Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  7. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  8. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  9. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  10. Wir können NICHT schweigen!
  11. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  12. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
  13. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  14. Papst Leo: 'Ehe offenbart etwas von Gottes Geheimnis'
  15. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'

In sechs der schärfsten Christenverfolgerstaaten gilt der Islam

10. Februar 2007 in Chronik, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Open Doors veröffentlicht neuen Weltverfolgungsindex zur Christenverfolgung – Nordkorea, Saudi-Arabien und der Iran wieder auf den ersten Plätzen.


Kelkheim (www.kath.net)
Die Länder, in denen Christen am schärfsten verfolgt werden, sind mehrheitlich Staaten, in denen der Islam die Religion der Mehrheitsbevölkerung ist. Das ergaben Forschungen des Hilfswerkes für verfolgte Christen, Open Doors (Kelkheim bei Frankfurt am Main), bei der Ermittlung des diesjährigen Weltverfolgungsindex.

In sechs der ersten zehn Länder im Index ist der Islam teilweise Staatsreligion: Saudi-Arabien, Iran, Somalia, Malediven, Jemen und Afghanistan. Drei Länder werden von kommunistischen Regierungen geführt: Nordkorea, Vietnam und Laos. Bhutan ist das einzige buddhistisch geprägte Land unter den Spitzenreitern.

Die Länder, in den Christen am meisten verfolgt werden

Das Land, in dem Christen am schärfsten verfolgt werden, ist erneut Nordkorea, auf Platz 1. In kaum einem anderen Land gibt es so massive Verstöße gegen die Religionsfreiheit wie in Nordkorea. Gegenwärtig leiden 50.000 und 70.000 Christen in nordkoreanischen Gefangenenlagern. Open Doors macht seit Jahren auf die unvorstellbaren Leiden der Christen in den Arbeitslagern aufmerksam und ruft zum Gebet für sie auf.

„Uns erreichen Briefe von Christen aus dem Land, die härtester Verfolgung ausgesetzt sind und immer wieder um Gebetsunterstützung bitten. Und wir erleben, wie zunehmend mehr Christen in Deutschland ihren leidenden Glaubensgeschwistern beistehen“, sagt Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland. Derzeit beten 1.688 Christen wöchentlich mindestens zehn Minuten am Tag in der dreijährigen Gebetskampagne für Nordkorea mit.

Zum Vorjahr hat sich die schwierige Situation auch für Christen in Saudi-Arabien (Platz 2), dem Iran (Platz 3), Somalia (Platz 4), den Malediven (Platz 5) nicht verbessert. Auf den weiteren Plätzen der Länder, in denen Christen am schärfsten verfolgt werden, sind der Jemen (Platz 6), Bhutan (Platz 7) und Vietnam (Platz 8) sowie Laos (Platz 9).

Neu unter den ersten zehn Ländern ist die islamische Republik Afghanistan, die noch 2006 auf Position elf stand.

Positive Entwicklungen in Marokko und Indonesien

Verschlechtert hat sich die Glaubensfreiheit im Jahr 2006 für Christen in Usbekistan, Eritrea, den Komoren, Irak, Nordnigeria, Algerien, Mauretanien, der Türkei, Äthiopien und Nordost-Kenia. In fünf dieser Länder - dem Irak, Nordnigeria, Türkei, Äthiopien und im Nordosten Kenias – kam es zu religiösen Spannungen nach der Veröffentlichung von Mohammed-Karikaturen in einer dänischen Zeitung. Positive Entwicklungen beobachtete Open Doors in Marokko, Indonesien und Nepal.

Weltweit gehören Christen zu der am meisten verfolgten Glaubensgruppe. Schätzungsweise 200 Millionen Menschen werden aufgrund ihres christlichen Bekenntnisses verfolgt oder diskriminiert. Der Weltverfolgungsindex gilt für Christen, Politiker, Hilfsorganisationen und Medien als ein verlässlicher Gradmesser der weltweiten Christenverfolgung. Jedes Jahr bewertet Open Doors mittels eines speziellen Fragebogens die Situation von Christen in über 100 Ländern und veröffentlicht die Bewertung der ersten 50.

Wie entsteht der Weltverfolgungsindex?

Der Index wird jährlich anhand eines speziellen Bogens aus 50 Fragen erstellt. Recherchiert werden verschiedene Aspekte der Religionsfreiheit in über 100 Ländern. Ist Religionsfreiheit in der Landesverfassung verankert? Haben Bürger das gesetzliche Recht, zum Christentum zu konvertieren?

Abgefragt wird auch, ob Christen aufgrund ihres Glaubens verhaftet, gefoltert, in die Psychiatrie eingewiesen oder getötet werden. Auch die Situation der Kirche wird unter anderem dahingehend untersucht, ob es erlaubt ist, christliche Literatur zu drucken und zu verbreiten oder ob Versammlungsorte von Christen oder deren Häuser aus antichristlichen Motiven angegriffen werden. Ungenaue oder fehlende Informationen werden zu Gunsten der Religionsfreiheit abgewertet.

Über Open Doors

In rund 45 Ländern versorgt Open Doors Christen, die aufgrund ihres Glaubens benachteiligt oder verfolgt werden, mit Bibeln, christlicher Literatur, bildet Gemeindeleiter aus, engagiert sich für Gefangene und unterstützt die Familien ermordeter Christen. In der freien Welt hält das Werk Vorträge und Veranstaltungen unter anderem in Kirchen und Gemeinden, um für das Thema Christenverfolgung zu sensibilisieren und zum Gebet für die verfolgte Kirche aufzurufen. Die Arbeit von Open Doors Deutschland e.V. wird durch Spenden finanziert. Das Werk trägt das Spendenzertifikat der Deutschen Evangelischen Allianz.

Foto: © IGFM



Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Christenverfolgung

  1. UN-Experten: Christliche Frauen und Mädchen in Nigeria besonders von Gewalt bedroht
  2. Bischof Robert Barron: Krieg gegen Christen ist real – Welt darf nicht länger schweigen
  3. Besuch des syrischen Präsidenten - „Kirche in Not“ fordert Bundeskanzler Merz zum Handeln auf
  4. Zur weltweiten Christenverfolgung Schweigen, zu Israels „Fehler“ Empörung
  5. Belgischer öffentlich-rechtlicher Sender lässt Moderatoren Marien- und Jesus-Statuen zertrümmern!
  6. In muslimischen Regionen müssen Christen den Ramadan nicht selten mitbefolgen
  7. Berliner Landesbischof Stäblein erinnert an weltweite Christenverfolgung
  8. Neuer Bericht zum Iran: Zahl der Festnahmen von Christen verdoppelt sich
  9. Mexiko: Historiker fordern mehr Bewusstsein für Cristero-Krieg
  10. „Christen in Europa sehen sich zunehmend Hass und Diskriminierung ausgesetzt“







Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  4. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  5. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  6. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  7. Neuer Eichstätter Bischof Würtz will jetzt beim deutsch-synodalen Irrweg mitmachen
  8. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  11. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  12. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  13. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  14. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  15. EILT! - Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz