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Deutschland hat die niedrigste Geburtenrate der Welt

1. Juni 2015 in Deutschland, 26 Lesermeinungen
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Wirtschaftsfachleute schlagen Alarm: Diese Entwicklung wird zu erheblichen Nachteilen und Konsequenzen für den Wirtschaftsstandort Deutschland führen - Zuwanderung junger Fachkräfte unverzichtbar


Berlin (kath.net) Die Geburtenrate in Deutschland ist extrem niedrig. Dies wird mehreren Studien zufolge zum Standortproblem für Deutschland werden. Darüber berichtete die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Pro 1000 Einwohner werden nur noch 8,2 Kinder geboren, damit überholte Deutschland das bisherige Schlusslicht Japan mit 8,4 Kindern je 1000 Einwohnern. In der EU schneiden nur noch Portugal (9,0) und Italien (9,3) ähnlich schlecht ab. Großbritannien und Frankreich kommen zeitgleich auf rund 12,7 Geburten je 1000 Einwohner. Zum Vergleich: Die höchsten Geburtenraten finden sich in Afrika, beispielsweise kommen in Niger 50 Geburten auf 1000 Einwohner.


Henning Vöpel, Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitutes, stellt dazu fest, dass diese Entwicklung erhebliche Nachteile und Konsequenzen für den Wirtschaftsstandort Deutschland in sich berge. Als Standwort werde man weniger attraktiv und weniger leistungsfähig. Die Altersgruppe der Erwerbsfähigen von 20 bis 65 Jahren werde von aktuell 61 Prozent bis zum Jahr 2030 auf 54 Prozent schrumpfen. Vöpel: „In keinem anderen Industrieland verschlechtert sich dieser Trend trotz des Zustroms an jungen Arbeitsimmigranten so stark wie in Deutschland.“

Für die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (BDO) stellte Vorstand Arno Probst fest: „Die Zuwanderung junger Fachkräfte erscheint vor diesem Hintergrund als unverzichtbares Stabilisierungsinstrument,“ auch müsse die Erwerbsarbeit der Frauen verstärkt gefördert werden. Als unmittelbare Folge drohten in Deutschland höhere Lohnnebenkosten sowie mittelbar Mangel an Fachkräften. „Ohne starke Arbeitsmärkte als zentralen Standortfaktor kann Deutschland seinen wirtschaftlichen Vorsprung auf Dauer nicht aufrechterhalten.“

Link zum Artikel in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“: Arbeitskräftelücke - Kindermangel gefährdet den Standort“.


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