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Cornelia Kaminski (ALfA) hält „Gänsehaut“-Grußwort beim Christustag in Nürnberg

13. Juni 2023 in Prolife, 3 Lesermeinungen
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„Die Aktion Lebensrecht für Alle, ALfA, deren Bundesvorsitzende ich bin, darf an diesem evangelischen Kirchentag nicht teilnehmen“. Gründe dafür wurden nicht genannt, „auch die Bitte um ein klärendes Gespräch wurde ausgeschlagen“.


Nürnberg (kath.net) Der offizielle Kirchentag hat die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) ausgeladen, der „Arbeitskreis bekennender Christen in Bayern“ hat ihr daraufhin angeboten, beim Christustag zu sprechen. Diese Gelegenheit hat die ALfA sehr gerne wahrgenommen. kath.net dokumentiert das Grußwort der ALfA-Bundesvorsitzenden Cornelia Kaminski vom 8.6. 2023 in der Nürnberger Meistersingerhalle in voller Länge:

Wie Sie vielleicht erfahren haben, darf die Aktion Lebensrecht für Alle, ALfA, deren Bundesvorsitzende ich bin, an diesem evangelischen Kirchentag nicht teilnehmen. Wir haben zwar mehrfach nach Gründen für den Ausschluss gefragt, aber keinen genannt bekommen – auch all unsere Bitten um ein klärendes Gespräch wurden ausgeschlagen.

Offensichtlich ist das hier der Stein des Anstoßes, wie wir nun aus dem Umfeld des Kirchentagbüros erfahren haben. Das ist eine Nachbildung eines menschlichen Embryos in der 10. Schwangerschaftswoche. Auf Europas größter Bildungsmesse, der didacta, haben wir davon über 4200 Exemplare an Besucher verteilt – Fachpersonal, wohlgemerkt, nahezu alles Lehrer, oft mit abgeschlossenem Biologiestudium.

Diese Embryomodelle haben wir auch auf vergangenen Kirchentagen ausgestellt, sie aber beiseitegelegt, nachdem die Kirchentagsleitung uns darüber informiert hat, dass sie anstößig seien. Eine Ermahnung musste nie ausgesprochen werden. Diesmal wollte man wohl auf Nummer sicher gehen und uns gleich ganz ausschließen, damit ja niemand diese anstößigen Embryomodelle in die Hand bekommt.


Ein kleines, ungeborenes Kind als Stein des Anstoßes.

Mir ist dazu der zweite Petrusbrief eingefallen: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Ein Stein des Anstoßes, ein Fels des Ärgernisses; sie stoßen sich an ihm, weil sie nicht an das Wort glauben.“

Warum haben die Bauleute dieses Kirchentages die naturgetreue Nachbildung eines ungeborenen Kindes verworfen? Warum empfinden sie es als so anstößig, dass sie meinen, die Besucher dieses Ereignisses davor schützen zu müssen?

Dieses Modell legt die Wahrheit über Abtreibungen bloß.

Ich hatte vor kurzem ein Gespräch mit einem erfolgreichen Manager, der an unserem Stand bei einem Kongress aufkreuzte. Eigentlich war er wegen der Schokolade, die wir dahatten, stehen geblieben. Aber wir kamen ins Gespräch und er erzählte mir sehr offen und selbstbewusst, dass er zwei Kinder „im Himmel“ habe, da er seiner schwangeren Freundin damals mitgeteilt hatte, sie müsse abtreiben. Entweder du treibst ab oder ich bin weg, ein Kind kommt überhaupt nicht in Frage. Das kam sehr cool und selbstbewusst rüber, ich habe dann nachgefragt, ob es die Freundin noch gäbe – die gibt es nicht mehr – und ob er überhaupt Kinder bekommen hätte und verheiratet sei – das war er nicht – und dann nahm er dieses Embryomodell in die Hand, und fragte mich, was das sei. Als ich ihm sagte, „ein ungeborenes Kind in der zehnten Woche der Schwangerschaft“, fingen die Hände dieses großen, erfolgreichen Managers, die den kleinen Plastikembryo hielten, an zu zittern. Seine Stimme stockte und er wischte sich Tränen aus den Augen. „Ich dachte das ist so groß wie eine Erbse“.

Das denken viele. Und viele glauben den Abtreibungsärzten, die behaupten, es würde lediglich „Schwangerschaftsgewebe“ abgesaugt.

Die „Kinder im Himmel“ dieses erfolgreichen, engagierten Mannes hatten plötzlich eine ganz andere Realität angenommen – und damit für ihn auch die Chance, sich mit ihnen zu befassen und um Vergebung zu bitten. „Darf ich mir den Embryo mitnehmen?“ fragte er mich. Er hatte genau verstanden, worum es geht: Nicht um Vorwurf. Nicht darum, ein schlechtes Gewissen zu machen.

Gott ist gnädig und barmherzig. Gott verzeiht unsere Fehler, auch die Schlimmsten. Voraussetzung ist jedoch, dass wir erkennen, wo wir die Wahrheit gemieden und die Schuld gefunden haben. Dann kann Gott seine Arme ausbreiten und sagen: Komm. Aufgabe der Kirche ist es, uns bei dieser Wahrheitssuche zu helfen. Uns sehend zu machen für die Wirklichkeit. Und uns damit zu Gott zu führen.

Warum also sind diese Modelle ungeborener Kinder hier nicht willkommen? Weil es für uns bequemer ist, Frauen in Not zur Lösung ihrer Probleme die Tötung ihrer Kinder anzubieten? Weil die Wahrheit eine Zumutung ist? Wie kann es sein, dass wir den Menschen die Wahrheit nicht zutrauen, ihnen aber stattdessen Abtreibungen zumuten?  Was für eine Gesellschaft ist das? Wo ist ihre Zukunft?  Immer mehr drängt sich uns doch die Erkenntnis auf, dass es die millionenfachen Abtreibungen sind, die unserem Land schaden – nicht nur, weil jetzt auf einmal die Facharbeiter fehlen. Abtreibungen sind nicht schön. Niemand findet eine Abtreibung gut, und sie tut auch niemandem gut. Sie ist immer nur ein letzter Ausweg.

„Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. “ Diese ungeborenen Kinder sind die Ecksteine unserer Gesellschaft. Wenn wir sie lieben und willkommen heißen, hat unsere Gesellschaft eine menschenwürdige Zukunft. Jetzt ist dafür die Zeit.

Foto: Kaminski spricht auf dem Christustag Bayern (c) ALfA


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