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Papst sprach mit Bischöfen aus der EU über Kriege, Krisen und die Säkularisierung

24. Mai 2025 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Präsidium des EU-Bischofsrats "COMECE" von Leo XIV. in Audienz empfangen - Austausch drehte sich laut Teilnehmern vor allem um politische und wirtschaftliche Themen, aber auch um Säkularisierung in Europa


Vatikanstadt/Rom (kath.net/KAP) Vor dem Hintergrund anhaltender Spannungen zwischen EU und USA haben die katholischen Bischöfe aus der EU den aus den USA stammenden Papst Leo XIV. getroffen. Bei der ersten Audienz für das Präsidium des EU-Bischofsrats "COMECE" waren diese Spannungen eines der Themen, wie bei einer anschließenden Pressekonferenz in Rom berichtet wurde.

Der italienische Bischof Mariano Crociata als Vorsitzender der COMECE sprach von der "schwierigen Lage", in der sich die EU angesichts der Politik von Präsident Donald Trump befinde, sie sei für die Bischöfe "ein Grund zur Sorge". Weitere Themen seien der Populismus sowie die aktuellen Kriege und Fragen der Verteidigung gewesen.


Zum russisch-ukrainischen Krieg erklärte der litauische Bischof Rimantas Norvila bei der Pressekonferenz, die Bischöfe hätten dem Papst ihre Sorge vorgetragen, dass dieser Krieg ganz Europa betreffe. Man habe über den Wunsch nach Frieden und mögliche Wege dorthin gesprochen. Laut Bischof Crociata hat Leo XIV. sich in dem Gespräch besorgt darüber geäußert, dass die Schwächsten der Gesellschaft und die Armen den Preis eines möglichen Rüstungswettlaufs bezahlen müssten.

Der Vorsitzende der Nordischen Bischofskonferenz, Bischof Czeslaw Kozon, betonte nach dem Treffen gegenüber "Vatican News", Leo XIV. habe die Bischöfe aufgefordert, Jugendlichen und Kindern eine "lebendige Begegnung mit Jesus" zu ermöglichen. In einer pluralistischen Gesellschaft gelte es, die christlichen Wurzeln nicht zu verleugnen. Für Papst Leo XIV. sei das eine Frage der Identität - und der Zukunftsfähigkeit Europas.

Säkularisierung in Europa als Thema

Die Bischöfe sprachen mit dem Papst laut "Vatican News" auch über die Themen Migration und Hilfe für Flüchtlinge. Ferner seien die Säkularisierung in Europa und die Beziehungen zwischen Staat und Kirche angesprochen worden. Ein Spezialthema seien die "in einigen EU-Ländern aufkommenden Forderungen nach der Löschung von Einträgen aus Taufregistern" gewesen.

An der Begegnung im Apostolischen Palast nahmen laut COMECE mit Crociata die Vizepräsidenten des Rats, Antoine Hérouard (Dijon), Rimantas Norvila (Vilkaviskis), Nuno Brás da Silva Martins (Funchal) und Czeslaw Kozon (Kopenhagen) teil. Sie wurden begleitet von Generalsekretär Manuel Barrios Prieto und dessen Assistent Alessandro Calcagno sowie vom Papstbotschafter bei der EU, Bernardito Cleopas Auza.

Das COMECE-Präsidium trifft sich einmal pro Jahr mit dem Papst im Vatikan. Ein für Februar anberaumtes Treffen mit Papst Franziskus musste wegen dessen damaliger Erkrankung abgesagt werden.

Copyright 2025 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
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