Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  4. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  5. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  6. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  7. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  8. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  9. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  10. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  11. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  12. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  13. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  14. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  15. Bischöfliche Spökenkiekerei zum Jahreswechsel

War Frère Roger katholisch oder Protestant?

26. August 2008 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Jeden Morgen empfing er die Kommunion. Kein formeller Beitritt, aber Zugehörigkeit zur katholischen Kirche - Von Armin Schwibach / Die Tagespost.


Vatikanstadt (kath.net/DT) War der vor drei Jahren von einer Geisteskranken ermordete Gründer der Gemeinschaft von Taizé, Frère Roger Schütz, evangelisch oder katholisch? Er fühlte sich ohne formellen Beitritt der katholischen Kirche zugehörig und blieb gleichzeitig ein calvinistischer Pastor.

Papst Johannes Paul II. und Papst Benedikt XVI. haben ihm die heilige Kommunion gereicht. In einem Interview mit der vatikanischen Zeitung „L'Osservatore Romano“ vom 16. August 2008, das dann auch in der deutschen Wochenausgabe der vatikanischen Zeitung am 22. August veröffentlicht wurde, erläuterte Kardinal Walter Kasper, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, das Wie und Warum dieses einzigartigen Tatbestands.


Kardinal Kasper erklärte, dass Frère Roger in einer reformierten Tradition Pfarrer geworden sei. Diesen „Glaube seiner Ursprünge“ habe er mit all seinen Brüdern und Schwestern protestantischer Zugehörigkeit geteilt. Der Wunsch, seinen Glauben und sein geistliches Leben aus den Quellen anderer christlicher Traditionen zu speisen, habe ihn dann dazu geführt, „gewisse konfessionelle Grenzen“ zu überschreiten.

Im Laufe der Jahre sei Kasper zufolge der Glaube des Priors von Taizé zunehmend durch „das Glaubenserbe der katholischen Kirche bereichert“ worden. Dazu hätten vornehmlich die Rolle Marias in der Heilsgeschichte, die Realpräsenz Christi in der Eucharistie und das apostolische Dienstamt in der Kirche beigetragen, „einschließlich des Dienstamtes an der Einheit, das der Bischof von Rom ausübt“.

Als Antwort darauf habe die katholische Kirche zugestimmt, dass er die Eucharistie empfängt, wie er es jeden Morgen in der Kirche von Taizé getan hat. Aus diesem Grund habe Schütz mehrmals die Kommunion auch aus der Hand Papst Johannes Pauls II. empfangen.

Somit habe Kardinal Ratzinger während des Beerdigungsgottesdienstes für Johannes Paul II. lediglich wiederholt, was bereits vor ihm im Petersdom praktiziert wurde: „An der Geste des Kardinals war nichts Neues oder Ausgeklügeltes“, schloss der Präsident des Einheitsrates.

Roger Schütz habe seinen Glauben gefunden, ohne jemals „mit irgend jemandem“ zu brechen. Aus diesem Grund, so Kasper weiter, habe es Schütz vorgezogen, Begriffe wie „Übertritt“ oder „formeller“ Beitritt nicht zur Bezeichnung seiner Gemeinschaft mit der katholischen Kirche zu verwenden.

Es könnten lange theologische und kanonische Diskussionen geführt werden, so der Kardinal. Aus Achtung aber vor dem Glaubensweg Frère Rogers sei es angebrachter, „nicht Kategorien auf ihn anzuwenden, die er selbst als seiner Erfahrung unangemessen ansah und die ihm die katholische Kirche im Übrigen niemals auferlegen wollte“.

Die Tagespost - Lesen Sie, was Kirche und Welt bewegt. Fordern Sie jetzt Ihre kostenlose Leseprobe für 2 Wochen (6 Ausgaben) an - völlig unverbindlich für Sie!


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ökumene

  1. „Mit den beiden Lungenflügeln atmen“, singen und beten
  2. Papst veröffentlicht Schreiben zur Einheit der Christen
  3. Der Augenblick Gottes: Die Begegnung von Papst Paul VI. und Patriarch Athenagoras
  4. Die Ost- und Westkirche – „Schwesterkirchen“ - Die Brüder Andreas und Petrus treffen sich
  5. „Brückenbauer für die Einheit der Christen“
  6. "Einstellung von Patriarch Kyrill irritiert und erschüttert!"
  7. Kardinal Koch: Papstreise war Gewinn für Ökumene
  8. Churer Bischof Bonnemain möchte ‚Konfessionelle Eigenarten’ zugunsten der Ökumene ‚redimensionieren’
  9. Protest lehramtstreuer Katholiken: ‚Das kann nicht die echte Ökumene sein’
  10. Hartl: „Was Einheit unter Christen bedeutet“






Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  6. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  7. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  8. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt
  9. Ein Frühstück für den Verleugner
  10. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  11. „Wenn wir mit Papst Benedikt XVI. diesen tiefen Ernst unserer Taufe realisieren…“
  12. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  13. Warum zwei Kardinäle aus Afrika erst jetzt 80 Jahre alt werden
  14. „Ich fragte mich: Welche Drogen hat er jetzt genommen?“
  15. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz