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Mutter Angelica: Werfen Sie Ihren Mann hinaus!

10. März 2012 in Spirituelles, 6 Lesermeinungen
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„Sind Sie verrückt? Eine andere Frau schläft mit Ihrem Mann unter Ihrem Dach, und Sie können das nicht beurteilen?“ Werfen Sie Ihren Mann hinaus! – Leseprobe 3 aus dem Buch „Mutter Angelica“ von Raymond Arroyo / Nachrichtendirektor von EWTN


Wien (kath.net) Und obwohl die Menschen ihre Bischöfe mit Namen kannten, waren persönliche Begegnungen doch selten. Nur Mutter Angelica hatte Einblick in das Alltagsleben der gläubigen Laien – sie blickte in ihre Wohnzimmer, ihre Schlafzimmer, ihre Küchen. So familiär und vertraut wie eine morgendliche Tasse Tee, tauchte sie plötzlich dann mit einem inspirierten Wort auf, wenn es gerade vonnöten war. Indem sie Menschlichkeit zeigte, sich und ihre eigenen Fehler auf die Schippe nahm, machte sie Heiligkeit zu einer attraktiven und durchaus praktikablen Angelegenheit für die Massen. Mutter Angelica redete in der Sprache des Volkes, wobei sie einen Jargon benutzte, den man eher bei einem Friseur antraf als in einer Kathedrale.

„Wenn man Jesus in seinem Alltagsleben nahe ist, kann man Ihn auf eine sehr einfache Art erklären, weil man auf den lebendigen Jesus eingestimmt ist, auf das lebendige Evangelium“, erklärte Angelica ihre Vorgehensweise. „Jesus sprach die Sprache des Volkes – die man verstehen konnte; auch die Kinder konnten sie verstehen. Wir in der Kirche sprechen allzu oft nur zu uns selbst.“

Ihr Programm griff Probleme wie Drogensucht, Alkoholismus, Scheidungsschmerz und Einsamkeit auf und strich damit geistlichen Balsam auf die Wunden der einfachen Menschen. Die „Verwundeten und Verletzten“, das waren die Menschen, die zu ihr gehörten. Es waren Menschen wie Rita Rizzo.


Als eine Anruferin Mutter Angelica mitteilte, dass ihr Mann eine andere Frau mit nach Hause gebracht hatte, damit sie bei ihnen wohne, war Angelicas typischer Rat: „Werfen Sie ihn hinaus!“

„Aber das kann ich doch nicht!“, sagte die Anruferin.

„Was können Sie nicht?“

„Sie wissen doch nicht, wo sie hingehen sollen.“

„Ich könnte ihnen schon sagen, wo sie hingehen können“, knurrte Mutter Angelica. „Sie steuern auf die Hölle zu! Schicken Sie sie zum Teufel!“

„Ich kann sie doch nicht verurteilen“, wimmerte die Anruferin.

„Sind Sie verrückt? Eine andere Frau schläft mit Ihrem Mann unter Ihrem Dach, und Sie können das nicht beurteilen?“

Bei einer anderen Gelegenheit hielt Mutter Angelica ihrem Publikum einen Vortrag darüber, wie man sich anständig kleidet, wobei sie auch nicht die älteren Mitbürger ausnahm: „Niemand sagt Ihnen das, weil alle befürchten, Ihre Gefühle zu verletzen. Aber glauben Sie mir: Bei manchen von euch alten Mädels ist es wirklich besser, etwas mehr zu bedecken! Was immer Sie herzeigen wollen, ist eh nicht mehr vorhanden.“

Es gab aber auch ernste Momente. Eine Frau mit multipler Sklerose, von Mann und Kindern verlassen, rief Mutter Angelica eines Abends verzweifelt an. „Ich weiß, was Sie empfinden. Bei meiner Mutter war das auch so“, fühlte Angelica mit ihr. „Schieben Sie aber nicht Gott dafür die Schuld zu, was Ihr Mann oder Ihre Kinder getan haben… Sie haben ein schweres Kreuz zu tragen, legen Sie nicht noch das Kreuz der Verbitterung obendrauf. Das passiert nämlich, wenn Sie Ihre Hoffnung aufgeben. Ich möchte, dass Sie dieses Kreuz auf sich nehmen und es Maria übergeben… Sie weiß, was es heißt, verlassen zu sein… Und jetzt werde ich für Sie ein Gebet sprechen.“

„Sie war bodenständig und biblisch zugleich“, sagte Ben Armstrong von der Nationalen Vereinigung religiöser Rundfunksender im Jahre 1985. „Sie ist der Bischof Fulton Sheen dieser Generation, und diese bedarf ihrer Stimme.“ Die Kabelbranche stimmte dem zu.

kath.net-Lesetipp:

Raymond Arroyo: Mutter Angelica: Die unglaubliche Geschichte einer mutigen Nonne: Eine Nonne schreibt Fernsehgeschichte
Gebundene Ausgabe: 440 Seiten, Media Maria
ISBN: 3981145275
Preis 20,90 Euro

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kathTube-Video: Mutter Angelica über die persönliche Heiligkeit




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