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'Je mehr Gremien, desto weiter von Pfingsten entfernt'

1. Juni 2012 in Spirituelles, 40 Lesermeinungen
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Weihbischof Athanasius Schneider kritisiert in Maria Vesperbild deutschen Gremienkatholizismus und die Handkommunion. Krise der Kirche sei vor allem eine "Krise des eucharistischen Lebens"


Augsburg (kath.net)
Weihbischof Athanasius Schneider hat am vergangenen Pfingssonntag bei einer Hl. Messe im bekannten Marienwallfahrtsort Maria Vesperbild Kritik am deutschen Gremienkatholizismus geübt. „Je mehr Gremien, je mehr Sitzungen, je mehr Furcht und Minderwertigkeitskomplexe vor der öffentlichten Meinung, vor dem politisch Korrekten, desto weniger echte Reform der Kirche, desto weiter ist man vom wahren Pfingsten entfernt.“, betonte Schneider, der derzeit Weihbischof in Kasachstan ist, wörtlich.

Für Schneider stehe auch fest, dass die Kirche heute eine große Krise durchlebe. Dies sei eine „Krise der Gottesverehrung“ und vor allem eine „Krise des eucharistischen Lebens“. „Diese Krise zeigt sich vor allem an einigen Wunden am Leib der Kirche von heute.“ Eine große Wunde stelle für Schneider die weitverbreite Art des Kommunionsempfangs dar, wo der „anbetungswürdige Leib Christi, in dem die ganze Majestät der Gottheit in der so kleinen und zarten Hostie gegenwärtig ist, ohne erkennbar sakralen Anbetungsgesten empfangen wird.“ Dies hinterlasse den Eindruck, als ob hier eine gewöhnliche Speise behandle. „Wie gross ist der Kontrast zwischen der heute weitverbreiteten Form der Handkommunion mit ihren minimalsten Zeichen der Anbetung auf der einen Seite ,und den herrlichen Beispielen aus der Heiligen Schrift und den Beispiel der Katholiken aus den vergangenen zweitausend Jahren, und auch den Beispielen unserer eigenen Vorfahren, Eltern, Grosseltern auf der anderen Seite!“, stellte Schneider dann fest.


Der Weihbischof verwies dann auf das Beispiel von Papst Benedikt, der seit dem Fronleichnamsfest 2008 die Hl. Eucharistie ausschließlich kniend und in den Mund austeilt. „Er ist der Stellvertreter Christi auf Erden und gibt uns allen eine klare praktische Lehre. Ein echter Katholik, und noch mehr ein katholischer Bischof, kann diese Geste des Papstes nicht ignorieren“, so Schneider abschließend.

kathTube/KTV-Vortrag von Bischof Schneider über die Schönheit der Liturgie




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