Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. Tantum ergo Sacramentum
  4. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  5. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  6. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  7. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  10. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  11. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  12. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  13. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

Bischofskonferenz: Neue Abmahnung gegen Pfeiffer

19. Jänner 2013 in Deutschland, 5 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Deutsche Bischofskonferenz wehrt sich weiter juristisch gegen die Vorwürfe des Kriminologen Christian Pfeiffer, die Bischöfe hätten die Erstveröffentlichung von Forschungsergebnissen verhindern oder zensieren wollen.


Bonn (kath.net/KNA) Die Deutsche Bischofskonferenz wehrt sich weiter mit juristischen Schritten gegen den Kriminologen Christian Pfeiffer und dessen Vorwürfe, die Bischöfe hätten die Erstveröffentlichung von Forschungsergebnissen verhindern oder zensieren wollen. Anwälte des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD) haben am Freitag an Pfeiffer und sein Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) «eine konkretisierte Abmahnung gerichtet», bestätigte der Sprecher der Bischofskonferenz, Matthias Kopp, am Samstag in Bonn auf Anfrage der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA).

Dies sei aus rechtlichen Gründen erforderlich. Zudem hätten die Anwälte den Bischöfen empfohlen, «die erforderlichen gerichtlichen Schritte einzuleiten», wenn diese «konkretisierte Unterlassungsverpflichtungserklärung nicht abgegeben werden sollte». Die Frist dafür laufe am Montagabend ab. Pfeiffer habe sich ebenfalls am Freitag in einem Brief an Erzbischof Robert Zollitsch, den Vorsitzenden der Bischofskonferenz, gewandt und um die Rücknahme der Unterlassungsverpflichtungserklärung gebeten. Kopp nannte den Vorschlag und das Vorgehen des Kriminologen «inakzeptabel», auch weil dieser zunächst die Medien über den Schritt informiert und den Brief erst dann dem Adressaten zugesandt habe.


In der Erklärung soll sich der Kriminologe unter anderem dazu verpflichten, nicht weiter den Eindruck zu erwecken, es gebe keine neueren Vertragsentwürfe als den auf der KFN-Homepage veröffentlichten vom Mai 2012. Die späteren Entwürfe, die Pfeiffer nicht veröffentliche, zeigten aber sehr deutlich, dass der Bischofskonferenz nicht der Vorwurf gemacht werden könne, sie habe «in den Verhandlungen seit Juni 2012 irgendwelche Wünsche geäußert, nach denen es möglich gewesen wäre, die Erstveröffentlichung von Forschungsergebnissen zu verhindern beziehungsweise zu zensieren». Sollten Pfeiffer oder das KFN eine solche Behauptung aufstellen, was bisher nicht ausdrücklich erfolgt sei, werde den Bischöfen empfohlen werden, «auch gegen solche Falschdarstellungen rechtlich vorzugehen».

Die Deutsche Bischofskonferenz hatte im Sommer 2011 zwei Projekte zur Erforschung des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche gestartet. Für eine der beiden Studien war das KFN unter der Leitung Pfeiffers zuständig. In der vergangenen Woche wurde das Ende der Zusammenarbeit verkündet und zugleich angekündigt, die Studie mit anderen Partnern fortzusetzen. Die Bischöfe erklärten zur Begründung, sie hätten kein Vertrauen mehr in Pfeiffer. Zugleich unternahmen sie rechtliche Schritte, um ihm den Vorwurf der Zensur zu untersagen.

Pfeiffer sprach aber weiterhin in Interviews und Talkshows von versuchter «präventiver Zensur» durch die Kirche. Die Bischöfe hätten nach Beginn des Forschungsprojekts im Jahr 2011 neue Regeln zur wissenschaftlichen Auswertung und Publikation der Ergebnisse aufstellen wollen. In einem Vertragsentwurf habe es sinngemäß geheißen, dass man über die Texte im Beirat diskutiere, dass aber nichts veröffentlicht werden dürfe, wenn man sich nicht einige. Auch dies, so die Bischofskonferenz, sei zwar in dem Vertragsentwurf vom Mai 2012 enthalten gewesen, aber in späteren Entwürfen nicht mehr. Dies aber erwähne Pfeiffer in seinen öffentlichen Äußerungen nicht.

(C) 2013 KNA Katholische Nachrichten-Agentur GmbH. Alle Rechte vorbehalten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Deutsche Bischofskon

  1. Bischof Dr. Heiner Wilmer SCJ wird neuer Bischof von Münster
  2. Deutsche Bischofskonferenz beschließt: Man will in Rom um Erlaubnis für Laienpredigt bitten
  3. Burger: „Kurzum, wie hältst Du es mit Religion und Kirche? Wie geht das mit dem Glauben?“
  4. Woelki: „Herr, offenbare du deinen Willen für deine Kirche, das ist der Kernsatz aller Synodalität“
  5. „Garant der Einheit in der Liebe ist der Hirte der Universalkirche, derzeit der Hl. Vater Leo XIV.“
  6. Zwei (renommierte und namentlich bekannte) Missbrauchsopfer „blitzen mit ihren Protesten ab“
  7. Kardinal Woelki zur Polarisierung in der Bischofskonferenz: „Diese Situation ist belastend“
  8. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  9. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  10. Auch Bischof em. Hanke/Eichstätt erhebt Einwände gegen DBK-Papier zur sexuellen Vielfalt







Top-15

meist-gelesen

  1. 'Putin ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr mehr Christen zu töten als der ISIS'
  2. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  3. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  4. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  5. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  6. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  7. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  8. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  9. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  10. Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
  11. Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben
  12. Britische Regierung will ein Verbot für katholische Premierminister aufheben
  13. Tantum ergo Sacramentum
  14. Stift Heiligenkreuz unter neuer Leitung
  15. '40 Tage für das Leben' in Wien

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz