Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  2. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  3. Vertrauenskrise in der Kirche
  4. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  5. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  6. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  7. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  8. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  9. Rom und die orientalisch-orthodoxen Kirchen seit Fiducia supplicans
  10. Sacrosanctum Concilium: Die Liturgie und das Geheimnis Christi
  11. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  12. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  13. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  14. Katholische Kita in Hessen verzichtet auf Mutter- und Vatertagsgeschenke
  15. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung

Im Zeichen des Kreuzes

13. September 2025 in Weltkirche, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst Leo XIV. feiert am Sonntag seinen 70. Geburtstag – und die Kirche den 1700. Jahrestag der Auffindung des „Wahren Kreuzes“, der Reliquie des Marterholzes Jesu.- Von Michael Hesemann.


Linz (kath.net)
Der Geburtstag von Papst Leo XIV., der 14. September 1955, ist vielleicht das erste Zeichen, das ihm den Weg wies, der ihn schließlich zum 267. Nachfolger Petri werden ließ.  Denn der 14. September, das Fest der Kreuzerhöhung, galt den frühen Christen (und heute noch in der Orthodoxie) als eines der wichtigsten Kirchenfeste im Jahreslauf. An diesem Tag vor genau 1700 Jahren. Am 14. September 325, wurde in Jerusalem die wichtigste Reliquie der Christenheit entdeckt, das Kreuz, an dem Jesus selbst für unsere Sünden starb. Seine Auffindung, seine Bergung aus den Tiefen einer Katakombe, führte zum Siegeszug des Kreuzes, zu seiner Verehrung in der ganzen Welt. 

Wie ich in meinem Buch „Die Jesus-Tafel“ (Freiburg 1999) nachweise, ist die Geschichte von der Kreuzauffindung historisch wie archäologisch mehr als plausibel. Auf dem Konzil von Nicaea im Mai 325 hatte Kaiser Konstantin der Große durch den Bischof von Jerusalem erfahren, dass die Stätten der Passion und der Auferstehung Jesu, der Hügel Golgotha und das leere Grab, sehr wohl bekannt, aber damals nicht zugänglich waren. In einem Versuch, jeden christlichen Kult zu unterdrücken, hatte der römische Kaiser Hadrian 135 n.Chr. sie mit einer Plattform überbaut, auf der er das Westforum von Jerusalem (damals „Aelia Capitolina“) und einen heidnischen Tempel errichten ließ. Dass dieser Tempel ausgerechnet der Aphrodite, der Göttin der Liebe und Lust, geweiht war, deren Statue auf dem Stumpf des Golgotha-Hügels stand, hatte die Christen besonders entsetzt. Konstantin, der große Förderer des Christentums, versprach dem Bischof, hier Abhilfe zu schaffen. 


Er hatte bereits in Rom über den Gräbern von Petrus und Paulus große Kirchen errichtet (nämlich die Vorläuferbauten des heutigen Petersdomes und der Basilika St. Paul vor den Mauern). Jetzt wollte er über dem leeren Grab Christi eine kreisrunde „Auferstehungsbasilika“ nach dem Vorbild des römischen Pantheons erbauen lassen. Konstantins Mutter, die fast 80jährige Helena, eine in Trier getaufte Christin, wollte schon immer ins Heilige Land pilgern und erhielt von ihrem Sohn den Auftrag, die Bauarbeiten zu beaufsichtigen. So war sie dabei, als die Arbeiter unweit des Golgatha-Stumpfes eine alte Zisterne entdeckten, die offenbar von den Urchristen, einer Katakombe ähnlich, als geheime Gedenkstätte benutzt worden war. In ihr befanden sich die Überreste dreier Kreuze, die Nägel Jesu und die Kreuzinschrift „Jesus von Nazareth, König der Juden“ auf Hebräisch, Griechisch und Latein. 

Durch ein Wunder bestätigt – angeblich heilte seine Berührung eine sterbenskranke Frau – ließ Helena das „wahre Kreuz“ teilen, fortan gerieten Fragmente und Partikel in alle Teile der Welt. Einen der Nägel und die Hälfte der Inschrift aber nahm sie mit in ihren Palast in Rom, der nach ihrem Tod zu einer Kirche umgebaut wurde, der „Basilika vom Heiligen Kreuz in Jerusalem“ („Basilica di S. Croce in Gerusalemme“), eines der wichtigsten Pilgerziele der Ewigen Stadt. Exakt neun Jahre später, am 13. September 335, wurde in Jerusalem die mittlerweile fertiggestellte Auferstehungskirche (heute: „Grabeskirche“) eingeweiht. Tags darauf, also am 14. September, ließ Bischof Makarius Holz vom Kreuze Christi erstmals vor dem Felsen Golgotha zur öffentlichen Verehrung ausstellen. „Wir rühmen uns des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus. In ihm ist uns Heil geworden und Auferstehung und Leben. Durch ihn sind wir erlöst und befreit“, singt seitdem die Kirche am Fest der Kreuzerhöhung und so tat sie es auch am 14. September 1955, als genau 1630 Jahre nach der Auffindung der Reliquie Papst Leo XIV. geboren wurde.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. „Kann der Westen ohne das Christentum überleben?“
  3. Piusbruderschaft erklärt dem Papst den Glauben
  4. Die Erzdiözese Wien hat ein Problem: Toni Faber, seine 'Freundin' und seine 100m2 Penthouse-Wohnung
  5. Bischöfe und ZdK wollen die AfD ausgrenzen, der Papst empfängt einen AfD-Bundestagsabgeordneten
  6. Die nächste Reform ist immer die beste aller Zeiten
  7. Klimakatastrophe völlig 'unplausibel': IPCC-Autoren korrigieren Szenarien
  8. „So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“
  9. Ach FRIEDRICH - Eklat beim Katholikentag und Kanzler Merz mittendrin
  10. Proteste gegen Auftritt von Kardinal Marx
  11. Vertrauenskrise in der Kirche
  12. Vatikanisches Synodenbüro distanziert sich vom umstrittenen Gruppe 9-Abschlussbericht
  13. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  14. Kardinal Eijk: Synodenbericht der Arbeitsgruppe 9 muss zurückgewiesen werden
  15. „Wir sollten für den Himmel leben“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz