Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  5. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  6. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  9. Gottes Wirken vollzieht sich im Verborgenen
  10. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  11. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  12. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  13. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  14. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  15. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende

Kopfhörer raus, hinein in die Gegenwart Gottes

19. April 2024 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Anwesend, fokussiert, geduldig mit sich selbst & reflektiert: Über vier Schlüssel zu einem guten Gebet sprach der amerikanische Priester Mike Schmitz. Von Petra Knapp.


Wien (kath.net / pk) „Wie kann ich wissen, ob mein Gebet ein ,gutes‘ Gebet ist?“ Mit dieser Frage befasste sich der amerikanische Priester Mike Schmitz in einem aktuellen You Tube-Video. Er definierte vier Punkte, mit Hilfe derer man sein eigenes Gebetsleben überprüfen könne.

Erstens: „Bist du da gewesen? Ich kann kein gutes Gebet haben, wenn ich gar nicht erst auftauche. Und manchmal ist es vielleicht das einzige, was du über dein Gebet sagen kannst: Ich bin da gewesen. Das ist der Teil, den wir kontrollieren können, nicht wahr? Ich kann nicht kontrollieren, was während meiner Gebetszeit passieren wird. Ich habe keine Kontrolle über die Gnaden, die Gott mir geben oder nicht geben wird. Aber ich kann da sein. Und so würde ich sagen: Wenn du da gewesen bist, dann war das ein gutes Gebet. Das ist das grundlegendste Kriterium.“

Zweitens: Warst du wirklich voll und ganz da, nicht nur physisch, sondern auch mit deinen Gedanken? „Manchmal sind körperlich da, aber geistig abwesend“, sagt Schmitz. Es gebe innere und äußere „intentionale“ Ablenkungen, denen ich selber nachgehe, analysiert der Priester.


„Manchmal wird mir am Ende meiner Gebetszeit bewusst: „Ach du meine Güte, ich war den Großteil meiner Zeit abgelenkt. Ich weiß, dass ich mich manchmal mit meinem Smartphone ablenke, etwa wenn mir der Gedanke kommt, dass ich einer Person eine Nachricht schicken könnte.“  

Ab und zu suche er auch nach einer Bibelauslegung. Diese Dinge seien nicht schlecht, meint Schmitz. Er stelle jedoch bei sich selber fest: „Nachdem ich die Antwort gefunden habe, bleibe ich noch ein bisschen hängen. Und plötzlich begreife ich, dass ich Ablenkungen zugelassen habe.“

Er habe herausgefunden: Es gibt Zeiten, wo der Herr möchte, dass ich einfach ruhig bin, dass er von ihm wünsche: „Gib deine Kopfhörer raus, leg dein Telefon weg, und sei einfach hier bei mir.“ Es gehe darum, den richtigen Zeitpunkt zu erkennen. Manchmal sei es gut, die Bibel zu lesen oder sich Vorträge anzuhören.

Aber manchmal wolle Gott, dass wir einfach da sind. „Aber manchmal weiß ich ganz genau, dass es nicht der Zeitpunkt dafür ist. Manchmal verstecke mich hinter dem Buch. Und Gott will, dass es niederlege und in die Stille seiner Gegenwart eintrete, in diesem Augenblick.“

Drittens: Nicht beabsichtigte Ablenkungen, die von außen oder innen kommen. „Es ist hilfreich, aufmerksam zu sein, wenn solche Ablenkungen auftauchen und es dann zu schaffen, wieder zum Gebet zurückzukehren“, rät Schmitz. Manchmal lenkt dich eine Person ab, die neben dir in der Kirche sitzt, oder Gedanken, die plötzlich auftauchen und dich beschäftigen. Schmitz verwies auf die Erfahrungen von einigen Heiligen im Umgang mit solchen Ablenkungen, auf die wir wenig Einfluss haben. Es gehe darum, zu erkennen, dass ich gerade abgelenkt werde, und dann sanft, freundlich und geduldig mit sich selbst seinen Geist wieder auf Gott zu lenken.

Viertens: Schreib eine Sache auf, die du von diesem Gebet für den Rest des Tages mitnehmen wirst. Das kann eine Erkenntnis sein oder das Wissen, gerade einen Kampf durchzustehen. „Das irgendwie festzuhalten bedeutet, dass du gehen und auf deine Gebetszeit zurückschauen kannst und sagen: Gut, ich war da. Ich war fokussiert, vielleicht nicht die ganze Zeit lang, aber ich habe mich irgendwie durch diese Ablenkungen durchgekämpft, und so hat Gott in meinem Herzen gewirkt. Ich halte das fest, ich schreibe das auf. Das Gute daran ist, dass ich irgendwie ein Resüme ziehe: Gott, was ist jetzt gerade passiert?“

Schmitz: „Das ist ein kleiner Schatz, den ich für den Rest des Tages mit mir herumtragen werde. Wenn wir das regelmäßig tun, werden wir gute Gebetszeiten haben. Denken wir daran: Wir sind nicht alleine. Gebet sei nicht ein Werk des Menschen sondern ein Zusammenwirken zwischen Mensch und Gott.

4 Keys to Good Prayer

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  5. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  6. ALfA begrüßt den Rücktritt Jens Spahns
  7. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  8. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  9. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  10. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  11. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  12. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  13. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  14. Neue Verhöre im Fall Emanuela Orlandi
  15. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz