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Papstsekretär Georg Gänswein: Lest das Buch!

19. März 2012 in Buchtipp, 4 Lesermeinungen
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"Seitdem bekannt ist, dass der Privatsekretär des Papstes persönlich kommt, ist der Andrang sehr groß.“ - Eindrücke von der Buchpräsentation von Franziskus v. Ritter-Groenesteyn


München (kath.net) „Ich weiß nicht, ob ich noch einen Platz für Sie freihalten kann,“ sagte mir die Verlegerin Gisela Geirhos am Telefon, „seitdem bekannt ist, dass der Privatsekretär des Papstes persönlich kommt, ist der Andrang sehr groß.“ Als ich den Münchener Presseclub am Marienplatz betrete, platzt er aus allen Nähten. Vier Fernsehteams, alle namhaften Redaktionen sind vertreten.

Es kommt nicht alle Tage vor, dass der persönliche Assistent des Papstes ein Buch vorstellt: „Benedikt XVI., Prominente über den Papst“. „Wegen der negativen Reaktion der Mitglieder des Bundestages damals, als der Papst Deutschland besuchte, wollte ich ein Gegengewicht schaffen. Die Menschen sollten die Gelegenheit bekommen, den Papst, abseits der Verzerrungen in der Presse, von einer persönlicheren Seite kennenzulernen“, begründet die Verlagsleiterin von Media Maria die Buchinitiative. „Prälat Gänswein war so freundlich sich als Herausgeber zur Verfügung zu stellen.“ Er habe dies gern getan, sagte der Prälat, und zwar „aus Neigung und Überzeugung“, weil er mit den Beiträgen dem Heiligen Vater eine Freude zu seinem fünfundachtzigsten Geburtstag machen könne.

Zu Anfang sei es schwer gewesen, Prominente für einen Beitrag zu gewinnen, so Frau Geirhos, insbesondere die Angst von Personen, die im Fernsehen tätig sind, oder eine große Medienpräsenz haben, sich für das Christentum zu outen, habe sie enttäuscht; zumal diese Personen kein Problem haben über Islam oder Buddhismus ganz offen zu sprechen. Wie anders klingt da doch die Haltung des Politikers Dr. Stoiber zum Glauben: „Ich verstehe die Botschaft Papst Benedikt XVI. so, dass wir Christen unsere Werte und Wurzeln offensiv leben und vertreten sollen.“


Frau Geirhos ist voller Dankbarkeit, bei der Erinnerung an die vielen Stolpersteine und Hürden für dieses Buch „Mein Türöffner war Dr. Edmund Stoiber, er war einer der ersten, der sich für einen Beitrag zur Verfügung gestellt hat. Durch ihn konnte ich viele andere Prominente für das Buch gewinnen.“ So etwa den Unternehmer Prof. Dr. Claus Hipp für den es sehr wichtig ist „ bei allen Schwächen, die jeder Mensch persönlich hat, selber Zeugnis für Jesus zu geben.“

Dr. Stoiber, ebenfalls persönlich anwesend, war dankbar für diese Möglichkeit, weil erst so habe er zum Beispiel von Franz Beckenbauer erfahren, mit dem ihn eine langjährige Freundschaft verbindet, welche Sympathie der „Kaiser“ für den Papst hege und wie er selber bete. „Privat haben wir nie über den Glauben gesprochen, dabei ist der Heilige Vater eine der faszinierendsten Persönlichkeiten, die ich je kennengelernt habe und ein Mann, der trotz seiner Intelligenz von großer Bescheidenheit ist.“, sagte Dr. Stoiber und Prälat Dr. Gänswein fügt hinzu: „Der Heilige Vater lebt mit entwaffnender Milde, suavissime in modo“. Hart in der Sache, aber sanft im Ton. Es sei typisch für den Heiligen Vater, dass er niemals sage, etwas sei falsch oder hier irre man; nein, er wahre immer die Würde des Gegenüber. Er sage vielmehr „ Ich mache Ihnen den Vorschlag, das einmal so und so zu sehen.“

Durch das Buch, so Frau Geirhos, könne die heutige Gesellschaft, den Menschen Joseph Ratzinger aus der Perspektive verschiedenster Prominenter aus Politik, Wirtschaft, Sport, Kirche und Kultur neu erfahren. „Jeder Beitrag ist wie ein Mosaikstein, der dazu verhilft, dass am Ende ein farbiges Bild entsteht“, so das Vorwort zum Buch. „Von Zensur keine Spur! Alle haben geschrieben, wie ihnen Herz und Sinn standen.“

Und so geschrieben haben zum Beispiel so namhafte Personen, wie die Politiker Wolfgang Schäuble und Christine Haderthauer, der Unternehmer Claus Hipp, der Abt und Rockmusiker Notker Wolf, Prof. Dr. Hubert Gindert, die Sportlerin Maria Höfl-Riesch oder der Protestant Dr. Peter Gauweiler, den Dr. Stoiber so zitiert: „Ein Bayern ohne Glaube, ist ein Bayern ohne Seele“. Und Dr. Gauweiler, der unter den Presseleuten sitzt, nickt dazu. Und aus Rom wird für den Heiligen Vater ergänzt: „Mein Amt gehört der Welt, aber mein Herz schlägt bayerisch.“ Ein Satz, den auch der ehemalige bayerische Ministerpräsident für seinen Beitrag als Überschrift gewählt hat.

