Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  2. Rechtsanwalt Steinhöfel: Maduro war ohne legales Amt, hatte keine völkerrechtliche Immunität mehr
  3. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  4. THESE: "Die Theologie der letzten Jahrzehnte hat versagt!"
  5. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  6. Santo Subito: Historiker Hesemann plädiert für schnelle Seligsprechung Benedikts XVI.
  7. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  8. „Nicht nur Israels Kampf… es ist der Kampf unserer gemeinsamen jüdisch-christlichen Zivilisation“
  9. Der Stern stört Jerusalem. Epiphanie und die Ruhe der Gewöhnten
  10. 2025 wurden 46 römisch-katholische Kirchen und Kapellen in Deutschland profaniert
  11. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  12. Menschenrecht auf Abtreibung?
  13. Direkt nach dem Jahreswechsel brannte die Amsterdamer Vondelkirche lichterloh
  14. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  15. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“

Mexiko-Stadt: Verwirrung um Glockengeläut während Demonstration

20. Februar 2024 in Weltkirche, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kirche verteidigt sich gegen Vorwurf der Einmischung in politische Debatte durch Angelus-Läuten


Mexiko-Stadt (kath.net/KAP) Zu Verwirrung und einer Klarstellung von Kirchenseite hat am Sonntag in Mexiko-Stadt das Glockengeläut der Hauptstadt-Kathedrale während einer Demonstration für faire Wahlen geführt. "Es ist nicht das erste Mal, dass das Läuten der Glocken als Versuch genannt wird, Stimmen zum Schweigen zu bringen", ist einer Pressemitteilung der Domkirche vom Sonntagabend (Ortszeit) zu entnehmen. Die Kirche hege jedoch keinerlei "böse Absichten", wie von manchen Medien unterstellt worden sei: Statt sich in die politische Debatte einzumischen, sei durch das Geläut nur zum Mittagsgebet aufgerufen worden - wie an jedem anderen Tag auch.

Schauplatz war eine Großkundgebung, zu der sich am Sonntagvormittag mehrere Hunderttausend Demonstranten am zentralen Platz von Mexiko-Stadt, dem Zocalo, eingefunden hatten, viele von ihnen in Rosa, der Farbe der Wahlbehörde INE, gekleidet. Auf dem riesigen Platz liegt sowohl der Präsidentenpalast als auch die Kathedrale.


Um 11.49 Uhr begannen laut Medienberichten die Glocken für zehn Minuten zu läuten, als auf dem Podium gerade der frühere INE-Leiter Lorenzo Cordova vor einer autoritären Machtkonzentration durch die von Staatspräsident Andres Manuel Lopez Obrador eingeleiteten Reformen warnte. Man habe seine Worte nicht mehr verstanden und einige Teilnehmer hätten die Kundgebung verlassen, hieß es auf dem Portal "LatinUS.us".

Von kirchlicher Seite wurde in der Reaktion auf die Kritik auf die an Sonntagen übliche dreimalige Glocken-Ankündigung der Mittagsmesse sowie auf das tägliche Geläut zum Angelus-Gebet um 12 Uhr verwiesen. Dieser Brauch sei seit der Errichtung der Kathedrale im Jahr 1654 nur in politischen Ausnahmezeiten sowie während der Glockenturm-Renovierung unterbrochen worden.

Allerdings habe bereits einmal - im November 2007 - das Mittagsläuten während einer politischen Kundgebung für einen gröberen Zwischenfall gesorgt: Auch damals sei der Kathedrale vorgeworfen worden, eine Demonstration "boykottieren" zu wollen, worauf Hunderte Demonstranten gewaltsam in das Gotteshaus eingedrungen seien und die anwesenden Gemeindemitglieder und Priester angegriffen hätten. Damals sei die Kathedrale für mehr als eine Woche lang geschlossen und Sicherheitskontrollen am Eingang eingeführt worden.

In der Pressemitteilung rief die Kirche das mexikanische Volk zudem auf, "gemeinsam für Frieden und Versöhnung in unserem Land zu beten, damit wir gemeinsam auf der Suche nach einer besseren Zukunft für alle vorankommen können".

Hintergrund der Demonstrationen, die am Sonntag außer in der Hauptstadt auch in anderen Städten des Landes stattfanden, war neben den am 2. Juni anstehenden Präsidentschaftswahlen auch der bereits vollzogene Abbau demokratischer Institutionen durch den scheidenden Staatspräsidenten Lopez Obrador. Dessen Wahlreform hat die Wahlbehörde INE drastisch zusammengekürzt, was unter anderem von den Bischöfen des Landes scharf kritisiert worden ist.

Copyright 2024 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Weihnachtsspende für kath.net - Wir brauchen JETZT Ihre HILFE!
  2. ISLAND-REISE - SOMMER 2026 - Eine Reise, die Sie nie vergessen werden!
  3. „Die Ursache der Kirchenkrise und ihre Überwindung“
  4. Kard. Woelki: „Bin überzeugt, dass ‚Evangelisierung‘ das zentrale Thema von Leos Pontifikats wird“
  5. Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik
  6. „In seinem Pontifikat war Benedikt XVI. einer der größten Theologen auf der Cathedra Petri“
  7. "Beten wir gemeinsam für die kommende Welle!"
  8. Oktober 2026 - Kommen Sie mit nach SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  9. Überlebende der Brandkatastrophe in Crans-Montana: „Möchte Gott danken, dass er mich gerettet hat“
  10. Nach Berliner Stromausfall: „Herr Erzbischof Koch, wir warten auf Ihre Stellungnahme“
  11. Katholik kritisiert „Schleimjesus“-Fernsehgottesdient mit direktem Brief an verantwortlichen Pfarrer
  12. Kardinäle votieren für Themen in der Linie von Papst Franziskus
  13. "Der Herr ist wirklich in diesen Gestalten von Brot und Wein gegenwärtig"
  14. Ein Frühstück für den Verleugner
  15. Eine Nonne, die Vampirbücher schreibt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz