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| ![]() Norwegen: Bischof Hansen bittet, dass jeder Gläubige des Bistums Oslo zur Beichte gehtvor 4 Stunden in Spirituelles, 5 Lesermeinungen „Vielen fällt es schwer, zur Beichte zu gehen… Deshalb bitte ich Sie, mir zu schreiben, was Ihnen die Beichte so schwer macht, damit wir gemeinsam das Sakrament der Buße zu einem lebendigen Bestandteil im Leben aller Gläubigen machen können.“ Oslo (kath.net/pl) „Jeder Gläubige sollte regelmäßig zur Beichte gehen… Eine gute Beichtgewohnheit bedeutet mehr als eine Beichte im Jahr. Daher erlaube ich mir, alle Gläubigen zu ermutigen, mindestens dreimal im Jahr zur Beichte zu gehen.“ Das schreibt Bischof Frederik Hansen im Hirtenbrief an die Gläubigen der Diözese Oslo (Norwegen). kath.net dokumentiert den Hirtenbrief von Bischof Fredrik Hansen an die Gläubigen der katholischen Diözese Oslo zum Sakrament der Beichte in voller Länge in eigener Übersetzung: Gelobt sei Jesus Christus! Gelobt sei sein heiliger Name! 1. In meinem diesjährigen Vorschlag [Anm.d.Ü: eigentlich ‚Auftrag‘] zur Fastenzeit habe ich alle Gläubigen eindringlich gebeten, in diesen heiligen vierzig Tagen zur Beichte zu gehen. Um die Bedeutung der Beichte in unserer Ortskirche weiter zu stärken, möchte ich in diesem Hirtenbrief einige grundlegende Punkte zum Sakrament, zur Sünde und zur Barmherzigkeit Gottes erläutern und konkrete Ratschläge geben. Die Heilige Schrift in der Glaubenslehre 2. Die Sakramente gehören zum liturgischen Leben der Kirche und dienen dazu, „die Menschen zu heiligen, den Leib Christi aufzubauen und … Gott … zu ehren“.[2] Die sieben Sakramente – Taufe, Firmung, Kommunion, Krankensalbung, Beichte, Ehe und Priesterweihe – wurden alle von unserem Herrn Jesus Christus eingesetzt[3] und sind daher keineswegs zufällig. Die Sakramente sind von Gott gewollt und entspringen dem Heilswerk Jesu. 3. Darüber hinaus sind die Sakramente „aktive Zeichen …, die mit unseren Sinnen wahrgenommen werden können“.[4] Sie sind konkret, nachvollziehbar und sichtbar. Im Moment der Feier der Sakramente empfangen wir durch sie die Gnade. Die Gnade ist Gottes Geschenk an uns Menschen [5], ein Geschenk, das uns auf unserem Weg zur Heiligkeit unterstützt. [6] Die Sakramente werden daher zu Recht als Mittel der Gnade und des Heils bezeichnet. Im Sakrament der Beichte empfangen wir Vergebung für die begangene Sünde. [7] Sünde und Gottes Barmherzigkeit 4. Um diese Vergebung zu verstehen, müssen wir erkennen, was Sünde ist und was sie mit uns macht. In jeder Messe bekennen wir, dass Sünde „Gedanken, Worte, Taten und Unterlassungen“ [8] sind, die Gottes Gesetz widersprechen. Durch die Sünde versuchen wir, Gottes Platz einzunehmen und uns selbst zu Richtern über Gut und Böse zu machen, wie Adam und Eva im Garten Eden. [9] 5. Jede Sünde schädigt unsere Beziehung und unser Band zu Gott, zur Kirche und zu unseren Mitmenschen. Schwere Sünden [10], auch Todsünden genannt, zerbrechen dieses Band unmittelbar. Sünden der Schwäche zerreißen die Bande nicht, sondern schwächen sie. [11] Wenn wir die Bande zu Gott, zur Kirche und zu unseren Mitmenschen zerbrechen, bleiben wir allein zurück, wie der verlorene Sohn in Jesu Gleichnis. [12] Der heilige Paulus schreibt schlicht: „Der Lohn der Sünde ist der Tod.“ [13] Die Sünde ist daher in unserem Leben weit zerstörerischer, als wir oft annehmen. 6. Doch erleuchtet durch die kraftvollen Worte Jesu leben wir in der Hoffnung, dass die Sünde nicht das letzte Wort in unserem Leben haben wird. In der Beichte vergibt uns Gott in seiner Barmherzigkeit, erneuert das göttliche Leben in uns und führt uns zurück in die Freundschaft mit ihm und in die Einheit mit der Kirche. Wie wir im ersten Johannesbrief lesen: „Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“[14] 7. Wir gehen daher nicht zur Beichte, um über unsere Fehler nachzugrübeln, sondern um Gottes unermessliche Barmherzigkeit zu erfahren und seine Vergebung und seinen Frieden zu empfangen. Denn wenn unser Glaube eines klar verkündet, dann ist es die unermessliche Barmherzigkeit Gottes, der sich über jeden reuigen Sünder freut. Das Buch der Psalmen weist darauf hin, dass „der Himmel hoch über der Erde ist, so groß ist seine Barmherzigkeit über denen, die ihn fürchten.