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Katholische Kathedrale in Khartum verwüstet

3. April 2025 in Chronik, keine Lesermeinung
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Der Bürgerkrieg im Sudan hat zehntausende Menschenleben gefordert. Millionen Menschen sind auf der Flucht. Die UNO spricht von der derzeit größten humanitären Krise.


Khartum (kath.net/jg)
Die katholische Matthäus-Kathedrale in Khartum (Sudan) ist verwüstet worden. Dies berichtet Kirche in Not unter Berufung auf lokale Quellen, die ein Video geschickt haben. Im Sudan tobt seit April 2023 ein Bürgerkrieg. Regierungstruppen haben Khartum vor kurzem von der Rebellenmiliz RSF (Rapid Support Forces – dt. „schnelle Unterstützungskräfte“) zurückerobert.

Die Aufnahmen zeigen erhebliche Schäden am Gebäude und an der Einrichtung. Der Altarraum ist verwüstet, ein Kreuz und andere sakrale Gegenstände wurden zerstört. Lokale Ansprechpartner von Kirche in Not geben an, dass die RSF die Kathedrale als Waffenlager genutzt habe.


Vor dem Krieg lag der Anteil der Christen bei weniger als fünf Prozent der 43 Millionen Einwohner des Sudan. Dieser Anteil hat sich laut lokalen Quellen weiter verringert. Viele Christen seien geflohen.

Der Bürgerkrieg im Sudan hat laut Angaben von Kirche in Not keine religiösen Motive, sondern wurde von einem Machtkampf zwischen Abdel Fattah al-Burhan, dem Vorsitzenden des Souveränen Rates und De-Facto-Staatsoberhaupt des Sudan, und seinem ehemaligen Stellvertreter Mohamed Hamdan Dagalo, der die RSF-Miliz kommandiert, ausgelöst. Trotzdem werden religiöse Minderheiten wie die Christen von islamistischen Extremisten und staatlichen Stellen diskriminiert, wie der Bericht „Religionsfreiheit weltweit 2023“ von Kirche in Not dokumentiert. Vor der Verfassung von 2019 wurden alle Nichtmuslime von staatlichen Behörden massiv verfolgt. Viele flüchteten damals in den mehrheitlich christlich geprägten Südsudan.

In den mittlerweile zwei Jahre andauernden Kämpfen haben zehntausende Menschen ihr Leben verloren. Der Bürgerkrieg hat laut den Vereinten Nationen die derzeit größte humanitäre Katastrophe verursacht. Mehr als zwölf Millionen Menschen sind nach UN-Angaben auf der Flucht. Fast 25 Millionen Menschen leiden unter Hunger.

 


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