Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. ADIOS!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  4. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  5. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  6. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  7. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  8. Vatikan dementiert Bericht über Abweisung Macrons durch den Papst
  9. Papst Leo sendet kraftvolle Grußbotschaft an die Teilnehmer des „Marsch für das Leben“/Washington
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  11. „Catholic Herald“: „Irlands schwindende Familien“
  12. THESE: Und die Bibel hat doch Recht!
  13. "Ich glaube, dass Gott das erste Selfie geschossen hat.“
  14. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  15. US-Vizepräsident Vance wird erneut beim „March for Life“ teilnehmen und sprechen

Mutter Angelica: Werfen Sie Ihren Mann hinaus!

10. März 2012 in Spirituelles, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Sind Sie verrückt? Eine andere Frau schläft mit Ihrem Mann unter Ihrem Dach, und Sie können das nicht beurteilen?“ Werfen Sie Ihren Mann hinaus! – Leseprobe 3 aus dem Buch „Mutter Angelica“ von Raymond Arroyo / Nachrichtendirektor von EWTN


Wien (kath.net) Und obwohl die Menschen ihre Bischöfe mit Namen kannten, waren persönliche Begegnungen doch selten. Nur Mutter Angelica hatte Einblick in das Alltagsleben der gläubigen Laien – sie blickte in ihre Wohnzimmer, ihre Schlafzimmer, ihre Küchen. So familiär und vertraut wie eine morgendliche Tasse Tee, tauchte sie plötzlich dann mit einem inspirierten Wort auf, wenn es gerade vonnöten war. Indem sie Menschlichkeit zeigte, sich und ihre eigenen Fehler auf die Schippe nahm, machte sie Heiligkeit zu einer attraktiven und durchaus praktikablen Angelegenheit für die Massen. Mutter Angelica redete in der Sprache des Volkes, wobei sie einen Jargon benutzte, den man eher bei einem Friseur antraf als in einer Kathedrale.

„Wenn man Jesus in seinem Alltagsleben nahe ist, kann man Ihn auf eine sehr einfache Art erklären, weil man auf den lebendigen Jesus eingestimmt ist, auf das lebendige Evangelium“, erklärte Angelica ihre Vorgehensweise. „Jesus sprach die Sprache des Volkes – die man verstehen konnte; auch die Kinder konnten sie verstehen. Wir in der Kirche sprechen allzu oft nur zu uns selbst.“

Ihr Programm griff Probleme wie Drogensucht, Alkoholismus, Scheidungsschmerz und Einsamkeit auf und strich damit geistlichen Balsam auf die Wunden der einfachen Menschen. Die „Verwundeten und Verletzten“, das waren die Menschen, die zu ihr gehörten. Es waren Menschen wie Rita Rizzo.


Als eine Anruferin Mutter Angelica mitteilte, dass ihr Mann eine andere Frau mit nach Hause gebracht hatte, damit sie bei ihnen wohne, war Angelicas typischer Rat: „Werfen Sie ihn hinaus!“

„Aber das kann ich doch nicht!“, sagte die Anruferin.

„Was können Sie nicht?“

„Sie wissen doch nicht, wo sie hingehen sollen.“

„Ich könnte ihnen schon sagen, wo sie hingehen können“, knurrte Mutter Angelica. „Sie steuern auf die Hölle zu! Schicken Sie sie zum Teufel!“

„Ich kann sie doch nicht verurteilen“, wimmerte die Anruferin.

„Sind Sie verrückt? Eine andere Frau schläft mit Ihrem Mann unter Ihrem Dach, und Sie können das nicht beurteilen?“

Bei einer anderen Gelegenheit hielt Mutter Angelica ihrem Publikum einen Vortrag darüber, wie man sich anständig kleidet, wobei sie auch nicht die älteren Mitbürger ausnahm: „Niemand sagt Ihnen das, weil alle befürchten, Ihre Gefühle zu verletzen. Aber glauben Sie mir: Bei manchen von euch alten Mädels ist es wirklich besser, etwas mehr zu bedecken! Was immer Sie herzeigen wollen, ist eh nicht mehr vorhanden.“

Es gab aber auch ernste Momente. Eine Frau mit multipler Sklerose, von Mann und Kindern verlassen, rief Mutter Angelica eines Abends verzweifelt an. „Ich weiß, was Sie empfinden. Bei meiner Mutter war das auch so“, fühlte Angelica mit ihr. „Schieben Sie aber nicht Gott dafür die Schuld zu, was Ihr Mann oder Ihre Kinder getan haben… Sie haben ein schweres Kreuz zu tragen, legen Sie nicht noch das Kreuz der Verbitterung obendrauf. Das passiert nämlich, wenn Sie Ihre Hoffnung aufgeben. Ich möchte, dass Sie dieses Kreuz auf sich nehmen und es Maria übergeben… Sie weiß, was es heißt, verlassen zu sein… Und jetzt werde ich für Sie ein Gebet sprechen.“

„Sie war bodenständig und biblisch zugleich“, sagte Ben Armstrong von der Nationalen Vereinigung religiöser Rundfunksender im Jahre 1985. „Sie ist der Bischof Fulton Sheen dieser Generation, und diese bedarf ihrer Stimme.“ Die Kabelbranche stimmte dem zu.

kath.net-Lesetipp:

Raymond Arroyo: Mutter Angelica: Die unglaubliche Geschichte einer mutigen Nonne: Eine Nonne schreibt Fernsehgeschichte
Gebundene Ausgabe: 440 Seiten, Media Maria
ISBN: 3981145275
Preis 20,90 Euro

Alle Bücher und Medien können direkt bei KATH.NET in Zusammenarbeit mit der Buchhandlung Christlicher Medienversand Christoph Hurnaus (Auslieferung Österreich und Deutschland) und dem RAPHAEL Buchversand (Auslieferung Schweiz) bestellt werden. Es werden die anteiligen Portokosten dazugerechnet. Die Bestellungen werden in den jeweiligen Ländern (A, D, CH) aufgegeben, dadurch nur Inlandportokosten.

Für Bestellungen aus Österreich und Deutschland: [email protected]

Für Bestellungen aus der Schweiz: [email protected]

kathTube-Video: Mutter Angelica über die persönliche Heiligkeit




Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Heiligkeit

  1. Is J.R.R. Tolkien a saint?
  2. Ist J.R.R. Tolkien ein Heiliger?
  3. Die Eucharistie – Mein Weg zum Himmel
  4. Die Eucharistie – Mein Weg zum Himmel
  5. Die Eucharistie – Mein Weg zum Himmel
  6. Die Eucharistie – Mein Weg zum Himmel
  7. Ein Leben im Dienst der Heiligkeit
  8. Strategien des Teufels gegen gute Menschen
  9. Zur Heiligkeit berufen
  10. Auf den Weg der Heiligkeit gerufen






Top-15

meist-gelesen

  1. ISLAND-REISE - KOMMEN SIE MIT! - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  2. „In Deutschland tobt derzeit ein Kirchenkampf“ - Droht ein Schisma?
  3. ADIOS!
  4. "Entsprechend klein ist die Lücke, die er hinterlässt"
  5. Debatte um Leitung der Deutschen Bischofskonferenz - Lehramtstreue Bischöfe als „Königsmörder“?
  6. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  7. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Möchte mich nun an liberale Theologen und Gläubige wenden“
  8. Synodaler Weg führte zu Streit und Verwerfung
  9. Große kath.net-Leserreise nach Rom - Ostern 2027 - Mit P. Johannes Maria Schwarz
  10. ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
  11. Kardinal Zen: Papst Leo „ist wahrlich eine Leitungspersönlichkeit, die zuhören kann!“
  12. Katholikin Eva Vlaardingerbroek verliert Einreiseerlaubnis nach Großbritannien
  13. Hat der Synodale Weg „die katholische Kirche in Deutschland in Machtspiel und Kampfzone verwandelt“?
  14. Sterilisationen, schlechte Lebensbedingungen: Grönländer kritisieren dänische Herrschaft
  15. Entfremdung und Annäherung – Für einen Katholiken in Deutschland gibt es doch immer noch Rom

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz