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'Causa gloria.tv': Ermittlungen in Österreich laufen weiter

24. August 2013 in Aktuelles, 9 Lesermeinungen
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Staatsanwaltschaft Graubünden hat Ermittlungen gegen Internetportal eingestellt - Staatanwaltschaft Wien hat Ermittlungen übernommen


Wien (kath.net/KAP) Die Ermittlungen gegen das Internetportal "gloria.tv" in Österreich laufen weiter. Das bestätigte am Freitag eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Wien gegenüber "Kathpress". Derzeit liege der Akt bei Gericht, da nach den Hausdurchsuchungen in der Causa in Wien und Oberösterreich vor zwei Wochen Beschwerde von den Betroffenen eingelegt wurde, das Verfahren sei jedoch weiterhin offen. Zuvor war bekannt geworden, dass in der Schweiz die Ermittlungen eingestellt wurden. Die Staatsanwaltschaft Graubünden hatte dort gegen den Online-TV-Sender wegen Rassismus und Störung der Glaubens- und Kultusfreiheit ermittelt. "gloria.tv" hatte u.a. im Zusammenhang mit der Debatte um die "Pille danach" deutsche Bischöfe mit Hakenkreuzen dargestellt.


Mit den österreichischen Ermittlungen war zunächst die Staatsanwaltschaft Feldkirch befasst. Von dort wurde das Verfahren nach Wien verwiesen, wo es derzeit geprüft werde, so die Staatsanwaltschaft. Weiter ermittelt gegen "gloria.tv" wird aber laut Staatsanwaltschaft Graubünden auch in der Schweiz. So habe man Hinweise, dass Mitarbeiter des Portals sich ohne Aufenthaltsgenehmigung in der Schweiz aufgehalten und illegal für "gloria.tv" gearbeitet haben, erklärte ein Sprecher auf Anfrage der Schweizer katholischen Nachrichtenagentur KIPA.

Vorläufiger Höhepunkt der österreichischen Ermittlungen waren Hausdurchsuchungen in Wien und Oberösterreich vor knapp zwei Wochen. Dabei war es laut Bericht der "Kronenzeitung" zum Teil zu Handgreiflichkeiten gekommen, als die Beamten Datenträger sicherstellen wollten, kath.net hat berichtet.

"On air" ist "gloria.tv" seit 2005. "Unsere Ausrichtung orientiert sich streng an der katholischen Lehre", heisst es im Impressum. Seit 2006 leitet der Schweizer Priester Reto Nay den Sender. Nay wurde vom Churer Bischof Vitus Huonder im März 2013 amtsenthoben. Technischer Standort der Server ist Moldawien. Nay leitet den Sender gemeinsam mit dem aus St. Pölten stammenden Priester Markus Doppelbauer und dessen Schwester Eva Doppelbauer. Beteiligt am Portal ist außerdem die Moldawierin Doina Buzut. Rechtsträger der Seite ist laut "Zeit"-Recherchen die moldawische Firma "Nina Buzut Dodalu S.R.L" für Toilette- und Kosmetikartikel, die im Besitz von Doina Buzuts Schwester ist.

Copyright 2013 Katholische Presseagentur, Wien, Österreich
Alle Rechte vorbehalten.


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