Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  2. Jesuitenpater Thomas Reese mit irrer Aussage: ‚Warum ich die alte lateinische Messe hasse‘
  3. 'Und ich dachte, es müßte um Gott und das Heil der Seelen gehen. Ich bin ja so naiv'
  4. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Nicht mehr zu retten - Zum Substanzverlust der Kirche
  7. Ein Drittel der 15-Jährigen in Deutschland kann nicht mehr ausreichend lesen oder rechnen!
  8. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  9. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  10. ‚Synodalität – ein Wort ohne Begriff? Ein erfundenes Narrativ macht Karriere
  11. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  14. Leere der kirchlichen Lehre
  15. 'BILD' greift kath.net-Beitrag von Kardinal Müller auf

Äußerungen von Franziskus sind eine neue "Qualität der Empathielosigkeit"

11. März 2024 in Aktuelles, 24 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


"WELT"-Kommentar übt schwere Kritik an Papst Franziskus: "Franziskus, der sich gerne als Papst der Armen und Unterdrückten versteht, ist im Bereich der internationalen Diplomatie oft an der Seite der Reichen und der Unterdrücker zu finden"


Berlin (kath.net)
"Selbst gemessen an seinen früheren Fehlgriffen markiert die jüngste Äußerung des Papstes zur Ukraine eine neue Stufe der Empathielosigkeit. " Mit deutlichen Worten hat Lucas Wiegelmann, Religionsjournalist der "WELT", am Sonntag die jüngsten Aussagen von Papst Franziskus zur Ukraine kritisiert. Wiegelmann erinnert daran, dass Franziskus, der sich gerne als Papst der Armen und Unterdrückten versteht, im Bereich der internationalen Diplomatie oft an der Seite der Reichen und der Unterdrücker zu finden ist. Dazu gehört  der Umgang mit der kommunistischen Diktatur in China und eine merkwürdige Nachsicht mit linksautoritären Regierungen in Lateinamerika. Auch brauchte er laut Wiegelmann lange, um den Terrorangriff der Hamas auf Israel zu verurteilen.

Seine jüngsten Äußerungen zur Ukraine bezeichnet der WELT-Journalist jetzt aber als eine neue "Qualität der Empathielosigkeit", wie sie selbst den meisten säkularen Staatenlenkern niemals unterlaufen würde. Das Skandalöse an seinen Äußerungen sei der Satz, dass die Ukraine keine „vergogna“, keine Scham verspüren sollte, zu verhandeln. Dieser Ausdruck wurde vom Papst gleich zweimal verwendet, es sei daher auch kein sprachlicher Lapsus.  Franziskus suggeriere damit, dass die Ukraine gar nicht kämpfe, weil sie müssten, sondern die Ukraine kämpft, weil sie schlicht zu stolz ist (im Katholizismus eine Hauptsünde übrigens) zuzugeben, dass das Spiel vorbei sei, wie ein stures Kind nach einer verlorenen Partie „Lotti Karotti“. "Kriege schreien zum Himmel, und die Kirche hat nicht nur das Recht, sondern die Pflicht, kategorisch den Frieden auf Erden einzufordern, notfalls gegen alle menschliche Vernunft. Die Unterdrückten als das eigentliche Problem hinzustellen und ihren verzweifelten Überlebenswillen als Ego-Trip, hilft aber nicht dem Frieden auf Erden. Sondern denen, die ihn zerstören wollen", betont Wiegelmann.


Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am Sonntag reagiert und Kritik am Papst geübt. Die Kirche sei bei den Menschen und nicht zweieinhalbtausend Kilometer entfernt, irgendwo, um virtuell zu vermitteln zwischen jemandem, der leben will, und jemandem, der dich vernichten möchte. Selenskyi betont in seiner Ansprache: "Als das russische Böse am 24. Februar diesen Krieg begann, standen alle Ukrainer auf, um sich zu verteidigen. Christen, Muslime, Juden – alle."  Der Präsident bedankte sich bei jedem ukrainischen Geistlichen, der in der Armee und bei den Verteidigungsstreitkräften ist. Diese stünden an der vordersten Front, sie schützten das Leben und die Menschlichkeit, sie unterstützten mit Gebeten, Gesprächen und Taten. "Das ist es, was die Kirche ist - bei den Menschen."


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Universität Texas A&M: 650 Personen bereiten sich auf Eintritt in die katholische Kirche vor
  4. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  5. Tausende beim „March for Life“ durch London – 15 katholische Bischöfe mit dabei
  6. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  7. Die Freiheit der Liebe und die Einheit im Gebet
  8. „Wenn mich jemand fragen würde, ob ich der Kirche vertraue…“
  9. Papst Leo XIV. spricht mit Erzbischof Gänswein
  10. Wie die Dominikaner auf den Hund kamen
  11. Lopatka: EU muss Religionsfreiheit weltweit stärker schützen
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. ‚Man kann nicht ‚Black Lives Matter‘ sagen, wenn das Leben schwarzer Babys nicht zählt‘
  14. Wundersame Heilung, eine Marienerscheinung und Berufung mit 4 Jahren
  15. Ein Schlag ins Gesicht: Wenn der Schutzengel zur Rüge greift

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz