Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. IRRE! – „LifeSiteNews“ postet Papst-Bild mit Henkerstrick auf X
  2. BREAKING NEWS - Der Papst hat Lungen-Krebs!
  3. Kardinal Marx meint: "Die Kirche ist kein sinkendes Schiff, sie wird nur umgebaut"
  4. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  5. Böhmermann verhöhnt in seiner Sendung Jesus Christus
  6. Deutsche Caritas-Präsidentin fordert CDU-Annäherung an 'Die Linke'
  7. „Warum bin ich Christ“
  8. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  9. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  10. Was auch immer Synodalität sein soll
  11. Meghan Markle-Fans ‚terrorisieren‘ Priester wegen Kritik an ihrem Adventskalender
  12. Was eine Messe wiegt
  13. 'Christen können Todesstrafe in gutem Gewissen ablehnen'
  14. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  15. Wenn dir beim Rosenkranzgebet der Zahnarzttermin einfällt

Wachhunde und bewaffnete Eskorte Alltag für Bischof in Nigeria

28. Mai 2023 in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Kadunas Erzbischof Ndagoso: "Wir fahren oft an Fahrzeugen vorbei, die angegriffen wurden, und das erinnert uns daran, dass uns das jeden Moment passieren kann".


London/Abuja (kath.net/ KAP)
Wachhunde am Bischofshaus und eine bewaffnete Eskorte: Für den katholischen Erzbischof von Kaduna im Norden Nigerias, Matthew Ndagoso, gehört das zum Alltag. In nur drei Jahren seien acht Priester seiner Diözese entführt worden, wobei drei von ihnen ums Leben gekommen sind und einer vermisst wird, berichtet Ndagoso in einem Beitrag auf dem Onlineportal des britischen Zweigs des internationalen Hilfswerks "Kirche in Not" ("Aid to the Church in Need").

In vielen Regionen Nigerias wägten Priester mittlerweile die Risiken sorgfältig ab, bevor sie eine Fahrt oder Reise beginnen, so der 63-Jährige, der seit 2007 Erzbischof von Kaduna ist. "Wir fahren oft an Fahrzeugen vorbei, die angegriffen wurden, und das erinnert uns daran, dass uns das jeden Moment passieren kann." Zur Verbreitung des Glaubens brauche es auch Priester, fügte Ndagoso hinzu. "Aber wir wissen, dass wir Risiken eingehen, wenn wir jemanden irgendwohin schicken."


Zur bedrohten Lage der Christen in Nigeria verwies das Hilfswerk auf seinen Report "Verfolgt und vergessen?", der Entwicklungen im Hinblick auf die religiöse Verfolgung in Afrika, im Nahen Osten und Asien für den Zeitraum von 2020 bis 2022 dokumentiert. Demnach breitet sich in Afrika der Dschihadismus vorrangig in den Staaten der Sahel-Region immer weiter aus. In Nigeria starben laut ACN allein zwischen Jänner 2021 und Juni 2022 bis zu 7.600 Christen durch terroristische Angriffe.

Islamisten und andere, die Spaltung und Konflikte im Land schüren wollen, versuchten ständig, Christen und Muslime gegeneinander auszuspielen, sagte Kadunas Erzbischof Ndagoso. "Religion sollte uns vereinen, nicht spalten", fügte er hinzu.

Nigeria wird neben dschihadistischer Gewalt auch von ethnischen Spannungen, Bandenkriminalität sowie Landkämpfen zwischen Fulani-Nomaden und mehrheitlich christlichen Bauern erschüttert. Regelmäßig werden auch Priester und Ordensleute entführt und ermordet.

Erst vor wenigen Tagen beklagte Erzbischof Ndagoso auch bei einer Pastoralkonferenz der Erzdiözese Kaduna anhaltende Banditentätigkeit, Entführungen zur Erpressung von Lösegeld, Konflikte zwischen Hirten und Landwirten und die vielschichtige Armut im Land. "Wir hoffen und beten aufrichtig, dass die neue Regierung dem drängenden Problem der Unsicherheit mehr Aufmerksamkeit schenken wird", sagte er laut örtlichen Medien in seiner Bischofsstadt.

Priester und andere pastorale Mitarbeiter rief er zu anhaltenden Bemühungen um die Förderung des ökumenischen und interreligiösen Dialogs sowie der interkulturellen Beziehungen für ein friedliches Zusammenleben der Menschen auf. Es gelte Brücken über ethnische, religiöse, politische und soziale Grenzen hinweg zu bauen.

Copyright 2023 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. US-Demokraten planen Abtreibung bis zur Geburt bei Wahlsieg im November
  3. Ägyptischem Konvertiten droht lebenslange Haft
  4. Arabische Jugendliche störten Abendmesse mit „Allahu Akbar“-Rufen in Wien
  5. Ukrainischer Bischof: Haben Russland nie um Hilfe gebeten
  6. Papst mahnt Studierende: Glaubenslehre nicht einseitig auslegen
  7. Messi: Ohne Gott wäre ich nie so weit gekommen
  8. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  9. Das Hochzeitsmahl und die Einladung Christi: das Verhältnis zwischen Gott, Christus und der Kirche
  10. Halbierung der Pfarren und Schließung Dutzender Kirchen
  11. Die Wintersonne der Vernunft
  12. Astrochemikerin Karin Öberg erhält Pius-XI.-Medaille von Papst Leo XIV.
  13. Papst ernennt Petersdom Nachfolger von Kardinal Gambetti
  14. Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt
  15. Papst Leo XIV. verlässt heute das Gemelli-Krankenhaus

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz