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Zollitsch: 'Vom Altar aus Brücken zu Orten des Alltags bauen'

7. Mai 2012 in Deutschland, 6 Lesermeinungen
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Erzbischof Zollitsch weiht acht Priester: Mit Vertrauen in die Zukunft. Das Leitwort des Weihejahrgangs 2012 lautet: „Es liegt mir alles daran, das Evangelium zu verkünden“ (nach Röm 1,15).


Freiburg (kath.net/pef) Priester dürfen nach den Worten von Erzbischof Robert Zollitsch „offen und mit Vertrauen in die Zukunft gehen“ – auch wenn sie heute noch nicht wissen, wo Sie in fünf, in zehn oder in zwanzig Jahren tätig sein werden. „Diese Offenheit ist eine große Chance“, sagte der Erzbischof bei einer Weihe von acht Priestern am Sonntag (6.5.) im Freiburger Münster.

Mit der Zukunft der Kirche sei es ähnlich: Niemand wisse, wie die Seelsorge in zehn oder zwanzig Jahren genau aussehen wird. „Wir wissen heute noch nicht, wie sich künftige Wege des Glaubens gestalten; welches Gesicht die Kirche der Zukunft hat.“ Entscheidend sei die Bereitschaft von Christen, sich von Gott führen zu lassen und „Frucht zu bringen im Weinberg des Herrn - aus der Verbindung mit Jesus Christus.“ Wer tief in Gott verwurzelt sei, brauche keine Angst zu haben, erklärte Erzbischof Zollitsch: „Er kann sich weit zu den Menschen hinauswagen, kann vom Altar aus Brücken zu den vielen Orten des Alltags bauen.“

„Ohne Glaube, Hoffnung und Liebe droht Burnout“

Nicht jeder Winkel des Weinbergs werde sich den neu geweihten Priestern gleich erschließen, sagte der Erzbischof unter Hinweis auf das Sonntagsevangelium (Joh 15, 1-8 = Bildrede vom Weinstock): „Wir sind wie die Rebe am Weinstock und brauchen die Verwurzelung in ihm. Weinstock und Rebe bilden eine Einheit, wie Wurzel und Wachstum, Trieb und Frucht. Die Rebe – getrennt vom Weinstock – ist saft- und kraftlos, sie verdorrt. Der Lebensstrom der Rebe kommt von ihrer Wurzel. Der Lebensstrom des Christen kommt von Gott. Der Lebensstrom aus Glaube, Hoffnung und Liebe. Ohne sie wird unser Leben saft- und kraftlos.“ Ohne sie drohe der „Burnout“. Priester müssten deshalb „den Zugang zu den Quellen offen halten“: In der Feier der Sakramente, im Gebet, beim Lesen der Bibel und bei der „Spurensuche nach Gott im Alltag“ könnten sie immer neu die Verbindung zu Jesus Christus, dem Weinstock, festigen: „Nur so können wir fruchtbare Mitarbeiter der Menschenliebe Gottes sein. Nur wenn wir uns die Zeit nehmen, mit Gott zu reden, können wir auch überzeugt und überzeugend von ihm reden.“

„Glauben bleibt nur in einer gesunden Balance lebendig“


In den Herausforderungen des Alltags gibt es nach den Worten Zollitschs die Gefahr, „Gott zu vergessen, das Gebet auf später zu verschieben oder es gar als zweitrangig zu erachten“. Doch nur wer seine Antennen auf Gott ausrichte, werde in der Vielfalt und den Verpflichtungen des Alltags nicht die Orientierung verlieren. Nur in einer gesunden Balance bleibe der Glaube lebendig: „Wo die Verwurzelung in Gott, wo die innere Sammlung fehlt, steht die Sendung in Gefahr, zum Aktionismus und zur Zerstreuung zu verkommen. Und wo die Sendung fehlt, der Aufbruch zu den Menschen, steht die Sammlung in Gefahr, sich in der Sakristei zu verschanzen und zu einer sich nur noch um sich kreisenden Selbstbemitleidung zu werden.“ Wer tief in Gott verwurzelt sei, brauche keine Angst zu haben: „Er kann sich weit zu den Menschen hinauswagen, kann vom Altar aus Brücken zu den vielen Orten des Alltags bauen.“

"Die Welt braucht Priester, heute, morgen und immer" ...

