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Die Früchte des Heiligen Geistes: Die Freude

27. November 2024 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Franziskus: mit Jesus Christus kommt immer – und immer wieder – die Freude. Philip Neri: Seine Freude war im wahrsten Sinne des Wortes eine Frucht des Geistes. Von Armin Schwibach


Rom (kath.net/as) „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe. 6 Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in Christus Jesus bewahren“ (Phil 4,4-7).

Sechsunddreißigste Generalaudienz des Jahres 2024. Papst Franziskus setzte seinen Katechesenzyklus mit dem Titel „Der Geist und die Braut. Der Heilige Geist führt das Volk Gottes zu Jesus, unserer Hoffnung“ fort. In der fünfzehnten Katechese betrachtete der Papst das Thema: „Die Früchte des Heiligen Geistes. Die Freude“.

„Wir erfahren das Wirken des Heiligen Geistes durch seine heiligmachende Gnade und die Charismen“, so der Papst. Der Heilige Geist bringe durch sein Wirken in uns aber auch Früchte hervor, die der Apostel Paulus im Brief an die Galater aufzähle: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Enthaltsamkeit“ (5,22-23).

Eine besondere Frucht des Heiligen Geistes sei die Freude. Während alle menschlichen Freuden des Lebens vergänglich seien, bleibe die Freude des Evangeliums, die aus der Begegnung mit Jesus komme, bestehen. Sie könne sich täglich erneuern und wenn sie mit anderen geteilt werde, wirke sie ansteckend und vervielfältigt sich. Denn „mit Jesus Christus kommt immer – und immer wieder – die Freude“ (Evangelii gaudium 1).

***

Im Unterschied zu den Charismen, die der Geist  zum Wohl der Kirche verleihe, „wem er will und wann er will“, seien die Früchte des Geistes das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Gnade und unserer Freiheit. Diese Früchte brächten immer die Kreativität der Person zum Ausdruck, in der „der Glaube durch die Liebe wirkt“ (vgl. Gal 5,6), manchmal auf überraschende und freudige Weise. Nicht alle in der Kirche könnten ein Apostel, ein Prophet, ein Evangelist sein: „Aber jeder kann und muss ohne Unterschied barmherzig, geduldig, demütig, friedensstiftend sein“.


Von den Früchten des Geistes, die der Apostel aufgezählt habe, hob der Papst eine hervor, indem er an die einleitenden Worte des Apostolischen Schreibens „Evangelii gaudium“ erinneret: „Die Freude des Evangeliums erfüllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen. Diejenigen, die sich von ihm retten lassen, sind befreit von der Sünde, von der Traurigkeit, von der inneren Leere und von der Vereinsamung. Mit Jesus Christus kommt immer – und immer wieder – die Freude“ (Nr. 1).

Die Freude, die Frucht des Geistes, habe mit allen anderen menschlichen Freuden ein gewisses Gefühl der Fülle und Erfüllung gemeinsam, das den Wunsch wecke, sie möge für immer andauern. Man wisse jedoch aus Erfahrung, dass dies nicht der Fall sei, „denn alles hier unten vergeht schnell: die Jugend, die Gesundheit, die Kraft, das Wohlbefinden, die Freundschaften, die Liebe…“. Und selbst wenn diese Dinge nicht schnell vergingen, reichten sie nach einer Weile nicht mehr aus oder würden sogar langweilig, denn, wie der heilige Augustinus zu Gott gesagt habe: „Du hast uns für dich geschaffen, Herr, und unser Herz ist unruhig, bis es in dir ruht“.

Die Freude des Evangeliums könne, anders als jede andere Freude, jeden Tag erneuert werden und ansteckend wirken. „Allein dank dieser Begegnung – oder Wiederbegegnung – mit der Liebe Gottes, die zu einer glücklichen Freundschaft wird, werden wir von unserer abgeschotteten Geisteshaltung und aus unserer Selbstbezogenheit erlöst. (…) Dort liegt die Quelle der Evangelisierung. Wenn nämlich jemand diese Liebe angenommen hat, die ihm den Sinn des Lebens zurückgibt, wie kann er dann den Wunsch zurückhalten, sie den anderen mitzuteilen“ (Evangelii gaudium, 8).

Dies sei die zweifache Eigenschaft der Freude, die eine Frucht des Geistes sei: „Sie unterliegt nicht nur nicht dem unvermeidlichen Verschleiß der Zeit, sondern sie vervielfältigt sich, wenn man sie mit anderen teilt“.

Vor fünf Jahrhunderten habe hier in Rom ein Heiliger namens Philipp Neri gelebt. Er sei als der Heilige der Freude in die Geschichte eingegangen. Zu den armen und verlassenen Kindern seines Oratoriums habe er gesagt: „Meine Kinder, seid fröhlich; ich will weder Skrupel noch Melancholie. Es genügt mir, dass ihr nicht sündigt“. Und weiter: „Seid gut, wenn ihr könnt!“. Weniger bekannt sei jedoch die Quelle, aus der seine Freude gekommen sei. Philipp Neri „hatte eine solche Liebe zu Gott, dass es ihm manchmal vorkam, als würde sein Herz in der Brust zerspringen. Seine Freude war im wahrsten Sinne des Wortes eine Frucht des Geistes“. Der Heilige habe am Jubiläum des Jahres 1575 teilgenommen, das er mit der später beibehaltenen Praxis des Besuchs der Sieben Kirchen bereichert habe: „Er war zu seiner Zeit ein wahrer Evangelisierer durch die Freude“.

Das Wort „Evangelium“ bedeute „frohe Botschaft“. Deshalb könne man nicht mit langen Gesichtern und finsterer Miene kommunizieren, sondern mit der Freude eines Menschen, der einen verborgenen Schatz und eine kostbare Perle gefunden habe: „Wir erinnern uns an die Ermahnung, die der heilige Paulus an die Gläubigen der Kirche von Philippi richtete und nun an uns richtet: „Freut euch im Herrn zu jeder Zeit! Noch einmal sage ich: Freut euch! Eure Güte werde allen Menschen bekannt. Der Herr ist nahe“ (Phil 4,4-5).

Die Pilger und Besucher aus dem deutschen Sprachraum grüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Liebe Brüder und Schwestern, der heilige Philipp Neri wurde der Heilige der Freude genannt. Er liebte Gott aus ganzem Herzen und lehrt uns, dass die Quelle der wahren Freude Gott selber ist. Indem wir seinem Vorbild folgen, können auch wir das Evangelium mit der Freude jenes Menschen verkünden, der einen verborgenen Schatz und eine kostbare Perle gefunden hat.

Die Pilger und Besucher aus Polen grüßte der Heilige Vater mit den folgenden Worten:

Ich grüße die Polen ganz herzlich. Seid barmherzig und friedensstiftend, indem ihr diejenigen unterstützt, die krank sind und unter den Kriegen leiden, insbesondere die Ukrainer, die den Winter überstehen müssen. Ich segne euch von Herzen!

Foto (c) Vatican Media

 


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