“[15] Und der heilige Lukas schreibt, dass nach der Versöhnung des verlorenen Sohnes mit seinem Vater „ein Fest der Freude“ gefeiert wurde.[16] Der Weg zur Beichte 8. Der Weg zur Beichte sollte daher kurz und ungehindert sein. Dies ist ein Weg, den wir regelmäßig beschreiten sollten, und den wir jedes Mal gehen sollten, wenn wir schwere Sünden begangen haben. Wenn wir in der Sünde verharren, außerhalb des Standes der Gnade, sind wir allein gelassen. Dies führt oft zu weiteren Sünden. Sünde sollte daher vielmehr in uns den Wunsch wecken, unsere Sünden zu bekennen und Gottes Vergebung zu empfangen. Die Kirche schreibt außerdem vor – und dies soll hier wiederholt werden –, dass jeder, der sich einer schweren Sünde bewusst ist, vom Empfang der Heiligen Kommunion absehen soll.[17] 9. Jeder Gläubige sollte regelmäßig zur Beichte gehen. Dadurch werden wir darin geschult, unser Leben auf Sünden der Schwäche zu prüfen, Gottes Gesetz tiefer zu verstehen und mit Eifer nach der Heiligkeit zu streben, zu der der Herr uns beruft: „Seid vollkommen, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.“ [18] Eine gute Beichtgewohnheit bedeutet mehr als eine Beichte im Jahr. Daher erlaube ich mir, alle Gläubigen zu ermutigen, mindestens dreimal im Jahr zur Beichte zu gehen: in der Fastenzeit, im Sommer vor dem St. Olafstag und im Advent. 10. Es ist wichtig, sich gut auf die Beichte vorzubereiten und so die Anforderungen des Sakraments zu erfüllen, dass wir unsere Sünden wahrhaft bereuen, sie demütig bekennen und unsere Buße treu tun. [19] Dies beginnt damit, in Stille und Gebet tief über unser Leben nachzudenken und so zu entscheiden, welche Sünden wir beichten und was wir konkret im Beichtstuhl vortragen wollen. Zur Unterstützung dieser Selbstprüfung empfiehlt sich die Verwendung eines Beichtspiegels, der Zehn Gebote oder anderer zentraler Bibeltexte. Ein paar Worte an die Gläubigen und die Priester 11. Liebe Gläubige! Vielen fällt es schwer, zur Beichte zu gehen. Vielleicht ist es schon sehr lange her. Vielleicht sind wir unsicher, was wir sagen sollen, wie wir es sagen sollen und wie der Priester reagieren wird. Vielleicht erinnern wir uns nicht mehr, wie wir anfangen sollen oder wie die Beichte abläuft. Vielleicht tragen wir Sünden mit uns herum, die so schwer lasten oder so unverzeihlich erscheinen, dass der Weg zur Beichte wie ein endloser Aufstieg wirkt. Als Bischof sehe ich es als meine Pflicht an, den Gläubigen zu helfen, die aus diesen oder anderen Gründen zögern, zur Beichte zu gehen. Deshalb bitte ich Sie, mir zu schreiben, was Ihnen die Beichte so schwer macht, damit wir gemeinsam das Sakrament der Buße zu einem lebendigen Bestandteil im Leben aller Gläubigen machen können. 12. Liebe Brüder im priesterlichen Dienst! Wir wissen, wie großartig das Sakrament der Beichte ist und wie wichtig es für unser eigenes Leben und für das Leben der Gläubigen ist. Deshalb ermutige ich Sie und mich selbst, den Weg zu weisen und regelmäßig und treu zur Beichte zu gehen. Lasst uns die Beichte weiterhin zugänglicher, leichter zu finden, sicherer und in noch größerem Maße zu einer lebendigen Begegnung mit Gottes unendlicher Barmherzigkeit machen. Um dies weiter zu vertiefen, möchte ich das Presbyterium bitten, konkrete Vorschläge zu erarbeiten, wie wir die Beichte in unserer Ortskirche in den kommenden Monaten und Jahren stärken können. 13. Noch eine Woche bis zur Himmelfahrt unseres Herrn nach Jerusalem. Aus den Geheimnissen des Osterfestes, insbesondere Jesu Tod am Kreuz für unsere Sünden, erstrahlt der Sieg über Tod und Sünde. Dieser Sieg wird in uns im Sakrament der Beichte konkret. Möge es uns als Jünger des Herrn immer mehr helfen. Gegeben in der St.-Olavs-Kathedrale in Oslo, +Fredrik Hansen Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal! ![]() Lesermeinungen
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