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Koch: Mit Glaube an ewiges Leben verdunstet auch Menschenwürde

14. April 2024 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
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Kurienkardinal bei Tagung über Priestertum in Stift Heiligenkreuz: Auferstehung bedingt die "ewige" Bestimmung des Menschen und damit auch dessen Würde


Wien (kath.net/KAP) Eine enge Verbindung zwischen der Achtung der Menschenwürde und der "Hoffnung auf ewiges Leben" sieht Kurienkardinal Kurt Koch. Menschen seien zur Überzeugung gekommen, "dass die Erfüllung des Lebens am Einzelnen selbst in Erfüllung gehen soll" statt nach dem Tod bloß im "Volksganzen" weiterzuleben - worin die Vorstellung ewigen Lebens entsprungen sei. "Das ist die 'Dignitas infinita', die der Herr uns an Ostern schenkt", sagte der Präsident des Päpstlichen Einheits-Rates am Samstag bei einem Gottesdienst in Stift Heiligenkreuz.

Mit "Dignitas infinita" - lateinisch für "unendliche Würde"- spielte Koch auf den Titel einer diese Woche vom Vatikan veröffentlichten Erklärung an. In dem Dokument wird die menschliche Würde theologisch durch die Schöpfung des Menschen durch Gott, die Menschwerdung Jesu Christi und dessen Auferstehung hergeleitet. Der "erhabenste Aspekt der Würde des Menschen" bestehe "in seiner Berufung zur Gemeinschaft mit Gott, angelegt für die Ewigkeit", ist darin zu lesen.


Koch zufolge hängt dieses Würde-Verständnis entscheidend vom Glauben an die Auferstehung ab. "Ich denke, dass überall in der heutigen Gesellschaft, wo der Glaube an das ewige Leben am Verdunsten ist, auch die Würde des Menschen verdunstet", gab der Schweizer Kardinal zu bedenken. Deshalb habe die Kirche heute "keine wichtigere Aufgabe als Ostern zu verkünden". Ostern - das Fest der Auferstehung Christi - sei somit der "Ernstfall des Glaubens an Gott, dessen Treue über den Tod hinaus reicht" und auch "Ernstfall der menschlichen Würde", sagte Koch.

In besonderer Weise sei es den Priestern anvertraut, Hoffnung an das ewige Leben weiterzugeben, fuhr der Schweizer Kurienkardinal fort. In jeder Heiligen Messe werde der Tod und die Auferstehung von Jesus gefeiert und erfahrbar durch das Sakrament der Eucharistie, welches die Kirche als "Heilmittel der Unsterblichkeit" verkünde.

Das Priestertum und dessen "Schönheit, Anspruch und Krise" ist Thema einer am Freitag gestarteten internationalen Tagung an der Hochschule Heiligenkreuz. Zu den weiteren Referenten gehören neben Kardinal Koch auch Erzbischof Georg Gänswein, der über "Priestertum bei Papst Benedikt XVI." sprach, sowie u.a. der seit Jahrzehnten für Rumäniens Straßenkinder und Roma tätige Jesuit P. Georg Sporschill, Missio-Nationaldirektor P. Karl Wallner und der Heiligenkreuzer Abt Maximilian Heim.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten
Foto Kardinal Koch (c) LohmannMedia


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Lesermeinungen

 Stefan Fleischer 14. April 2024 

Genau

"Die Würde des Menschen steht und fällt mit der der Würde, welche er seinem Schöpfer zugesteht."

Das Gleiche drückt Ps 111,10 aus: "Die Furcht des Herrn ist der Anfang der Weisheit; alle, die danach leben, sind klug."


2
 

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