 Salafisten aktiv. Im Mai war bekannt geworden, dass Anhänger der Bewegung Mitarbeiter von Jugendhäusern in Frankfurt am Main bedroht haben. Die Einrichtung im Stadtteil Gallus wurde daraufhin vorübergehend geschlossen. Dort hatten junge Männer eine Mitarbeiterin beschimpft, weil sie nach ihrer Meinung nicht züchtig angezogen sei. Der Extremismus-Beauftragte der CDU-Fraktion im Hessischen Landtag, Holger Bellino, erklärte am 17. Juni zu den Drohungen: „Der Salafismus liefert den Nährboden für eine islamistische Radikalisierung und befördert den Einstieg in den gewaltbereiten Islamismus.“ Der islamische Fundamentalismus gehöre nicht zu Deutschland. Wenn Salafisten straffällig würden, werde mit allen Mitteln des Rechtsstaates gegen sie vorgegangen.

Kirchliche Expertin: Immer mehr Jugendliche unter salafistischem Einfluss

Die Pfarrerin für interreligiösen Dialog der evangelischen Kirche in Frankfurt, Ilona Klemens, sagte auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, sie sehe mit Sorge, dass immer mehr Jugendliche unter dem Einfluss dieser Ideologie stünden. Es sei sehr schwierig, mit ihnen in einen Dialog zu treten. Laut Klemens kommt es darauf an, dass Moscheegemeinden, Schulen und Jugendeinrichtungen dieser „Form des religiös begründeten Extremismus“ pädagogisch und theologisch entgegentreten. Auch die große Mehrheit der Muslime lehne den Salafismus ab. Anfällig dafür seien zum Beispiel Jugendliche, die nach Orientierung suchten oder Erfahrungen der Diskriminierung und Ausgrenzung gemacht hätten. Mit Hinweis auch auf den Rechtsextremismus sagte Klemens: „Je pluralistischer und offener eine Gesellschaft wird, desto stärker werden möglicherweise die extremistischen Ränder.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 




Mehr zu

Islam

  1. Pakistans Scharia-Gericht billigt Entführung, Vergewaltigung, Kinderehe einer 13-jährigen Christin
  2. Islamistengruppe ‚Nūr al-ʿIlm‘ breitet sich in Norddeutschland aus
  3. Wien: Einziger Christ in der Klasse wird "Schwein" genannt
  4. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  5. Kardinal Schönborn: "Wenn sich bei uns so viele Menschen vom Christentum verabschieden..."
  6. „Wir führen Einzelgespräche mit Muslimen im persönlichen Kontakt“
  7. Papst besucht die Blaue Moschee in Istanbul - Gebetet hat er dort aber nicht
  8. Der neue Erzbischof von Wien und der Islam
  9. Iran: Immer mehr Frauen verstoßen gezielt gegen die Hijab-Pflicht
  10. Muslime größte Religionsgemeinschaft an öffentlichen Wiener Pflichtschulen







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Papst Leo XIV. geht auf Distanz zu Kardinal Marx und seinen geplanten Homo-Segnungen
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  5. Keine Bistums-Erlaubnis für Afrika-Madonna in der Gebetsstätte Marienfried
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. Das Vermächtnis eines Sterbenden
  10. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  11. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  12. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  13. Trotz Konflikt mit dem Papst - Trump genießt jetzt Rekordzustimmung bei US-Katholiken
  14. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  15. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz