Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wie die Piusbrüder - Linker belgischer Bischof plant weiterhin verbotene Weihen
  2. Gefeuert wegen AfD-Kandidatur: Deutsche Caritas-Erzieherin zieht vor Gericht
  3. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  4. Sechs Messdiener mit Down-Syndrom ministrierten bei der historischen Papstmesse in Paris
  5. Asymmetrisch blinder Blick auf die deutsche Landschaft
  6. Es gibt drei Erzengel, die vor Gottes Thron für uns eintreten
  7. „Wenn wir den wahren missionarischen Geist, den richtigen Weg finden, gibt es in Deutschland noch…“
  8. Wort-Gottes-Feier in katholischer Kirche mit Liedern von Taylor Swift
  9. Ein Erzbischof auf Staatsbesuch
  10. „Das Ende von Maria 2.0“
  11. US-Bischof Robert Barron: „Der Kommunismus erlebt in unserem Land gerade ein Comeback“
  12. Die Deutsche Bischofskonferenz will keine 'Demontage' des deutschen Staatsfunks
  13. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft
  14. Einbürgerung als Wahlstrategie? Linke profitiert massiv von muslimischen Wählern in Berlin
  15. Politisch aber auch innerkirchlich „gibt es derzeit wieder viel Konfliktpotenzial“

Sich in Bewegung setzen für die Würde: Zuhören, Träumen, Handeln

8. Februar 2024 in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Botschaft von Papst Franziskus anlässlich des 10. Internationalen Gebets- und Besinnungstages gegen den Menschenhandel


Rom (kath.net) Nachstehend veröffentlichen wir die Botschaft von Papst Franziskus anlässlich des 10. Internationalen Gebets- und Besinnungstages gegen den Menschenhandel, der heute, am liturgischen Gedenktag der heiligen Josephine Bakhita, begangen wird und in diesem Jahr unter dem Motto „Sich in Bewegung setzen für die Würde: Zuhören, Träumen, Handeln“ steht.

kath.net veröffentlicht die Botschaft von Papst Franziskus anlässlich des 10. Internationalen Gebets- und Besinnungstages gegen den Menschenhandel

Sich in Bewegung setzen für die Würde: Zuhören, Träumen, Handeln

Liebe Brüder und Schwestern!

Heute, am liturgischen Gedenktag der heiligen Josefine Bakhita, findet zum zehnten Mal der weltweite Gebets- und Besinnungstag gegen den Menschenhandel statt. Aus ganzem Herzen schließe ich mich euch an, vor allem den jungen Menschen, die ihr euch auf der ganzen Welt dafür einsetzt, dieses globale Drama zu bekämpfen.

Gemeinsam gehen wir auf den Spuren der heiligen Bakhita, der sudanesischen Ordensschwester, die im Kindesalter als Sklavin verkauft wurde und ein Opfer des Menschenhandels gewesen ist. Erinnern wir uns an das Unrecht, das sie erlitten hat, an ihr Leid, aber auch an ihre Kraft und ihren Weg der Befreiung und der Wiedergeburt zu einem neuen Leben. Die heilige Bakhita ermutigt uns, die Augen und Ohren zu öffnen, um die Unsichtbaren zu sehen und denjenigen zuzuhören, die keine Stimme haben, und um die Würde eines jeden Menschen anzuerkennen sowie gegen den Menschenhandel und alle Formen der Ausbeutung vorzugehen.


Der Menschenhandel ist häufig unsichtbar. Die Medien berichten, auch dank couragierter Reporter, über die Sklaverei unserer Zeit, aber die Kultur der Gleichgültigkeit betäubt uns. Helfen wir uns gegenseitig zu reagieren und unser Leben und unsere Herzen den vielen Schwestern und den vielen Brüdern zu öffnen, die wie Sklaven behandelt werden. Es ist niemals zu spät, sich zu entscheiden, dies zu tun.

Und Gott sei Dank gibt es zahlreiche junge Menschen, die sich für diesen Welttag engagiert haben. Ihr Elan zeigt uns den Weg, er sagt uns, dass wir gegen den Menschenhandel zuhören, träumen und handeln müssen.

Es ist von entscheidender Bedeutung, die Fähigkeit zu besitzen, denjenigen zuzuhören, die leiden. Ich denke an die Opfer der Konflikte, der Kriege; an die vielen, die von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen sind; an die große Zahl derjenigen, die zur Migration gezwungen sind; an jene, die zu Objekten sexueller Ausbeutung oder zu Arbeitssklaven werden, insbesondere die Frauen und die Kinder. Hören wir auf ihren Hilfeschrei, lassen wir uns von ihren Geschichten treffen und träumen wir gemeinsam mit den Opfern und den jungen Menschen wieder von einer Welt, in der die Menschen in Freiheit und Würde leben können.

Und dann, Brüder und Schwestern, müssen wir mit der Kraft des Geistes Jesu Christi diesen Traum durch konkrete Aktionen gegen den Menschenhandel in die Wirklichkeit umsetzen. Engagieren wir uns mit unserem Gebet und unserem Handeln für die Würde: beten und handeln – sowohl persönlich, als auch in den Familien, in den Pfarreien und Ordensgemeinschaften, in den kirchlichen Vereinigungen und Bewegungen, in den verschiedenen sozialen Bereichen und in der Politik.

Wir wissen, dass es möglich ist, den Menschenhandel zu bekämpfen, aber wir müssen zur Wurzel des Problems vordringen und seine Ursachen beseitigen. Ich ermutige euch daher, auf diesen Appell zur Veränderung zu antworten, im Gedenken an die heilige Josefine Bakhita, die für all jene steht, die bedauerlicherweise in Sklaverei leben, aber ihre Freiheit zurückgewinnen können. Es ist ein Aufruf, nicht stehen zu bleiben, alle unsere Ressourcen im Kampf gegen den Menschenhandel zu mobilisieren und den vielen, die ihm zum Opfer gefallen sind, ihre volle Würde zurückzugeben. Wenn wir Augen und Ohren verschließen, wenn wir untätig bleiben, werden wir zu Mittätern.

Von Herzen danke und segne ich euch, die ihr euch für diesen Tag engagiert und ich segne all jene, die sich gegen den Menschenhandel und alle Formen der Ausbeutung einsetzen, um eine Welt der Geschwisterlichkeit und des Friedens aufzubauen.

Rom, Sankt Johannes im Lateran, 8. Februar 2024,
Gedenktag der heiligen Josefine Bakhita.

FRANZISKUS

Foto (c) Vatican Media

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Papst Leo an 80.000 Jugendliche im Stade de France: "Wer mit Gott lebt, ist frei"
  3. „Wenn wir Eucharistie feiern, dürfen wir mit allem zu ihm kommen, was in uns unvollendet ist“
  4. Neuer Schülerkreise Joseph Ratzinger / Papst Benedikt XVI. bestätigt bisherigen Vorstand im Amt
  5. Nordische Bischofskonferenz beendet Herbstvollversammlung in Paderborn
  6. Zwischen Stein und Geheimnis: ‚Ohne die Liturgie würde Notre-Dame ihre Seele verlieren‘
  7. Die Menschheitsfamilie zwischen Babel und Pfingsten
  8. Der Mensch ist mehr als eine Maschine - Die Würde des Menschen vor dem Angesicht Gottes
  9. Bischof Erik Varden: „Den Fremden willkommen heißen“
  10. Leo an Bischöfe: „Liebe Brüder, wir müssen immer wieder in die Schule des Kreuzes zurückkehren“
  11. Chefredakteur Philippe Marie: „Ich werfe dem Erzbistum Paris vor, die Pressefreiheit zu verletzen“
  12. Dem Leben verpflichtet: Johanna Gräfin von Westphalen
  13. Kurienkardinal Parolin nennt „Lebensschutz“ eines der Schwerpunktthemen von Leos Frankreichreise
  14. USA: Medienbischof Fulton Sheen ist nun seliggesprochen!
  15. 'Amoris Laetitia' oder das Lehramt, das sich selbst abschafft

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz