Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Ist der Islam ‚eine alternative Form des byzantinischen Christentums‘?
  10. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  11. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  12. „Das Ende von Maria 2.0“
  13. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  14. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  15. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin

Die Mehrheit der Deutschen widerspricht ihrem Präsidenten

8. Oktober 2010 in Deutschland, 19 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Islam, dessen Verhältnis zur Demokratie für viele mehr als zweifelhaft ist, gehört nicht zu den Wurzeln unseres freiheitlich-demokratischen christlichen Menschenbildes - Ein Kommentar von Martin Lohmann


Köln (kath.net)
„Die gut gemeinte Rede des Bundespräsidenten zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit bedarf einer sauberen Analyse und gegebenenfalls einer klärenden Ergänzung durch das deutsche Staatsoberhaupt. Dessen Versuch, für eine klare und selbstverständliche Toleranz im Hinblick auf die verschiedenen Religionen zu werben, verdient Anerkennung. Gleichwohl sollte der Bundespräsident nicht übersehen, dass die jüdisch-christliche Tradition, auf der unsere Gesellschaft gebaut ist, nicht gleichgesetzt werden kann mit islamischen Vorstellungen von Demokratie und Selbstbestimmung. Es ist ein elementarer Unterschied, ob Deutschland ein christlich geprägtes Land ist oder ein islamischer Staat wäre. In der Präambel unseres Grundgesetzes ist von der Verantwortung vor Gott die Rede, womit ein Bekenntnis zur entsprechenden Leitkultur verbunden ist. Der Islam, dessen Verhältnis zur Demokratie für viele mehr als zweifelhaft ist, gehört nicht zu den Wurzeln unseres freiheitlich-demokratischen christlichen Menschenbildes. Hier hat der Präsident offenbar einiges verwechselt.


Daher fordern wir den Bundespräsidenten auf, seine Aussagen zu präzisieren. Respekt und Toleranz sind unabdingbar, dürfen aber nicht als Einladung zur Gleichmacherei missverstanden werden. Das Miteinander von Glaube, Vernunft und Freiheit ist eine Herausforderung, der sich keine Glaubensgemeinschaft entziehen darf. Nicht zuletzt wegen der fehlenden intellektuellen Trennschärfe war der Vortrag des Bundespräsidenten weder eine große Rede noch ein wirklicher Dienst im Blick auf das notwendige und jederzeit sichere Miteinander verschiedener Religionen innerhalb einer freiheitlichen Demokratie.

Die Mehrheit der Deutschen widerspricht ihrem Präsidenten. Viele erinnern daran, dass wir ein christlich geprägtes Volk in Verantwortung vor Gott sind, aber kein islamischer Staat. Wir wollen auch kein islamischer Gottesstaat werden. Der Islamgehört sicher nicht zu den Grundlagen unserer freiheitlich-demokratischen Grundordnung. Insofern ist nicht der Islam Teil von Deutschland, sondern selbstverständlich alle muslimischen Mitbürger, denen wie allen anderen auch der Respekt vor der unantastbaren Würde eines jeden Menschen geschuldet ist.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Politik

  1. Bremer Grünenpolitikerin Görgü-Philipp posiert mit Holocaust-Koffer – Rücktritt nach Eklat!
  2. 'Man kann mit der Begründung, man verteidige die Demokratie, die Demokratie nämlich auch abschaffen'
  3. Interne Grünen-Mail nach Berlin-Blackout: „NICHT Täter*innen/Ermittlungen in den Mittelpunkt ziehen“
  4. Das große CDU-Chaos ODER wenn ein angebliches Plagiat schlimmer als Abtreibung im 9. Monat ist!
  5. Erfolg für den Lebensschutz – Kein Geld für Planned Parenthood aus US-Bundesbudget
  6. US-Repräsentantenhaus untersucht möglichen Missbrauch von Steuergeld durch Planned Parenthood
  7. Transgender-Debatte: Grüne Politikerin El-Nagashi verlässt die Partei
  8. Sprecher des US-Repräsentantenhauses will Subventionen für Planned Parenthood streichen
  9. Gründer der ‚Catholics for Harris‘: US-Demokraten haben ein ‚wachsendes Problem mit Gott‘
  10. Wirtschaft, Grenzsicherheit, Kriminalität waren Wählern wichtiger als radikale Abtreibungspolitik







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo zu den Bischöfen: „Die Kirche in Frankreich liegt dem Papst sehr am Herzen!“
  3. Französische Bischöfe: Papst Leo hat das Herz der Franzosen berührt
  4. Er ist der dritte amtierende Papst in der Grotte von Massabielle/Lourdes: Leo XIV.
  5. ‚Trinkt auch ihr aus dieser Quelle!’ Der Durst, den nur Christus stillt
  6. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  7. Papst Leo erstaunt über hohe Zahl von Erwachsenentaufen in Frankreich
  8. Wo Begegnung zur Zivilisation der Liebe wurde. Die Armen als Fleisch Christi
  9. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  10. Junge Französin bekennt vor Papst: „Wie der heilige Paulus sagt: ‚Für uns ist Christus das Leben‘“
  11. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  12. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  13. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  14. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  15. Wenn das Nein nicht mehr zählt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz