Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  3. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  4. Konsistorium: Kardinäle benennen aktuelle Probleme, z.b. Meinung, das Leben habe keinen Sinn
  5. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
  6. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  7. Papst ernennt Sr. Alessandra Smerilli zur Präfektin des Entwicklungsdikasteriums
  8. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  9. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  10. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  11. Petrus und Paulus: Die Einheit der Kirche wächst aus der Verschiedenheit
  12. Nach Feier mit Erzbischof Lackner werden Karabiner von Schützenkompanien beschlagnahmt
  13. Leo XIV: „Die Autorität des Primats liegt bei demjenigen, der zuhört und nur deshalb führt“
  14. Vorläufige Dialogpause zwischen der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ und dem Vatikan
  15. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft

Eine ökonomische Theorie der Ehe

5. April 2014 in Familie, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Mannheimer Volkswirt Roland Vaubel nennt vier ökonomische Argumente für die Ehe und stellt wirtschaftliche und politologische Überlegungen zu Monogamie und Polygamie an.


Würzburg/Mannheim (kath.net/jg)
Vier ökonomische Gründe für die Ehe präsentiert Roland Vaubel, Professor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Mannheim, in seinem Artikel auf dem Blog Wirtschaftliche Freiheit an. Die angeführten Argumente sind mit einer guten Prise Humor gewürzt.

Erstens seien Mann und Frau „komplementäre Produktionsfaktoren“ für die Geburt von Kindern, schreibt Vaubel in schönster volkswirtschaftlicher Fachterminologie. Eine Besonderheit: Keiner der beiden „Produktionsfaktoren“ sei ersetzbar.

Ein weiteres ökonomisches Argument für die Ehe seien die gegenseitigen „positiven externen Effekte“. Die Ehepartner machten einander Freude. Als Beispiele führt Vaubel unter anderem die Liebe im engeren und weiteren Sinne und das Prestige („der Partner zu Repräsentationszwecken“) an.

Vorteile die durch Arbeitsteilung entstehen sind das dritte ökonomische Argument, das Vaubel anführt. Sie seien umso größer, je verschiedener die Partner seien. Durch die industrielle Revolution hätten die Vorteile allerdings stark abgenommen, da Haushaltsgeräte immer mehr Aufgaben der traditionellen Hausfrauentätigkeiten übernehmen würden. Die Hausfrau sei dadurch „substituierbar“ geworden. Die Emanzipation der Frau in den letzten Jahrzehnten sei auch als „defensive Anbieterreaktion“ zu verstehen, die aus dem „wachsenden Wettbewerbsdruck“ entstanden sei. Je geringer die Spezialisierungsmöglichkeiten in einer Organisation seien, desto geringer sei der Zusammenhalt. Daraus ließe sich die hohen Scheidungsraten erklären, schreibt Vaubel.


Viertens diene die Ehe der „Realisierung sozialer Skalenerträge“. Damit sei gemeint, dass das zusätzliche Familienmitglied mehr wert sei als es koste. Das werde zum Beispiel bei der gemeinsamen Nutzung von Wohnräumen, Haushaltsgeräten und dem Auto sichtbar. Wie bei jedem Klub nehme jedoch die Belästigung („Rivalität“ in der volkswirtschaftlichen Fachterminologie) mit der Zahl der Klubmitglieder zu. Aus den im zweiten Argument angeführten „positiven externen Effekten“ würden bald negative.

Den zweiten Teil seines Artikels widmet Vaubel der ökonomischen Begründung der Monogamie. Polygamie trete vor allem in Form der Vielweiberei auf. Frauen seien daher – rein ökonomische betrachtet – nicht an der Monogamie interessiert, weil das die „Nachfrage“ der Männer nach Frauen reduzieren würde. Da sich vor allem besser verdienende Männer mehrere Frauen leisten könnten, seien es die schlechter verdienenden Männer, die für die Monogamie eintreten würden. Sie wollten nicht, dass die besser verdienenden Männer ihnen die Frauen wegnehmen. Die Demokratie habe den schlechter verdienenden Männern mehr politische Mitsprache gegeben, wodurch diese die Monogamie durchsetzen konnten. Dies sei zuerst in den Demokratien des antiken Griechenland und der römischen Republik geschehen.

Der Zölibat habe die soziale Mobilität erhöht. Da die Priester keine Nachkommen hatten, musste die Kirche ihr Personal von außen holen. Auch wenn viele hohe Positionen mit Angehörigen adeliger Familien besetzt worden seien, habe die Kirche auch einfachen Menschen echte Aufstiegschancen geboten. Das habe als soziales Ventil gedient und zum inneren Frieden beigetragen, schreibt der Ökonom.

Die Vielweiberei hingegen habe den gegenteiligen Effekt. Die Ungleichheit zwischen den Männern betreffe dann auch die Fortpflanzungsmöglichkeiten und löse starke soziale Spannungen aus. Die Reichen könnten ihre privilegierte Position oft nur durch drakonische Maßnahmen schützen, was für die Entwicklung der Zivilisation schädlich sei.


Link zum Artikel von Roland Vaubel


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Calimero 6. April 2014 
 

Humor?

"Die angeführten Argumente sind mit einer guten Prise Humor gewürzt."
Äh, wo denn?
Ich würde davon ausgehen, dass Vaubel alles genauso meint wie er es geschrieben hat (vergl. auch Originaltext("genetische Ineffizienz der Monogamie ...").

Marktradikalismus trifft Sozialdarwinismus. Beides in Reinform.


1
 
 mirjamvonabelin 5. April 2014 
 

In dem verbissenen Kampf

um Ehe, Gender, Homo, usw.... ist so eine Überlegung wirklich entspannend, ein bisschen Humor tut uns allen gut.
Der Herr Professor hat das witzig gemeint aber für manche vieleicht eine ernste Sichtweise (grüne, ökologen, oder was weiß ich)


0
 
 Loreen80 5. April 2014 
 

Humor??

Hoffentlich denken Christen NIE so.

Denn ansonsten hat ein kranker, alter, unfruchtbarer Ehepartner ja keine Daseinsberechtigung.


1
 
 Waeltwait 5. April 2014 
 

Dies

mag ja aus der Sicht eines Volkswirtes so aussehen und ich übersehe auch nicht, daß dies Ganze humorvoll gemeint ist, aber aus der Sicht eines Christen und jedes gesunden und liebenden Menschen ist nur die Liebe der einzige Grund für eine Ehe.


1
 
  5. April 2014 
 

Sehr interessant

Mich freuen auch diese Aspekte zum Zölibat. Der Zölibat hat in der Tat auch diese Perspektiven, was man nicht vergessen sollte. Ich finde, es ist eine durchaus gelungene Darstellung. Die Mannheimer Wirtschaftsprofessoren haben somit nicht nur einen fachlich hervorragenden Ruf, Professor Vaubel zeigt auch noch andere Seiten gekonnt auf.


4
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ehe

  1. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  2. US-Studie zeigt: Verheiratete junge Erwachsene sind glücklicher als unverheiratete
  3. Afrikas Bischöfe erklären Umgang mit Polygamie
  4. Neuer Hit: „Für dich gehe ich das volle Risiko ein“
  5. „Georgia Märtyrer“-Seligsprechung am 1. Oktober – Sie verteidigten die Ehe gegen die Polygamie
  6. „Warum erlaubt die katholische Kirche keine Hochzeiten im Garten?“
  7. Wegweisend! - COMECE unterstützt Polen gegen EU-Druck zur Anerkennung sogenannter „Homo-Ehen“!
  8. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  9. Vatikan kündigt bevorstehende Veröffentlichung eines Dokuments zu Monogamie an
  10. Evangelische Landeskirche in Württemberg: Gleichgeschlechtliche „Ehe“ verfehlt Zweidrittelmehrheit






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - REISE AUSGEBUCHT
  2. „Man kann die priesterlichen Vollmachten nicht beliebig aufteilen und funktionalistisch outsourcen“
  3. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  4. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  5. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  6. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  7. Papst: „Ich brauche Ihre Unterstützung – eine starke, ausdrückliche und öffentliche Unterstützung“
  8. Vorläufige Dialogpause zwischen der „Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa“ und dem Vatikan
  9. GRÜN-Politikerin möchte das Töten von zwölf ungeborenen Kindern finanzieren
  10. Ehemalige Äbtissin wehrt sich gerichtlich gegen Rauswurf
  11. Konsistorium: Kardinäle benennen aktuelle Probleme, z.b. Meinung, das Leben habe keinen Sinn
  12. Nach Feier mit Erzbischof Lackner werden Karabiner von Schützenkompanien beschlagnahmt
  13. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  14. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  15. Das Konsistorium war „eine gute Erfahrung der Kollegialität der Kardinäle mit dem Heiligen Vater“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz