Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  2. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  3. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  4. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  5. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  6. Écône, zum Zweiten
  7. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  8. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  9. Taylor Marshall zu FSSPX: Diese liturgische Neuerung ist eindeutig ‚nicht traditionell‘
  10. Papst ernennt Sr. Alessandra Smerilli zur Präfektin des Entwicklungsdikasteriums
  11. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"
  12. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  13. Vatikan hofft weiterhin auf Dialog mit der Piusbruderschaft
  14. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  15. Petrus und Paulus: Die Einheit der Kirche wächst aus der Verschiedenheit

Krise im Sudan: "Open Doors" sieht düstere Zukunft für Christen

1. Juli 2023 in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ostafrika-Experte des Hilfswerks: Instabilität durch neu entflammten Konflikt spielt extremistischen Islamisten in die Hände.


Wien (kath.net/ KAP)
Für die christliche Minderheit in dem von Dauerkrisen gebeutelten Sudan sieht das Hilfswerk "Open Doors" eine düstere Zukunft voraus. Die im Frühjahr neu entflammten Kämpfe zwischen der Armee und den paramilitärischen Kräften wirkten sich besonders negativ auf die kleine Gruppe der Christen aus, die bereits durch die fortdauernde religiöse Verfolgung geschwächt ist, berichtete "Open Doors"-Ostafrika-Spezialist Fikiru Mehari in einer Aussendung der Organisation am Mittwoch.

Die größte Sorge der christlichen Minderheit, der 2 Millionen Menschen (4,3 Prozent der Bevölkerung) angehören, sei, dass die durch die aktuellen Konflikte hervorgerufene Instabilität den extremistischen Islamisten in die Hände spiele und es ihnen ermögliche, den Menschen wieder islamische Gesetze aufzuzwingen. "Dieser Krieg ist eine Gelegenheit für islamische Extremisten, wieder an die Macht zu kommen und zu sagen: Seht ihr, die Demokratie funktioniert nicht, lasst uns zur Scharia zurückkehren", so Mehari.


Nach dem Sturz von Omar al-Bashir 2019 hatten sich die Bedingungen für Christen tendenziell verbessert. Doch nach dem Militärputsch Ende 2021 und den Protesten, landete der Sudan auf dem Weltverfolgungsindex, in dem "Open Doors" die 50 Länder auflistet, in denen Christen am stärksten verfolgt werden, 2023 wieder auf Rang 9. Das sei auf die allmähliche Machtübernahme durch ehemalige Verbündete von al-Bashir zurückzuführen, die eine strenge Auslegung der Scharia verfolgen und sich zunehmend in die Aktivitäten der Kirchen einmischen, erklärte der Experte.

Niemand wisse, welche Folgen der Konflikt in Zukunft für die Menschen noch haben werde, so Mehari, aber bereits jetzt deute sich Verheerendes für die christliche Minderheit an. "Die Menschen haben vor vier Jahren protestiert, weil sie kein Brot hatten. Das gilt auch heute noch, aber sie sind noch besorgter". Zu befürchten sei, dass das Land sich in Richtung einer neuen Diktatur bewege, die explizit gegen die Christen gerichtet sei. "Ihr Leben wäre dann noch schlimmer als zu Zeiten von Omar al-Bashir. Die Zukunft sieht wirklich düster aus für sie", zeigt sich Mehari besorgt.

Er mache sich generell Sorgen um die Christen in Ostafrika. Ihre Lebensbedingungen verschlechtern aktuell in der gesamten Region ausbreitet. Mehari plädierte deshalb für ein Eingreifen der internationalen Gemeinschaft.

Seit dem 15. April hat der Konflikt zwischen der Armee von General Abdel Fattah al-Burhane und den Paramilitärs der Rapid Support Forces von General Mohamed Hamdane Daglo laut der französischen Nachrichtenagentur AFP mehr als 1.800 Menschenleben gefordert und laut UNO zwei Millionen Menschen vertrieben. Die Kämpfe hatten sich bislang hauptsächlich auf die fünf Millionen Einwohner zählende Hauptstadt Khartum und die riesige Region Darfur im Westen konzentriert.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 bibelfreund 1. Juli 2023 
 

Totales schweigen der Irrweg-Bischöfe

Gut, dass kath net immer wieder diese Themen bringt.
Aber soeben meldet BILD in Deutschland: mit Allahu Akbar- rufen steht Frankreich in Flammen —— es dauert bei uns also auch nicht mehr lange …..


0
 
 golden 1. Juli 2023 
 

Herr,für alle Gläubigen und uns bitten wir,

lass uns auf der Erde treu bleiben und nimm uns in dein Reich auf !


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Sudan

  1. Katholische Kathedrale in Khartum verwüstet
  2. ALfA: Suizidprävention und palliative Versorgung
  3. Koptische Christin in sudanesischer Übergangsregierung
  4. Papst kniet vor sudanesischen Politikern nieder, bittet um Frieden






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - REISE AUSGEBUCHT
  2. Vatikan exkommuniziert sechs Bischöfe der Piusbruderschaft!
  3. Der Vatikan ordnet das Rückkehr-Prozedere für Menschen, die die Piusbruderschaft verlassen wollen
  4. Écône, zum Zweiten
  5. „Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“
  6. „Die Behauptung, Rom gehe hart gegen Rechte vor, nicht aber gegen Linke, ist schlichtweg falsch“
  7. Papst an Piusbrüder: 'Kehren Sie um!
  8. Bevorstehende „illegale Bischofsweihen für die Piusbruderschaft“ „ein schwerer schismatischer Akt“
  9. Haben Sie das Apostolische Mandat? – „Nein. Sie wussten, dass sie es nicht hatten“
  10. Deutsche Medien schweigen zum Bericht über Vergewaltigungsbanden in Großbritannien
  11. Mehr Klarheit mit jeder Absage aus Rom
  12. Ehemalige Äbtissin wehrt sich gerichtlich gegen Rauswurf
  13. Ein besonderer Tag für ‚unseren‘ Pfarrsekretär
  14. Freimaurerei „mit einem vollständigen Bekenntnis zum katholischen Glauben unvereinbar“
  15. "Ohne Einheit mit dem Papst keine volle Gemeinschaft mit der Kirche"

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz