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Evangelische Pädagogen gegen grün-roten Bildungsplan

22. August 2013 in Deutschland, 48 Lesermeinungen
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Baden-Württemberg: Homosexualität soll Pflichtstoff an den Schulen werden


Tübingen/Stuttgart (kath.net/idea) Kein Verständnis für die Absicht der grün-roten Landesregierung in Baden-Württemberg, Homosexualität zum Pflichtstoff an allen Schulen zu machen, haben evangelische Pä-dagogen. Der künftige Bildungsplan der Regierungskoalition sehe vor, die „Wertschätzung gegenüber unterschiedlichen sexuellen Identitäten und Orientierungen zum Leitprinzip für alle Fächer“ zu machen. Die Erprobung soll in der Grundschule und in den Klassen 5 und 6 erfolgen. Später würden auch die höheren Klassen einbezogen. Anknüpfungspunkte gebe es nicht nur im Fach Biologie, sondern auch in Deutsch, Gemeinschaftskunde, Geschichte und den Fremdsprachen. Sogar in Mathematik könne man „die gesellschaftliche Realität widerspiegeln“, indem Textaufgaben neben Mutter-Vater-Kind-Familien auch andere Lebensformen erwähnten. Nach Ansicht des Parlamentarischen Geschäftsführers der SPD-Fraktion, Stefan Fulst-Blei, gibt es einen „dringenden Handlungsbedarf“. Die meisten Jugendlichen wagten es nicht, sich während der Schulzeit zu outen. In einer Befragung hätten 35 Prozent der jungen Leute mit gleichgeschlechtlicher Veranlagung angegeben, dass sie einen Selbstmordversuch hinter sich hätten. Bei heterosexuellen Jugendlichen sei es nur jeder Zehnte.


„Die Frage, was Gott will, ist aus der Welt“

Die Evangelische Lehrer- und Erziehergemeinschaft in Württemberg hält die Pläne der Regierungsfraktionen für „einen starken Beitrag zur Desorientierung der Kinder in ihren ersten Schuljahren“. Noch ehe sie sich kritisch denkend mit verschiedenen Lebensformen auseinandersetzen könnten, sollten sie gleichgeschlechtliche Partnerschaften schätzen lernen, sagte der Vorsitzende, Paul-Gerhard Roller (Tübingen), der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Die Pläne seien ein Zeichen dafür, „dass die normative Kraft des Faktischen alle Gesellschaftsbereiche durchdringt“. Die Einstellung „So wie wir leben, ist es richtig“ habe sich durchgesetzt. Typisch sei der Ausspruch des Regierenden Bürgermeisters von Berlin, Klaus Wowereit (SPD), aus dem Jahr 2001: „Ich bin schwul – und das ist auch gut so!“ Durch das persönliche Bekenntnis entfalle die Möglichkeit, eine Lebensform zu kritisieren oder über mögliche Korrekturen nachzudenken. „Die Frage, was Gott will, ist aus der Welt“, bedauerte Roller. In der Bibel werden alle homosexuellen Praktiken abgelehnt.


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