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Papst: Ungläubige nicht verdammen und jungen Menschen zuhören

28. Mai 2024 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Franziskus unterstrich seine Vision einer Kirche, die für alle offen ist und niemanden ausschließt


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Papst Franziskus will eine Öffnung der Kirche auch für Menschen, die nicht glauben. In zwei Ansprachen am Freitagabend und am Samstagmorgen unterstrich er seine Vision einer Kirche, die für alle offen ist und niemanden verdammt.

Am Freitagabend führte der Papst bei einem Besuch in einer römischen Pfarrgemeinde einen langen Dialog mit etwa 80 Kindern und Jugendlichen. Dabei fragte er: "Ist unter euch jemand, der nicht glaubt?" Zu einem Jungen, der sich daraufhin als Nichtglaubender outete, sagte der Papst: "Niemand soll verurteilt werden, wenn er nicht glaubt. Das wichtigste ist, in Bewegung zu sein. (...) Setzt euch für ein Ideal ein!"


Die Begegnung mit den Kindern und Jugendlichen in der Pfarre "Santa Bernadette Soubirous" war binnen sechs Wochen die zweite, die der Papst in einer Pfarre seiner Diözese Rom hatte. Zuletzt hatte er am 11. April etwa 200 Kinder getroffen, die sich auf die Erstkommunion vorbereiteten.

Am Samstagvormittag untermauerte Papst Franziskus seine Aufforderung zur Öffnung der Kirche für junge Menschen, die nicht kirchlich gebunden sind. In einer Ansprache an jugendliche und erwachsene Teilnehmer eines internationalen Kongresses über Jugendseelsorge, der derzeit in Rom tagt, sagte er mit Blick auf die kommenden Weltjugendtage: "(Es) ist mein 'Traum', dass sie viele junge Menschen, auch solche, die normalerweise nicht in die Kirche gehen, zur Begegnung mit Jesus führen und ihnen die Botschaft der Hoffnung vermitteln können."

Dabei denke er auch an jene Jugendlichen, die ihre "großen Träume begraben haben und in Traurigkeit und Lebensüberdruss gefangen sind". Die Jugendseelsorger rief der Papst auf, "die gewöhnlichen Wege nicht zu vernachlässigen, also die Lebenspfade der jungen Menschen im Alltag".

Nötig sei eine Seelsorge "der kleinen Schritte, der kleinen Zahlen, der einfachen Worte und Gesten, der Momente gemeinschaftlichen Feierns und Betens, der tagtäglichen Entscheidungen. Das sind weniger spektakuläre Erfahrungen, aber es sind diejenigen, die sich tief ins Herz einprägen und mit der Zeit dauerhafte Früchte hervorbringen."

Weiter betonte der Papst, junge Menschen müssten individuell begleitet werden. "Jeder von ihnen ist einzigartig und unwiederholbar. Jeder einzelne verdient es, dass man ihm zuhört, ihm Verständnis entgegenbringt und ihm Ratschläge gibt, die seinem Alter und seiner menschlichen und geistigen Reife entsprechen."

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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Lesermeinungen

 lesa 29. Mai 2024 

Gott wird die Hirten zur Verantwortung ziehen

@Roby1 7: Den besten Einsatz "für alle Altersgruppen" leistet der, der den Glauben unverkürzt verkündet. Denn mit größtem Mitgefühl muss man das Wort Gottes zur Kenntnis nehmen: "Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird. Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er an den Namen des einzigen Sohnes Gottes nicht geglaubt hat. Denn mit dem Gericht verhält es sich so: Das Licht kam in die Welt, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; den ihre Taten waren böse. Jeder, der Böses tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht. Wer aber die Wahrheit tut, kommt zum Licht ..." (vgl Joh 3, 17-21).
Wer verdammt heute noch die Ungläubige? Man verdammt die Menschen zu einem schlimmen Schicksal, wenn man ihnen die volle Wahrheit vorenthält, die sie ins Licht führen kann.
Weh den Hirten, die Heil, Heil rufen, wo keines ist (vgl Jer., Klgl., Ez)


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 Robi7 28. Mai 2024 
 

Unser Papst...

...ist voll erfüllt vom Heiligen Geist und setzt sich für Menschen jeder Altersgruppe ein....


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