In der anschließenden Frage und Antwortstunde räumt Prälat Dr. Georg Gänswein mit der Mähr auf, dem Heiligen Vater werde bewusst Information vorenthalten. „Das Gegenteil ist der Fall. Der Heilige Vater hat viele verschiedene Quellen, aus denen er sich täglich informiert.“ Neben der Presse stünden ihm auch die kircheninternen Informationsquellen zur Verfügung, die ein Bild jenseits der Verzerrungen in der Presse zeichnen würden. So könne dem jüngsten Report entnommen werden, dass die Kirche weltweit wachse; sehr stark auf den Kontinenten Asien Afrika und Südamerika. Das Wachstum sei so stark, dass es den Glaubensschwund in Europa deutlich übersteige. Auffallend sei, dass die Kirche dort, wo sie auf großen Widerstand träfe, besonders stark wachse, aber dort, wo sie auf keinen träfe, dahin schmelze. Als Schlusswort richtet Prälat Georg Gänswein nochmals den freundschaftlichen und einladenden Appell an alle Pressevertreter „Lest das Buch!“

kath.net-Lesetipp:
Benedikt XVI. – Prominente über den Papst.
Georg Gänswein (Herausgeber)
Media Maria, gebunden, 192 Seiten
ISBN: 978-3981444469
Preis: 20,95 Euro

Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und dem RAPHAEL Buchversand (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch nur Inlandportokosten.

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Für Bestellungen aus der Schweiz: [email protected]

Pressekonferenz mit Prälat Georg Gänswein in München vom 15. März 2012



Foto: (c) kath.net/Franziskus v. Ritter-Groenesteyn


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Lesermeinungen

 backinchurch 20. März 2012 
 

@M.Schn-Fl

Danke für den Tip!
Da ich Sie für einen der vertrauenswürdigsten Poster halte, hab ich mal bei www.weltbild (!) die \"Leseprobe\" des Buches angeschaut. Ich werde mir das vorgeschlagene Buch kaufen.


0
 
 Kathole 19. März 2012 
 

@backinchurch

Das Problem mit dem Strömungswiderstand ist, rein physikalisch, daß dafür sowohl eine Strömung als auch ein dieser Strömung Widerstand leistender Körper benötigt wird. Für die folgende Betrachtung sind insbesondere der Druckwiderstand (Formwiderstand) und der Reibungswiderstand (Flächenwiderstand) relevant.

Am Gegenstrom aus dem Zeitgeist einer säkularisierten und gender-ideologisierten Gesellschaft mangelt es der Kirche in Mitteleuropa gewiß nicht.

Doch die Kirche hat hierzulande von der wirtschaftlich dominierenden Automobilindustrie abgeschaut, sich mit ihrer großen und überwiegend toten Bestandsmasse stromlinienförmig und windschnittig der immer stärkeren Strömung des Zeitgeistes immer besser anzupassen, sodaß, von einigen kleinen aber feinen Widerstandsnestern abgesehen, unter dem Strich dem reißenden Strom des Zeitgeistes kaum nennenswerter Widerstand entgegengebracht wird.

Deshalb findet das frische Wachstum der Kirche hier auch noch so wenig statt.

de.wikipedia.org/wiki/Str%C3%B6mungswiderstand


2
 
 M.Schn-Fl 19. März 2012 
 

@backinchurch

Bitte lesen Sie das Buch von John L Allen, einem der erfahrensten und kenntnisreichsten Vatikanisten.
\"Das Neue Gesicht der Kirche. - Die Zukunft des Katholizismus.\" Güthersloher Verlagshaus 2010
Das wird Sie wieder sehr viel optimistischer stimmen.


1
 
 backinchurch 19. März 2012 
 

Hoffnung

Zitat lt. Prälat Gänswein:
\"Auffallend sei, dass die Kirche dort, wo sie auf großen Widerstand träfe, besonders stark wachse, aber dort, wo sie auf keinen träfe, dahin schmelze.\"
Na dann sehen wir Katholiken in Europa ja \"goldenen Zeiten\" entgegen...
Ob ich das noch erleben werde? ;-)


2
 

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