Erzbischof Zollitsch zitierte zur Priesterweihe auch Papst Benedikt, der in seiner Ansprache an die Seminaristen im September 2011 im Collegium Borromaeum in Freiburg formuliert hatte, es brauche „das rechte Bleiben-mit-Christus, das tief in ihn Eingewurzelt-Werden“– und zugleich das „immer mehr hinausgehen, Botschaft bringen, weitergeben, nicht für sich behalten, sondern das Wort zu denen bringen, die fern sind und die doch alle als Geschöpfe Gottes und als von Christus Geliebte die Sehnsucht nach ihm im Herzen tragen.“ In einem Brief an die Seminaristen hatte Papst Benedikt von einem Erlebnis im Dezember 1944 berichtet, als er zum Soldatendienst eingezogen wurde und der Kompaniechef jeden einzelnen fragte, welchen Beruf er für die Zukunft anstrebe. Joseph Ratzinger antwortete, er wolle Priester werden. Darauf sagte der Leutnant: „Da müssen Sie sich etwas anderes suchen. Im neuen Deutschland werden Priester nicht mehr gebraucht“. Die Geschichte habe sich – Gott sei Dank! – anders entwickelt: Der 17Jährige Joseph Ratzinger blieb seiner Entscheidung treu, Priester zu werden. In seinem Schreiben hebt Benedikt XVI. hervor: „Gott lebt, und er braucht Menschen, die für ihn da sind und die ihn zu den anderen Menschen bringen. Ja, es hat Sinn, Priester zu werden: Die Welt braucht Priester, heute, morgen und immer, solange sie besteht.“ Das Leitwort des Weihejahrgangs 2012 lautet: „Es liegt mir alles daran, das Evangelium zu verkünden“ (nach Röm 1,15).

ADSUM - Berufen zum Priester


Foto: (c) Erzbistum Freiburg/Andreas Gerhardt


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Lesermeinungen

 Tina 13 8. Mai 2012 

\'Vom Altar aus Brücken zu Orten des Alltags bauen\'

Ihr feiert nicht mehr das Hl. Opfermahl, sondern Mahlgemeinschaft.

Solange ihr nicht die Umkehr schafft, fällt eure Brücke leider ins Wasser und es macht „platsch“.

„Kleine Kinder plantschen gerne“, die Gläubigen aber wollen die Wahrheit und das gefeierte Hl. Opfermahl Christus zugewandt und keine Mahlgemeinschaft für xy!

Mk 11,22-24 Jesus sagte zu ihnen: Ihr müsst Glauben an Gott haben. Amen, das sage ich euch: Wenn jemand zu diesem Berg sagt: Heb dich empor und stürz dich ins Meer!, und wenn er in seinem Herzen nicht zweifelt, sondern glaubt, dass geschieht, was er sagt, dann wird es geschehen. Darum sage ich euch: Alles, worum ihr betet und bittet - glaubt nur, dass ihr es schon erhalten habt, dann wird es euch zuteil.


1
 
 kaiserin 7. Mai 2012 
 

\"Vom Altar aus...

Brücken zu Orten des Alltags bauen\"?.. Tja, Exzellenz, um diese Brücken zu bauen,da sollten Sie als erstes all die KOMMUNIONHELFER(-innen) von dort wegräumen! Man\"stolpert\" nämlich darüber!


2
 
 EinfacherChrist 7. Mai 2012 
 

Priester

Ausser schönen Worten haben Priester in Deutschland nichts von ihren Bischöfen zu erwarten. Hier in München können Priester ganz massiv in ihren Gemeinden gemobbt werden und Erzbischof und Generalvikar schauen tatenlos zu. Schlimmer: Sie treten noch nach. Hier geht es nur um Macht und Karriere und dafür geht man über Leichen. Menschen, Priester und Gemeinden bleiben dabei auf der Strecke.


2
 
 suvero 7. Mai 2012 
 

Ach, Erzbischof Zollitsch, es wäre schön, wenn Sie diese Worte uns nun auch vorleben würden. Verzeihung, doch wenn ich etwas von Ihnen lese, ist es immer gegen Rom, hl. Vater und die kath. Lehre. Folgen nun auch Taten - ein stoppen des Irrsinns der \"ungehorsamen\" Priester, deutliche Worte für die kath. Kirche, deren klare und deutlichen Geboten und Lehren?


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 kaiserin 7. Mai 2012 
 

Ach, Exzellenz! Ich auch KANN und WILL nur noch auf die Zukunft vertrauen,denn heute ist IHRE deutsche Kirche sowieso stark dekadent!


3
 
 catolica 7. Mai 2012 
 

vertrauen inn die zukunft mit einem klaren JA;


1
 

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