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Neue Ämter sind wie neue Kinder, manchmal ungeplant

28. Oktober 2013 in Deutschland, 2 Lesermeinungen
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Limburger Generalvikar äußert sich erstmals im TV-Interview: Der Bischofskongregation und dem Heiligen Stuhl zur Rechenschaft verpflichtet


Wiesbaden (kath.net/KNA) Der neue Limburger Generalvikar Wolfgang Rösch will vor allem für eine funktionierende Verwaltung im Bistum Limburg sorgen. Das stehe «ganz nüchtern» in dem Dekret aus dem Vatikan, das seine Aufgaben während der Abwesenheit von Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst regle, sagte Rösch in einem ersten Fernsehinterview. Das Gespräch wurde vom Hessischen Rundfunk aufgezeichnet und am Sonntag auf tagesschau.de veröffentlicht.

Papst Franziskus hatte am Mittwoch Tebartz-van Elst eine Auszeit gewährt. Zugleich setzte er Rösch, der eigentlich zum 1. Januar 2014 antreten sollte, mit sofortiger Wirkung ins Amt des Generalvikars. Der Limburger Bischof steht unter anderem wegen der Baukosten seines Bischofssitzes auf dem Limburger Domberg von 31,5 Millionen Euro in der Kritik. Außerdem droht ihm ein Strafbefehl wegen falscher eidesstattlicher Versicherungen.

Dem Hessischen Rundfunk sagte der 54-jährige Rösch, er sei in erster Linie der Bischofskongregation und dem Heiligen Stuhl zur Rechenschaft verpflichtet, nicht Tebartz-van Elst. Dieser lasse derzeit sein Amt ruhen. Gleichzeitig sei er nicht dazu befugt, «Weichen stellende Entscheidungen» zu fällen. Das bleibe dem Bischof vorbehalten. Rösch sprach von einer «Übergangszeit», in der es unter anderem darum gehe, nicht über- sondern miteinander zu reden. «Fertige Lösungen» gebe es nicht.

Von der Vatikan-Entscheidung habe er während einer Fahrrad-Pilgertour mit seinem Bruder und seinem Neffen auf dem Jakobsweg erfahren, sagte Rösch. Seine Empfindungen umschrieb der bisherige Wiesbadener Stadtdekan mit den Worten einer Frau, die er längere Zeit seelsorglich begleitete. Die dreifache Mutter, die ungeplant ein viertes Mal schwanger geworden sei, habe per SMS den Satz geschickt: «Neue Ämter sind wie neue Kinder, manchmal ungeplant, aber am Schluss liebt man sie.» Rösch tritt am Montag offiziell sein Amt als Limburger Generalvikar an.


(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.

Foto: (c) Bistum Limburg


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Lesermeinungen

 hortensius 29. Oktober 2013 
 

Limburg

Wenn man den Hass und die Häme aus den Kreisen der Ankläger und ihrer medialen Netzwerke sieht, so kann man kaum an einen Neuanfang glauben. Das Märcchen von der 15.000 E teuren Badewanne geistert ja - beispielsweise - noch durch manche Diskussionen, obwohl es längst als gezielte Unwahrheit entlarvt ist. Die "Modernisten" werden keine Ruhe geben. JOh I,zweites Kapitel, Vers 19: "Sie kamen zwar aus unserer Mitte; SIE HABEN ABER NIE ZU UNS GEHÖRT". Das trifft auch auf manchen Limburger Funktionär zu.


6
 
 thomasunglaublich 28. Oktober 2013 
 

Ermtigend und weise.

Ermutigend. Das ist die Haltung eines treuen Dieners.
Und es ist weise, daß er gleich klarstellt, daß er für die akuten Streitereien nicht zuständig ist.


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