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P. Wallner: "Jeder kann die Welt ein wenig besser machen"3. Oktober 2023 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Missio-Nationaldirektor im Interview mit "Tiroler Tageszeitung" über kirchlichen Einsatz in den Slums von Kalkutta - Indien heuer Schwerpunktland des Weltmissions-Sonntags am 22. Oktober
Innsbruck (kath.net/KAP) Der Oktober ist in der Katholischen Kirche der Monat der Weltmission. am 22. Oktober begeht die Kirche weltweit den Weltmissions-Sonntag. P. Karl Wallner, Nationaldirektor der Päpstliche Missionswerke (Missio), hat aus diesem Anlass im Interview mit der "Tiroler Tageszeitung" (Samstag) zur tatkräftigen Hilfe für Menschen in Not in aller Welt aufgerufen. "Zu sagen, ich kann eh nichts gegen das Unrecht in dieser Welt tun, stimmt nicht", ließ Wallner keine Resignation gelten: "Du kannst etwas verändern! Jede Tat der Liebe kann etwas verändern und die Welt ein Stück weit besser machen." 
Das Missio-Schwerpunktland 2023 ist Indien. Um von den Verhältnissen vor Ort berichten zu können, reiste P. Wallner nach Kalkutta und besuchte vor Ort die Slums: "Wie ein Slum riecht, wie man in den schlammigen Boden bei jedem Schritt einsinkt und wie stark im Kontrast dazu die Herzlichkeit und Fröhlichkeit der Kinder steht, lässt sich kaum beschreiben." Besonders sei ihm in Erinnerung, wie die Mütter in ihren Wellblechhütten liebevoll für ihre Kinder sorgten. Und wie sie von der Monsunzeit berichten, wenn das Wasser einen halben Meter hoch in ihrem Heim steht und sie die Kinder in eine Art von Regal zu Bett bringen, damit sie nicht von Ungeziefer und Ratten angefressen werden.
Missio unterstützt vor Ort u.a. Salesianer-Mönche. Diese seien gleichermaßen fromm wie praktisch, so Wallner. Für ihn sei jeder Pfarrer vor Ort "ein Sozialminister", der sich um die ganze Gemeinde - und nicht nur um die Gläubigen - kümmert. Er sorge sich um die Schulbildung ebenso wie um die Herzensbildung der unter vielerlei Übel leidenden Bevölkerung. Wallner: "Die Kirche gibt hier Hoffnung. Die Menschen haben tief im Herzen das innige Bedürfnis, gut zu sein. Die Liebe Jesu Christi zeigt uns ein Ziel des Lebens auf, das über den Tod hinausreicht." Wie der Missio-Nationaldirektor betonte, habe sich das kirchliche Missionsverständnis fundamental gewandelt: "Noch vor wenigen hundert Jahren war Mission mit Kolonisation gleichgesetzt. Heute könnten wir nicht weiter davon entfernt sein, wenn wir von Mission als Verbreitung der Nächstenliebe sprechen."
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Lesermeinungen| | J. Rückert 3. Oktober 2023 | | | | Der Monsun wird ausbleiben Mutter Theresa von Kalkutta nährte sich von der täglichen Kommunion.
Eine christliche Humanität mit immer weniger katholisch drin vertrocknet früher oder später.
Der indische Staat unterhält eine riesige Militärmaschine und fliegt auf den Mond. Da werde ich nicht spenden. Und unsere „Kalkuttas“ sind im Werden! |  0
| | | | | Stefan Fleischer 3. Oktober 2023 | |  | Jeder kann die Welt ein wenig besser machen Sicher! Und auch der kleinste Einsatz lohnt sich. Aber ich musste einen reformierten Pfarrer heute auf seinen Gastkommenar in unserer Zeitung schreiben:
Sehr geehrter Herr Pfarrer
Ich habe immer geglaubt – und glaube es immer noch -, Christus, der Sohn Gottes, sei Mensch geworden und für uns am Kreuz gestorben «um sein Volk aus seinen Sünden zu erlösen». (Ps 130,8 / Mt 1,21) Eine bessere Welt wäre doch nur möglich, wenn wir alle uns erlösen liessen. Seit wann zäumen unsere Kirchen heute das Pferd am Schwanz auf?
Gelobt sei Jesus Christus, unser Herr und Erlöser |  0
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