Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  2. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  3. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  4. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  5. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  6. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  7. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  8. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  9. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  10. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  11. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  12. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  15. Fast der gleiche Glaube?

Erzbischof Aguer: ‚Synode über Synodalität’ steuert auf ‚andere Kirche’ zu

9. Juli 2023 in Weltkirche, 23 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Das Programm der Synode entwerfe wie der deutsche „Synodale Weg“ eine andere Kirche, die mit der Überlieferung unvereinbar sei, befürchtet der emeritierte Erzbischof von La Plata.


La Plata (kath.net/jg)
Hector Aguer, der emeritierte Erzbischof von La Plata (Argentinien), hat die kommende Synode über die Synodalität und deren vor kurzem vorgestelltes Arbeitsdokument, das Instrumentum laboris, kritisiert. In einem Brief, der auf dem Blog Rorate Caeli veröffentlicht ist, befürchtet er unter anderem, die Katholischen Kirche könnte im Zuge der Synode die „globalistische Agenda 2030“ der Vereinten Nationen zu übernehmen und Schritte setzen, die an die protestantische Reformation erinnern würden. (Siehe Link am Ende des Artikels)

Es sei „bewundernswert“, wie „die päpstliche Monarchie die ‚synodale Demokratie’“ dazu bringe, genau das zu sagen, was sie sagen solle, schreibt Aguer.

Die „Route“ der kommenden Synodalversammlung sei in den letzten beiden Jahren ausgearbeitet worden. Sie lasse die „Menge“ sprechen und abstimmen, insbesondere und neu die weibliche. Wenn das Design „dieser anderen Kirche“ fertig gestellt sei, könne der Papst die sicher zu erwartende Kritik damit abwehren, indem er sage: „Ich war es nicht!“


Bemerkenswert sei, dass die Synodenteilnehmer zu 75 Prozent Bischöfe und zu 25 Prozent Laien seien, darunter Frauen, dass aber die Priester offenbar ignoriert worden seien. Priesterliche Berufungen hätten keine Priorität mehr, merkt der Erzbischof an.

Der Begriff „Synode“ sei nicht unproblematisch. Das Wort „synod“ sei aus dem Griechischen und bedeute „gehen mit“, besage aber nicht wohin. Das Ziel sei „die neue progressive Kirche“, die mit der großen kirchlichen Tradition im Widerspruch stehe, schreibt Aguer.

Der Text des Instrumentum laboris spreche verschiedene Gruppen an, die sich in der Kirche „nicht akzeptiert“ fühlen würden. Das seien die zivilrechtlich geschiedenen Wiederverheirateten, Menschen in irregulären Beziehungen, „LGBTQ+ Personen“. Darüber hinaus gebe es Menschen, die sich aufgrund ihrer Rasse, Ethnie, Klasse oder Kaste diskriminiert fühlten. Die Lösung werde darin gesucht, „Räume“ für diejenigen zu schaffen, die sich von der Kirche „verletzt“ und von der Gesellschaft „zurückgewiesen fühlen“. Dort sollten sie nicht verurteilt werden und in Freiheit Fragen stellen können. In seiner Interpretation verstehe er die Passage so, dass die objektive Wahrheit und Tugend beziehungsweise Sünde keine Rolle mehr spielen. Was zähle seien diejenigen, die sich ausgeschlossen fühlen. Deren Gefühle würden zählen, nicht der objektive Status, in dem sie sich befinden, kritisiert der Erzbischof.

Die Frage der Priesterordination für Frauen werde nicht direkt angesprochen. Das Instrumentum laboris erwähne aber dass Frauen „auf allen Ebenen der Kirche“ in der Leitung, Entscheidung, Mission und Seelsorge mitwirken sollten. Dafür seien „angemessene Strukturen“ zu schaffen, damit es nicht nur bei einer allgemeinen Absichtserklärung bleibe.

Das Programm der Synode entwerfe wie der deutsche „Synodale Weg“ eine andere Kirche, die mit der Überlieferung unvereinbar sei, befürchtet Erzbischof Aguer.


Link zum Brief von Erzbischof Aguer auf Rorate Caeli (englisch): "What an aggressive, paradoxical imitation of Christ!": Archbishop Hector Aguer

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Bischofssynode

  1. Hongkongs Kardinal Zen äußerte beim Konstistorium Grundsatzkritik an der letzten Bischofssynode
  2. Kardinal Fernandez, Präfekt des Glaubensdikasteriums: „Synodalität: Warum nein und warum ja?“
  3. Synodenrat gibt Auftrag für allgemeine Kirchenversammlung 2028
  4. Das Schweigen der Synode zum Alten Ritus
  5. Bischof Barron in ‚offenem Widerspruch’ zum Abschlussbericht der Synode über die Synodalität
  6. Erzbischof Fisher/Sydney: Nicht alles dem Heiligen Geist zuschreiben
  7. ‚Verwirrt und verwirrend’ – Kardinal Zen äußert Bedenken zur laufenden Bischofssynode
  8. Mexikanischer ‚Dubia’-Kardinal: Synode hat keine lehramtliche Autorität
  9. Kardinal Zen befürchtet Manipulation der Synode über die Synodalität
  10. Bischof Bonnemain: Sexualmoral ‚kann und muss ... vertieft und weiterentwickelt werden’







Top-15

meist-gelesen

  1. Papst Leo singt mit 80.000 Jugendlichen das „Salve Regina“ auf Latein
  2. Fast der gleiche Glaube?
  3. Gender-Ideologie: Katholische Familie kämpft um ihre Tochter
  4. Slowakei: Papst Leo XIV. grüßt die Teilnehmer des Nationalen Marsches für das Leben in Bratislava
  5. Kardinal Koch zu Israel und Gaza: Ehrlich miteinander sprechen
  6. Wenn die Liebe das Gesetz des Kalküls durchbricht…
  7. Stanislaus-Kostka-Wallfahrt von Wien nach Rom erreicht ihr Ziel
  8. Papst: In der Seelsorge auf das Wesentliche konzentrieren
  9. Bruder von Leo XIV.: Papst hilft bei der Steuererklärung
  10. Bischof an Jugend: "Licht des neuen Afrikas liegt in euch"
  11. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  12. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  13. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  14. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  15. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz