Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  2. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  3. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  4. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  5. USA werden im Jahr 2100 ein katholisches Land sein
  6. Papst Leo an Politiker: Man kann nicht katholisch sein und gleichzeitig für Abtreibung sein
  7. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  8. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  9. Sozialethiker Rhonheimer: Jesus war kein Kapitalismuskritiker
  10. Weißes Haus: FBI untersucht auf „Inlandsterrorismus und Hasskriminalität gegen Katholiken“
  11. Australien wirf Iran Steuerung von antisemitischen Terroranschlägen vor
  12. Wir sind hier, um der Welt zu erklären, dass auch Wladimir Putin für seine Verbrechen bezahlen muss"
  13. „Schick diese Artikel gerne an alle neugierigen und fragenden Freunde weiter!“
  14. "Ohne ihr heldenhaftes Handeln hätte es deutlich schlimmer kommen können"
  15. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge

Äußerungen von Franziskus sind eine neue "Qualität der Empathielosigkeit"

11. März 2024 in Aktuelles, 24 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"WELT"-Kommentar übt schwere Kritik an Papst Franziskus: "Franziskus, der sich gerne als Papst der Armen und Unterdrückten versteht, ist im Bereich der internationalen Diplomatie oft an der Seite der Reichen und der Unterdrücker zu finden"


Berlin (kath.net)
"Selbst gemessen an seinen früheren Fehlgriffen markiert die jüngste Äußerung des Papstes zur Ukraine eine neue Stufe der Empathielosigkeit. " Mit deutlichen Worten hat Lucas Wiegelmann, Religionsjournalist der "WELT", am Sonntag die jüngsten Aussagen von Papst Franziskus zur Ukraine kritisiert. Wiegelmann erinnert daran, dass Franziskus, der sich gerne als Papst der Armen und Unterdrückten versteht, im Bereich der internationalen Diplomatie oft an der Seite der Reichen und der Unterdrücker zu finden ist. Dazu gehört  der Umgang mit der kommunistischen Diktatur in China und eine merkwürdige Nachsicht mit linksautoritären Regierungen in Lateinamerika. Auch brauchte er laut Wiegelmann lange, um den Terrorangriff der Hamas auf Israel zu verurteilen.

Seine jüngsten Äußerungen zur Ukraine bezeichnet der WELT-Journalist jetzt aber als eine neue "Qualität der Empathielosigkeit", wie sie selbst den meisten säkularen Staatenlenkern niemals unterlaufen würde. Das Skandalöse an seinen Äußerungen sei der Satz, dass die Ukraine keine „vergogna“, keine Scham verspüren sollte, zu verhandeln. Dieser Ausdruck wurde vom Papst gleich zweimal verwendet, es sei daher auch kein sprachlicher Lapsus.  Franziskus suggeriere damit, dass die Ukraine gar nicht kämpfe, weil sie müssten, sondern die Ukraine kämpft, weil sie schlicht zu stolz ist (im Katholizismus eine Hauptsünde übrigens) zuzugeben, dass das Spiel vorbei sei, wie ein stures Kind nach einer verlorenen Partie „Lotti Karotti“. "Kriege schreien zum Himmel, und die Kirche hat nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, kategorisch den Frieden auf Erden einzufordern, notfalls gegen alle menschliche Vernunft. Die Unterdrückten als das eigentliche Problem hinzustellen und ihren verzweifelten Überlebenswillen als Ego-Trip, hilft aber nicht dem Frieden auf Erden. Sondern denen, die ihn zerstören wollen", betont Wiegelmann.


Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Sonntag reagiert und Kritik am Papst geübt. Die Kirche sei bei den Menschen und nicht zweieinhalbtausend Kilometer entfernt, irgendwo, um virtuell zu vermitteln zwischen jemandem, der leben will, und jemandem, der dich vernichten möchte. Selenskyi betont in seiner Ansprache: "Als das russische Böse am 24. Februar diesen Krieg begann, standen alle Ukrainer auf, um sich zu verteidigen. Christen, Muslime, Juden – alle."  Der Präsident bedankte sich bei jedem ukrainischen Geistlichen, der in der Armee und bei den Verteidigungsstreitkräften ist. Diese stünden an der vordersten Front, sie schützten das Leben und die Menschlichkeit, sie unterstützten mit Gebeten, Gesprächen und Taten. "Das ist es, was die Kirche ist - bei den Menschen."


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Oktober 2025 mit kath.net in MEDJUGORJE mit P. Leo MAASBURG
  3. Papst Leo an Politiker: Man kann nicht katholisch sein und gleichzeitig für Abtreibung sein
  4. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  5. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  6. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  7. USA: Dominican Sisters of St. Cecilia heißen dieses Jahr 21 Postulantinnen willkommen
  8. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  9. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  10. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  11. Wie zwei Konvertiten spannend den Glauben vermitteln
  12. US-Erzdiözese Denver: Pfarreien nominieren 900 junge Männer für das Priestertum
  13. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  14. Ökumenische Begegnungen zwischen Rom und Konstantinopel
  15. Polen: Tschenstochau feiert "Schwarze Madonna" mit Friedensappell

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz