Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil
  2. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  3. "Katholischer Medienpreis" der DBK für "korrektive Fake News"
  4. Offensichtlich geht es heute auch ohne Religion
  5. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  6. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  7. 'Ich bin Protestant und glaube an die Realpräsenz der Eucharistie'
  8. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  9. Die deutsche Versuchung, selbst ins Autoritäre abzugleiten!
  10. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  11. Sozialethiker Rhonheimer: Jesus war kein Kapitalismuskritiker
  12. USA werden im Jahr 2100 ein katholisches Land sein
  13. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  14. Australien wirf Iran Steuerung von antisemitischen Terroranschlägen vor
  15. Wir sind hier, um der Welt zu erklären, dass auch Wladimir Putin für seine Verbrechen bezahlen muss"

Cornelia Kaminski (ALfA) hält „Gänsehaut“-Grußwort beim Christustag in Nürnberg

13. Juni 2023 in Prolife, 3 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Die Aktion Lebensrecht für Alle, ALfA, deren Bundesvorsitzende ich bin, darf an diesem evangelischen Kirchentag nicht teilnehmen“. Gründe dafür wurden nicht genannt, „auch die Bitte um ein klärendes Gespräch wurde ausgeschlagen“.


Nürnberg (kath.net) Der offizielle Kirchentag hat die Aktion Lebensrecht für Alle e.V. (ALfA) ausgeladen, der „Arbeitskreis bekennender Christen in Bayern“ hat ihr daraufhin angeboten, beim Christustag zu sprechen. Diese Gelegenheit hat die ALfA sehr gerne wahrgenommen. kath.net dokumentiert das Grußwort der ALfA-Bundesvorsitzenden Cornelia Kaminski vom 8.6. 2023 in der Nürnberger Meistersingerhalle in voller Länge:

Wie Sie vielleicht erfahren haben, darf die Aktion Lebensrecht für Alle, ALfA, deren Bundesvorsitzende ich bin, an diesem evangelischen Kirchentag nicht teilnehmen. Wir haben zwar mehrfach nach Gründen für den Ausschluss gefragt, aber keinen genannt bekommen – auch all unsere Bitten um ein klärendes Gespräch wurden ausgeschlagen.

Offensichtlich ist das hier der Stein des Anstoßes, wie wir nun aus dem Umfeld des Kirchentagbüros erfahren haben. Das ist eine Nachbildung eines menschlichen Embryos in der 10. Schwangerschaftswoche. Auf Europas größter Bildungsmesse, der didacta, haben wir davon über 4200 Exemplare an Besucher verteilt – Fachpersonal, wohlgemerkt, nahezu alles Lehrer, oft mit abgeschlossenem Biologiestudium.

Diese Embryomodelle haben wir auch auf vergangenen Kirchentagen ausgestellt, sie aber beiseitegelegt, nachdem die Kirchentagsleitung uns darüber informiert hat, dass sie anstößig seien. Eine Ermahnung musste nie ausgesprochen werden. Diesmal wollte man wohl auf Nummer sicher gehen und uns gleich ganz ausschließen, damit ja niemand diese anstößigen Embryomodelle in die Hand bekommt.


Ein kleines, ungeborenes Kind als Stein des Anstoßes.

Mir ist dazu der zweite Petrusbrief eingefallen: „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Ein Stein des Anstoßes, ein Fels des Ärgernisses; sie stoßen sich an ihm, weil sie nicht an das Wort glauben.“

Warum haben die Bauleute dieses Kirchentages die naturgetreue Nachbildung eines ungeborenen Kindes verworfen? Warum empfinden sie es als so anstößig, dass sie meinen, die Besucher dieses Ereignisses davor schützen zu müssen?

Dieses Modell legt die Wahrheit über Abtreibungen bloß.

Ich hatte vor kurzem ein Gespräch mit einem erfolgreichen Manager, der an unserem Stand bei einem Kongress aufkreuzte. Eigentlich war er wegen der Schokolade, die wir dahatten, stehen geblieben. Aber wir kamen ins Gespräch und er erzählte mir sehr offen und selbstbewusst, dass er zwei Kinder „im Himmel“ habe, da er seiner schwangeren Freundin damals mitgeteilt hatte, sie müsse abtreiben. Entweder du treibst ab oder ich bin weg, ein Kind kommt überhaupt nicht in Frage. Das kam sehr cool und selbstbewusst rüber, ich habe dann nachgefragt, ob es die Freundin noch gäbe – die gibt es nicht mehr – und ob er überhaupt Kinder bekommen hätte und verheiratet sei – das war er nicht – und dann nahm er dieses Embryomodell in die Hand, und fragte mich, was das sei. Als ich ihm sagte, „ein ungeborenes Kind in der zehnten Woche der Schwangerschaft“, fingen die Hände dieses großen, erfolgreichen Managers, die den kleinen Plastikembryo hielten, an zu zittern. Seine Stimme stockte und er wischte sich Tränen aus den Augen. „Ich dachte das ist so groß wie eine Erbse“.

Das denken viele. Und viele glauben den Abtreibungsärzten, die behaupten, es würde lediglich „Schwangerschaftsgewebe“ abgesaugt.

Die „Kinder im Himmel“ dieses erfolgreichen, engagierten Mannes hatten plötzlich eine ganz andere Realität angenommen – und damit für ihn auch die Chance, sich mit ihnen zu befassen und um Vergebung zu bitten. „Darf ich mir den Embryo mitnehmen?“ fragte er mich. Er hatte genau verstanden, worum es geht: Nicht um Vorwurf. Nicht darum, ein schlechtes Gewissen zu machen.

Gott ist gnädig und barmherzig. Gott verzeiht unsere Fehler, auch die Schlimmsten. Voraussetzung ist jedoch, dass wir erkennen, wo wir die Wahrheit gemieden und die Schuld gefunden haben. Dann kann Gott seine Arme ausbreiten und sagen: Komm. Aufgabe der Kirche ist es, uns bei dieser Wahrheitssuche zu helfen. Uns sehend zu machen für die Wirklichkeit. Und uns damit zu Gott zu führen.

Warum also sind diese Modelle ungeborener Kinder hier nicht willkommen? Weil es für uns bequemer ist, Frauen in Not zur Lösung ihrer Probleme die Tötung ihrer Kinder anzubieten? Weil die Wahrheit eine Zumutung ist? Wie kann es sein, dass wir den Menschen die Wahrheit nicht zutrauen, ihnen aber stattdessen Abtreibungen zumuten?  Was für eine Gesellschaft ist das? Wo ist ihre Zukunft?  Immer mehr drängt sich uns doch die Erkenntnis auf, dass es die millionenfachen Abtreibungen sind, die unserem Land schaden – nicht nur, weil jetzt auf einmal die Facharbeiter fehlen. Abtreibungen sind nicht schön. Niemand findet eine Abtreibung gut, und sie tut auch niemandem gut. Sie ist immer nur ein letzter Ausweg.

„Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. “ Diese ungeborenen Kinder sind die Ecksteine unserer Gesellschaft. Wenn wir sie lieben und willkommen heißen, hat unsere Gesellschaft eine menschenwürdige Zukunft. Jetzt ist dafür die Zeit.

Foto: Kaminski spricht auf dem Christustag Bayern (c) ALfA


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. Oktober 2025 mit kath.net in MEDJUGORJE mit P. Leo MAASBURG
  3. 'Ich bin Protestant und glaube an die Realpräsenz der Eucharistie'
  4. Das einzige Land mit der Bibel auf seiner Flagge
  5. Kardinal Burke kritisiert liturgische Änderungen nach dem II. Vatikanischen Konzil
  6. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück
  7. "Katholischer Medienpreis" der DBK für "korrektive Fake News"
  8. Die deutsche Versuchung, selbst ins Autoritäre abzugleiten!
  9. USA: Dominican Sisters of St. Cecilia heißen dieses Jahr 21 Postulantinnen willkommen
  10. Lebensschutz ist und bleibt ein Kernthema für Christen
  11. Ist der Begriff „Neger“ mit dem des „parasitären Zellhaufens“ verfassungsrechtlich vergleichbar?
  12. Papst Leo XIV. betet für die Opfer des Attentats auf eine katholische US-Schule
  13. Papst an Ministranten: Denkt über Priesterberuf nach
  14. US-Erzdiözese Denver: Pfarreien nominieren 900 junge Männer für das Priestertum
  15. Wie zwei Konvertiten spannend den Glauben vermitteln

© 2025 kath.net | Impressum | Datenschutz