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Weihbischof Hofer bei "Adoratio" über die tiefste Form des Gebets

6. Oktober 2025 in Spirituelles, 2 Lesermeinungen
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Weihbischof Hansjörg Hofer beim Adoratio-Kongress: Eucharistische Anbetung als "innere Kraftquelle" und "Weg, um Christus immer ähnlicher zu werden"


Salzburg (kath.net/Erzdiözese Salzburg) Auf die zentrale Bedeutung der Anbetung im christlichen Leben hat Weihbischof Hansjörg Hofer am Samstag bei einer Eucharistiefeier im Rahmen des Adoratio-Kongresses im Salzburger Dom hingewiesen. Anbetung sei "die tiefste und innigste Form des Gebetes, die Huldigung des Geschöpfes an seinen Schöpfer", so der Bischof. Es gehe darum, "Gott als Gott anzuerkennen, sich vor ihm zu beugen, ihn in Liebe anzuschauen".

Kein Aktivismus

Anbetung und Eucharistie gehörten untrennbar zusammen, betonte Hofer. "Ohne die heilige Messe gibt es keine eucharistische Anbetung." In jeder Eucharistiefeier werde Christus in der Gestalt von Brot und Wein gegenwärtig und bleibe es auch darüber hinaus in der konsekrierten Hostie. Dies sei der Grund, warum Anbetung möglich und geboten sei, so der Bischof, der dies als ein "Geheimnis des Glaubens" bezeichnete.


Anbetung bedeute nicht Aktivismus oder äußeres Tun, sagte Hofer. Der Mensch brauche dabei nichts leisten und nichts erreichen, sondern könne "einfach dem Herrn in die Augen schauen", in ihm den "besten Freund" besuchen und in seiner Gegenwart verweilen. In dieser Haltung sei intensive geistliche Erfahrung möglich: “Gott reicht dir in der Anbetung seine Hand und schaut dich voll Liebe an. Du darfst so sein, wie du bist.”

Weg zu Ruhe und Gelassenheit

Die Anbetung sei nicht zweckfrei, sondern verändere den Menschen, betonte der Weihbischof. Sie bringe innere Ruhe, helfe, äußeren Lärm und Druck zu verarbeiten und sei "eine große Kraftquelle". Wer Christus in der Anbetung begegne, könne neue Zuversicht und Gelassenheit gewinnen. “Je enger und herzhafter diese Beziehung zu ihm ist, umso mehr wächst auch die innere Stärke.”

Auch langfristig wirke sich Anbetung auf das geistliche Leben aus, erklärte Hofer. Sie führe tiefer in die Gemeinschaft mit Christus, verändere Einstellungen, stärke und belebe die persönliche Beziehung zu Gott. "Sie bewirkt, dass wir Christus immer ähnlicher werden. Und genau das ist unsere Berufung." Als Beispiel nannte der Weihbischof Mutter Teresa, die über die Wirkung der täglichen eucharistischen Anbetung in ihrer Gemeinschaft schrieb: “Unsere Liebe zu Jesus ist inniger geworden, unsere Liebe zu den Armen mitfühlender, und die Zahl der Berufungen hat sich verdoppelt.”

Abschließend rief Hofer dazu auf, sich regelmäßig Zeit für die Anbetung zu nehmen, auch im Alltag. Wer sich auf diese "Auszeit mit Gott" einlasse, könne dadurch nicht nur selbst gestärkt und aufgerichtet werden, sondern auch im Umfeld wirksamer zum Guten beitragen. “Eine Anbetungszeit kommt dir und den Deinen zum Heil und Gott zur Ehre.”

Um die eucharistische Anbetung dreht sich alles beim Adoratio-Kongress, der derzeit in Salzburg stattfindet. Bei dieser Gebetsform verehren Gläubige nach katholischem Verständnis Jesus Christus in der Gestalt der konsekrierten Hostie, zumeist in Stille. Grundlage ist der Glaube, dass Christus in der Eucharistie real gegenwärtig ist.


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