Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  8. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  9. „Das Ende von Maria 2.0“
  10. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  11. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  12. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  13. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  14. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Ein fragwürdiger Geburtstagswunsch für einen Irrlehrer

3. April 2013 in Kommentar, 18 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


‚Dankbar und anerkennend’ gratuliert Bischof Fürst dem notorischen Kirchenkritiker Hans Küng zum Geburtstag. Dankbarkeit und Anerkennung für jemanden, der wesentliche Inhalte des Glaubens leugnet? Ein Kommentar von Johannes Graf


Stuttgart (kath.net/jg)
Gebhard Fürst, Bischof von Rottenburg-Stuttgart, hat Hans Küng zu dessen 85. Geburtstag gratuliert. Dagegen wäre an sich nichts einzuwenden, handelt es sich bei Küng doch um eine weit über Deutschland hinaus bekannte Persönlichkeit, die viele Jahre an einer Universität in der Diözese Rottenburg-Stuttgart unterrichtet hat.

An dieser Einschätzung ändert sich zunächst auch nichts, wenn man bedenkt, dass Küng im Jahr 1979 die kirchliche Lehrbefugnis entzogen wurde. Glückwünsche zum Geburtstag sind eine Geste, die auf zwischenmenschlicher Ebene auch jenen gegenüber angebracht ist, die andere Ansichten vertreten.

Bischof Fürst ist aber weit darüber hinausgegangen und er hat dies auf eine Weise getan, die nachdenklich macht. Auf der Internetseite der Diözese Rottenburg-Stuttgart ist eine Pressemeldung mit dem Titel „Wichtige Denkanstöße für suchende Menschen“ veröffentlicht. Diese beginnt mit dem Satz: „Dankbar und anerkennend gratuliert Bischof Gebhard Fürst dem Tübinger Theologieprofessor Hans Küng zu dessen 85. Geburtstag“. Fürst gratuliert Küng nicht nur zu dessen Geburtstag, sondern spricht ihm Dank und Anerkennung aus.


Wofür bedankt sich ein Bischof der katholischen Kirche bei einem der progressivsten und kirchenkritischsten Autoren der letzten Jahrzehnte? Für „all die wichtigen Anstöße und theologischen Grundlagenarbeiten, die er in den zurückliegenden Jahrzehnten für die Kirche und für suchende Menschen erbracht habe“, heißt es im Pressetext. Dies steht immerhin unter dem Vorbehalt, dass es noch „offene Fragen zwischen Küng und dem kirchlichen Lehramt“ gebe, die „nach wie vor der theologischen Klärung“ harren würden.

Leider geht aus dem Text nicht hervor, welche „wichtigen Anstöße“ Küng für die Kirche und suchende Menschen erbracht hat und worin die „theologische Grundlagenarbeit“ besteht, für die sich Bischof Fürst bedankt. Ist vielleicht die Leugnung der Gottheit Christi und damit der Dreifaltigkeit Gottes gemeint, oder Küngs dauernde Kritik an Papst Benedikt XVI., dem er eine „Restaurationspolitik“ vorwirft, die „antikonziliar“ sei und außerdem „gescheitert“ (Offener Brief an alle Bischöfe 2010)? Oder sein „Projekt Weltethos“, in dem er unter anderem behauptet, es gebe „verschiedene wahre Religionen“?

Auch der Fürstsche Vorbehalt ist unsinnig. Küng hat seine Lehrbefugnis nicht wegen „offener Fragen“ verloren, die noch einer „theologischen Klärung“ bedürfen, sondern weil er zentrale Glaubensinhalte geleugnet hat und dies bis heute tut. Das wollte die Kirche den katholischen Theologiestudenten an der Universität Tübingen nicht mehr länger zumuten. Hans Küng hat mit seinen Thesen Verwirrung gestiftet und Grundlagen des katholischen Glaubens nicht erarbeitet sondern geleugnet. Daran sollte auch denken, wer ihm zum Geburtstag gratuliert.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Irrlehren

  1. Österreichische 'Links-Katholiken' entdecken, dass auch Papst Leo XIV. katholisch ist
  2. US-Bischof Paprocki über Kardinal McElroys Thesen, Häresien und ihre Konsequenzen
  3. "Pfingstbotschaft" von Bätzing: Segnet Schwule!
  4. Subtile Häresien vom Vorsitzenden der Schweizer Bischofskonferenz
  5. Der 'Amokkauf' der Maria Divine Mercy
  6. Weihbischof Schneider: ‚Die vierte große Krise der Kirche’
  7. Erzbistum Dublin warnt vor der 'Warnung'
  8. Medaille der ‚Warnung’: Maria mit Dornenkrone
  9. Neues zur ‚Warnung’: die ‚Australian Connection’
  10. Identität der 'Seherin' der 'Warnung' enthüllt







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  3. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  4. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  5. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  6. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  7. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  8. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  9. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  10. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  11. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  12. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  13. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  14. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  15. Erschütterndes Historiendrama: Netflix-Serie „Fauda“ verarbeitet den Terror des 7. Oktober

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz