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Weltbevölkerung wird älter und schrumpft

21. Jänner 2008 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Neue Studie prognostiziert Alterungswellen in den westlichen Industrieländern, in China, in Südasien, im Mittleren Osten und in Afrika.


Wien (www.kath.net) In Europa pfeifen es die Spatzen längst von den Dächern: Es gibt immer weniger Kinder, die Bevölkerung vergreist. Neu ist, dass Studien mittlerweile belegen, dass die ganze Welt unter dem Phänomen Überalterung leidet.

Im Magazin „Nature“ wird eine solche Studie vorgestellt, die von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) und einem US-amerikanischen Institut erstellt wurde. Sie ergibt: Die Weltbevölkerung schrumpft, die Geschwindigkeit kann nur geschätzt werden.

Das weltweite Durchschnittsalter steigt bis ins Jahr 2100 rasant an: Von 26,6 Jahre (2000) auf 37,3 Jahre (2050) bis auf 45,6 Jahre (2100). Der Mythos Überbevölkerung, der seit den 70er Jahren kolportiert wurde und der Ängste bei den Menschen schürte, hat endgültig ausgedient.

Wolfgang Lutz, Co-Autor und Leiter des Instituts für Demographie an der ÖAW, erklärt gegenüber der „Presse“: „1997 kam die Wende. Da haben wir gezeigt, dass sich die Weltbevölkerung kaum verdoppeln wird. In einer zweiten Studie 2001 gingen wir bereits von einem Rückgang ab Ende des Jahrhunderts aus.“

Auch die Entwicklung der Alterung kam anders als gedacht: Bis in die 70-er Jahre gab es die Überzeugung, keine Frau werde weniger als zwei Kinder zur Welt bringen. Außerdem glaubte man, die Lebenserwartung werde 75 Jahre nicht überschreiten. Zwei entscheidende Fehler, „die sich gegenseitig verstärkten und zur Krise der Pensionssysteme führten“, merkt Lutz an.

Die Studie prognostiziert von 2010 bis 2030 Alterungswellen in den westlichen Industrieländern und in China, später in Südasien und im Mittleren Osten und ab 2050 auch in Afrika.


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