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Hahne: Christen sollen im 'Nebel des Zeitgeistes' Orientierung geben

4. April 2014 in Aktuelles, 24 Lesermeinungen
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Bestsellerautor Peter Hahne: „Theologen und Kirchen versündigen sich, wenn sie die Bibel vorsätzlich verändern, verkürzen oder feministisch verhunzen. Hielten wir uns an die Zehn Gebote, wir hätten heute ein anderes Land.“


Lüdenscheid (kath.net/idea) Der Fernsehmoderator und Bestsellerautor Peter Hahne (Berlin) hat Christen Mut gemacht, im „Nebel des Zeitgeistes“ Orientierung zu geben. Er sprach vor rund 800 Besuchern am 2. April zum Auftakt der Lüdenscheider „Gemeindetage unter dem Wort“, die in diesem Jahr ihr 40-jähriges Jubiläum feiern. Das frühere EKD-Ratsmitglied vertrat die Ansicht, dass der moderne Mensch mehr braucht als die Internetsuchmaschine Google oder Online-Lexika wie Wikipedia, um nicht im Meer der Informationsfülle unterzugehen. Gottes Worte und Gebote garantierten dabei ein verlässliches Wertefundament.


Hahne: „Deshalb versündigen sich Theologen und Kirchen, wenn sie die Bibel vorsätzlich verändern, verkürzen oder feministisch verhunzen. Hielten wir uns an die Zehn Gebote, wir hätten heute ein anderes Land. Während die Gurkenkrümmungsverordnung der Europäischen Union ganze Bände füllt, reichen Gott zehn Sätze, um Schöpfung und Geschöpfe zu regeln und zu leiten.“ Künftige gesellschaftliche Probleme seien gekennzeichnet durch Pflegenotstand, „gnadenlosen Generationenkrieg“ und starken Bevölkerungsrückgang. Eines Tages werde man sich sehnsuchtsvoll an das Gebot „Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren“ (2. Mose 20,12) erinnern: „Es ist nur ein Satz. Aber er regelt den gesamten Generationenvertrag besser als jedes aktuelle Gesetz.“

Jugendliche wollen „Klartext statt Kuscheltheologie“

Hahne, der zum 36. Mal beim Auftakt der Gemeindetage sprach, ermunterte die Besucher, das Licht von Jesus Christus strahlen zu lassen: „Unsere Gesellschaft, die vielfach seelisch, sozial und sicherheitspolitisch am Abgrund steht, hat ein Menschenrecht auf Leuchttürme klarer biblischer Orientierung und braucht keine theologischen Tranfunzeln der Beliebigkeit.“ Dass trotz des zeitgleich im Fernsehen übertragenen Champions-League-Spiels Real Madrid gegen Borussia Dortmund viele Jugendliche anwesend waren, sei ein Zeichen, dass sie „Klartext statt Kuscheltheologie“ wollen, so Hahne. Die Lüdenscheider „Gemeindetage unter dem Wort“ enden in diesem Jahr am 6. April. Mitwirkende sind unter anderen der an Parkinson erkrankte Evangelist Jürgen Mette (Marburg) und der christliche Liedermacher Manfred Siebald (Mainz). Im Abschlussgottesdienst predigt der frühere Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, Peter Strauch (Wetter). Veranstalter der „Gemeindetage unter dem Wort“ ist ein Trägerkreis, dem Christen aus Landes- und Freikirchen sowie aus dem CVJM angehören. Das Treffen wird durch Spenden finanziert und findet in der größten Kirche im Märkischen Kreis, der Christuskirche, statt.


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