Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  2. Afd-Sieg in Sachsen-Anhalt - Panik bei den Kirchen
  3. Liebe 'Deutsche Kirche', ihr seid Heuchler vor dem Herrn!
  4. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  5. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  6. Wahl in Sachsen-Anhalt: AfD auch bei Kirchenmitgliedern stärkste Kraft
  7. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  8. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  9. Kritik von Theologen an der Beurlaubung von P. Edmund Waldstein
  10. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  11. Leere der kirchlichen Lehre
  12. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  13. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  14. Maria, die Mutter des Friedens
  15. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette

Mexiko-Stadt: Verwirrung um Glockengeläut während Demonstration

20. Februar 2024 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kirche verteidigt sich gegen Vorwurf der Einmischung in politische Debatte durch Angelus-Läuten


Mexiko-Stadt (kath.net/KAP) Zu Verwirrung und einer Klarstellung von Kirchenseite hat am Sonntag in Mexiko-Stadt das Glockengeläut der Hauptstadt-Kathedrale während einer Demonstration für faire Wahlen geführt. "Es ist nicht das erste Mal, dass das Läuten der Glocken als Versuch genannt wird, Stimmen zum Schweigen zu bringen", ist einer Pressemitteilung der Domkirche vom Sonntagabend (Ortszeit) zu entnehmen. Die Kirche hege jedoch keinerlei "böse Absichten", wie von manchen Medien unterstellt worden sei: Statt sich in die politische Debatte einzumischen, sei durch das Geläut nur zum Mittagsgebet aufgerufen worden - wie an jedem anderen Tag auch.

Schauplatz war eine Großkundgebung, zu der sich am Sonntagvormittag mehrere Hunderttausend Demonstranten am zentralen Platz von Mexiko-Stadt, dem Zocalo, eingefunden hatten, viele von ihnen in Rosa, der Farbe der Wahlbehörde INE, gekleidet. Auf dem riesigen Platz liegt sowohl der Präsidentenpalast als auch die Kathedrale.


Um 11.49 Uhr begannen laut Medienberichten die Glocken für zehn Minuten zu läuten, als auf dem Podium gerade der frühere INE-Leiter Lorenzo Cordova vor einer autoritären Machtkonzentration durch die von Staatspräsident Andres Manuel Lopez Obrador eingeleiteten Reformen warnte. Man habe seine Worte nicht mehr verstanden und einige Teilnehmer hätten die Kundgebung verlassen, hieß es auf dem Portal "LatinUS.us".

Von kirchlicher Seite wurde in der Reaktion auf die Kritik auf die an Sonntagen übliche dreimalige Glocken-Ankündigung der Mittagsmesse sowie auf das tägliche Geläut zum Angelus-Gebet um 12 Uhr verwiesen. Dieser Brauch sei seit der Errichtung der Kathedrale im Jahr 1654 nur in politischen Ausnahmezeiten sowie während der Glockenturm-Renovierung unterbrochen worden.

Allerdings habe bereits einmal - im November 2007 - das Mittagsläuten während einer politischen Kundgebung für einen gröberen Zwischenfall gesorgt: Auch damals sei der Kathedrale vorgeworfen worden, eine Demonstration "boykottieren" zu wollen, worauf Hunderte Demonstranten gewaltsam in das Gotteshaus eingedrungen seien und die anwesenden Gemeindemitglieder und Priester angegriffen hätten. Damals sei die Kathedrale für mehr als eine Woche lang geschlossen und Sicherheitskontrollen am Eingang eingeführt worden.

In der Pressemitteilung rief die Kirche das mexikanische Volk zudem auf, "gemeinsam für Frieden und Versöhnung in unserem Land zu beten, damit wir gemeinsam auf der Suche nach einer besseren Zukunft für alle vorankommen können".

Hintergrund der Demonstrationen, die am Sonntag außer in der Hauptstadt auch in anderen Städten des Landes stattfanden, war neben den am 2. Juni anstehenden Präsidentschaftswahlen auch der bereits vollzogene Abbau demokratischer Institutionen durch den scheidenden Staatspräsidenten Lopez Obrador. Dessen Wahlreform hat die Wahlbehörde INE drastisch zusammengekürzt, was unter anderem von den Bischöfen des Landes scharf kritisiert worden ist.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Herbstlicht 20. Februar 2024 
 

Wenn die Initiatoren der Demo doch wissen, dass stets zu einer bestimmten Zeit die Glocken läuten, warum verlegen sie die Redenszeiten nicht um einen Zeitraum vorher oder danach?
Ist die Konfrontation beabsichtigt, so daß man der Kirche diesbezüglich Vorwürfe machen kann?


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Experte: Bedrohung durch islamistischen Terror ist "ernst"
  3. US-Justizministerium verurteilt Ermittlungen des FBI gegen ‚radikal-traditionalistische Katholiken‘
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. Prophetische Theologie Benedikts XVI., gefunden in Paris
  6. Bei Papst Leos Frankreichreise wird die Hl. Tunika Jesu den 80.000 Jugendlichen gezeigt werden
  7. Gideon Böss: „Warum die Linken wegschauen, wenn Christen verfolgt werden“
  8. Theologen: Der hl. John Henry Newman bleibt für Gewissens- und Glaubensfragen aktuell
  9. … und das Leben der kommenden Welt
  10. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  11. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  12. Warum Sie am 17. September in die Kinos gehen sollten!
  13. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  14. Katholische Gebetsinitiative in den USA: ‚Millions of Monicas‘
  15. Vatikan erinnert neue Missionsbischöfe: „Liturgie ist nicht unser eigenes Werk“

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz