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Zukünftig leichter möglich - Kommunion unter beiderlei Gestalten

vor Minuten in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Vatikanische Note im Vorfeld der Veröffentlichung des neuen Missale Romanum


Vatikan (kath.net/Zenit.org)
Die Katholiken des Römischen Ritus werden zukünftig regulär die Kommunion unter beiden eucharistischen Gestalten empfangen können. Das setzte eine vom Heiligen Stuhl veröffentlichte Note fest.

Das Dokument über die "Kommunion unter beiderlei Gestalt" wurde von der Gottesdienstkongregation erarbeitet und an die Bischöfe der Welt weitergeleitet. Bisher wurde es noch nicht vom Vatikanischen Pressesaal veröffentlicht.

Diese Note geht der bevorstehenden Veröffentlichung der dritten Ausgabe des Missale Romanum voraus, welche Papst Johannes Paul II. bereits am 20. April 2000 approbiert hatte.

Unter Nr. 283 enthält das neue Missale "verschiedene Verfügungen, welche nur im Römischen Ritus die Möglichkeit des Kommunionempfangs unter beiden Gestalten von Brot und Wein erweitern"

Die vatikanische Note weist darauf hin, dass es dem Diözesanbischof obliege, diesbezüglich "Normen zu erlassen", ohne zuvor auf Anweisungen der Bischofskonferenz zu warten. Das Dokument befasst sich jedoch nicht mit Details über die Art und Weise der Austeilung und den Empfang des eucharistischen Weines.

Der bisherige Kommunionempfang unter beiden Gestalten war in der Allgemeinen Instruktion des römischen Messbuches unter Nummer 242 geregelt.

Den Bischofskonferenzen kam laut dieser Norm die Kompetenz zu, über das Ausmaß und die Bedingungen zu bestimmen, unter denen ein Bischof den Empfang der Kommunion unter beiderlei Gestalt erlauben kann, und zwar insbesondere in für das geistige Leben wichtigen Augenblicken jeder Kommunität oder Gruppe von Gläubigen.

Pater Rinaldo Falsini, Mitglied der Franziskanerminoriten und Liturgieexperte hat in einem Interview mit der italienischen Zeitschrift "Settimana" die historische Bedeutung dieser vatikanischen Norm hervorgehoben, "mit der das Verbot (des Empfangs des eucharistischen Weines für die Gläubigen) verschwindet, welches auf das Konzil von Konstanz im Jahre 1415 zurückgeht und bereits 1963 durch das Zweite Vatikanum teilweise entschärft wurde".

In der Orthodoxie und den Altorientalischen Kirchen ist der Kommunionempfang unter beiden Gestalten immer schon in Gebrauch gewesen, ebenso wie in einigen evangelischen Kirchen.

Diese Innovation, argumentiert Pater Falsini, wird sich auch in der ökumenischen Bewegung niederschlagen. "Der Unterschied zwischen dem Priester und dem Gläubigen in bezug auf das Kelchabendmahl ist einer der kontroversen Punkte gewesen, ja, eine der Klagen, die von den Ostkirchen und den Reformierten Kirchen gegenüber der katholischen Kirche vorgebracht worden sind: jetzt fällt auch diese Barriere des ökumenischen Dialogs.



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