Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  5. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  6. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  7. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  8. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  9. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  14. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  15. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah

Kardinal: Treffen Johannes Pauls II. mit Maciel war ein Fehler

6. November 2013 in Chronik, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


«Der Heilige Vater hätte diesen Menschen nicht empfangen sollen», sagte Stanislaw Dziwisz über das Treffen mit dem später als Pädophilen entlarvten Ordensgründer - Treffen sei ein Beispiel für schwere Kommunikationsmängel in der römischen Kurie


Washington (kath.net/KNA) Der frühere Privatsekretär von Johannes Paul II. (1978-2005) hat es als Fehler bezeichnet, dass sich der Papst 2004 mit dem später als Pädophilen entlarvten Ordensgründer Marcial Maciel Degollado traf. «Der Heilige Vater hätte diesen Menschen nicht empfangen sollen», sagte Stanislaw Dziwisz, inzwischen Kardinal von Krakau, in einem an diesem Mittwoch erscheinenden Interview-Band über sein Leben mit dem Papst. Das Treffen sei nur ein Beispiel für schwere Kommunikationsmängel in der römischen Kurie.

Gegen den mexikanischen Priester Maciel (1920-2008), Gründer der «Legionäre Christi», liefen seit 1997 Vorwürfe um, er habe sich an jungen Seminaristen sexuell vergangen. Die US-amerikanische Zeitschrift «National Catholic Reporter» (Dienstag) zitiert Dziwisz dazu aus dem Buch: «Als der Heilige Vater ihn traf, wusste er nichts, absolut nichts. Für ihn war er immer noch der Gründer eines großen Ordens, das ist alles. Niemand hatte ihm irgendetwas gesagt, nicht einmal über die Gerüchte, die im Umlauf waren.»


Dies sei «die Folge einer immer noch extrem bürokratischen Struktur» gewesen, in der wichtige Informationen teils nicht weitergeleitet worden seien, so Dziwisz, der dem Krakauer Erzbischof Karol Wojtyla und späteren Papst 39 Jahre lang als Privatsekretär diente. Johannes Paul II. habe eine Kurienreform versucht, aber damit damit keinen Erfolg gehabt, so Dziwisz. Mitverantwortlich machte der Kardinal Widerstände im vatikanischen Apparat: «Manche in der Kurie nannten ihn 'den polnischen Papst', und ich glaube nicht, dass sie es positiv meinten.»

Der Interview-Band des italienischen Journalisten Gian Franco Svidercoschi mit Dziwisz erscheint unter dem Titel «Ho Vissuto con un Santo» («Ich lebte mit einem Heiligen»). Johannes Paul II. soll am 27. April gemeinsam mit Johannes XXIII. (1958-1963) in Rom heiliggesprochen werden.

Der Gründer der «Legionäre Christi», Maciel, war nach anhaltenden Verdächtigungen in eine kircheninterne Untersuchung geraten. 2006 erlegte der Vatikan ihm ein zurückgezogenes Leben in Gebet und Buße auf. Inzwischen gilt als erwiesen, dass Maciel minderjährige Seminaristen sexuell missbrauchte und mit zwei Frauen drei Kinder zeugte. Sein Orden hat sich von ihm distanziert.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

  8. November 2013 
 

Ich bin zwar nicht ganz so gut informiert

wie @Veritate zu sein meint, aber Fakt ist, dass Papst Johannes Paul im Jahre 2004 schon seit Jahren schwer leidend war. Seine Amtsführung war nicht mehr auf der Höhe von 1985, und er war ganz sicher nicht mehr Herr seines Terminkalenders - das war, richtig, Stanislaw Dziwisz.

Unbeschadet der Frage, ob JPII. über die schweren Vorwürfe gegen Marcial Maciel informiert war oder wann er hätte informiert sein können und was er nach dieser Information hätte tun müssen und aus welchen Gründen er es nicht getan hat: das Treffen 2004 war ein Fehler von Kard. Dziwisz. Jetzt bitte nicht versuchen, sich hinter dem breiten Rücken eines Heiligen zu verstecken, werter Kardinal.

PS.
Ein gewisser Joseph Ratzinger hat die Endphase des Pontifikats von JPII aus der Nähe beobachtet. Hat es ihm vielleicht nicht gefallen, was er sah? War das vielleicht ein Grund für den "rechtzeitigen" Rücktritt und ein Grund für sein Einverständnis mit einem Nachfolger, der mit der Kurie "Schlitten fährt"?


0
 
  7. November 2013 
 

Dziwisz ist ein Lügner

Die Exkommuniktion dieses Typen wäre die einzig richtige Antwort. Er und sein Freund Sodano haben die ganzen Jahre die wahre Macht im Vatikan verkörpert. Diese zwei sind für alles verantwortlich. Alle Geldgeschäfte liefen über diese beiden Personen. Jegliches Wissen über pädophile Priester, insbesondere Marciel waren ihnen bekannt. Nur der Papst hätte über die Art und Weise, wie man mit pädophilen Priestern umgeht lösen können. Allein es fehlte der Wille von Johannes Paul dies zu tun und dahinter stand vor allem Dziwisz und Sodano mit ihren Seilschaften.Marciel war ein besonders guter Geldgeber. Als Cardinal Ratzinger Papst wurde, hat er Dziwisz zum Kardial kreiert und ihn nach Krakau geschickt, um ihm diese Macht zu nehmen. Sodano konnte er nicht los werden. Diese beiden Seilschaften, haben aber dafür gesorgt, das das Pontifikat von Benedikt 16. permanent torpediert wurde.


1
 
 mirjamvonabelin 6. November 2013 
 

Jetzt bin ich überfordert

das was Maciel getan hat, ist so verwerflich, dafür gibt es keine Worte.
Was ich aber nicht verstehe, wieso war es ein Fehler von Papst Johannes PaulII den Menschen zu treffen?
Ich meine, vielleicht war es ein Fehler, aber voher soll ich das wissen?
Vieleicht hat Maciel gerade dadurch sich bekehrt und tiefe Reue empfunden.
Wer weiß das?


1
 
 gertrud mc 6. November 2013 
 

Auch Heilige dürfen Fehler machen. Johannes Paul II. wurde nicht informiert, insofern ist es ja auch gar nicht sein Fehler gewesen.


2
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Johannes Paul II.

  1. KI-erstelltes Video animiert Fotos von Papst Johannes Paul II.
  2. Meloni besuchte neues Museum zu Ehren von Johannes Paul II. in Rom
  3. Polnische Bischofskonferenz: „Wir appellieren um Respekt vor dem hl. Johannes Paul II.“
  4. „Genossen, wir haben ein Problem“ – So reagierten die Kommunisten auf die Wahl Karol Wojtyłas
  5. „Johannes Paul II. – Prophet der Hoffnung“
  6. Kann uns eine möglicherweise erfundene Anekdote über Johannes Paul II. Wahres lehren?
  7. Karol Wojtyła 1976: „Wir stehen vor der finalen Konfrontation zwischen Kirche und Antikirche“
  8. Als Papst Johannes Paul II. gegen die „gay pride“ Parade in Rom protestierte
  9. Studie entdeckt ‚Johannes Paul II. – Effekt‘ auf Geburtenrate in Lateinamerika
  10. Die geheimnisvolle Nonne, die half, die Ermordung von Papst Johannes Paul II. zu verhindern







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  3. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  4. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  5. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  6. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  7. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  8. Vatikan beendet Reflexionsprozess bei den Servi Jesu et Mariae
  9. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  10. Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
  11. Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
  12. Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
  13. Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
  14. Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
  15. Über 3000 Teilnehmer beim Marsch fürs Leben in Wien 2026

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz