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Ukrainischer Bischof in Einsiedeln

27. April 2023 in Schweiz, 3 Lesermeinungen
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Gebet für den Frieden: Weihbischof Hruza aus Lemberg an der Einsiedeln-Wallfahrt von Kirche in Not Schweiz.


Luzern (kath.net/ KiN CH)
Das internationale katholische Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» lädt am Sonntag, 21. Mai 2023, zur Wallfahrt nach Einsiedeln ein. Aus der Ukraine kommt der Hauptzelebrant, Weihbischof Wolodymyr Hruza, der in der Klosterkirche im Pontifikalamt um 12.30h predigen wird. Im Kongresszentrum ZWEI RABEN findet ein Podium mit spannenden Gästen statt. Dieses trägt den Titel: «15 Monate Krieg in der Ukraine: Folgen für Europa, die Schweiz und die Kirche.»

Am Gnadenort Einsiedeln stellen sich die Pilger zusammen mit dem Gast aus der Ukraine unter den Schirm der Gottesmutter und beten für Frieden in der Ukraine.

Podium im Kongresszentrum
Nach der Heiligen Messe gibt es im Kultur- und Kongresszentrum ZWEI RABEN ab 14.00h ein Älplermagronen-Essen für alle angemeldeten Personen. Um 15.00h beginnt das Podium mit Weihbischof Hruza, aus dem ukrainischen Lemberg und Angehöriger der ukrainisch griechisch-katholischen Kirche; der Bruder-Klausen-Kaplan Ernst Fuchs, Magda Kaczmarek Projektkoordinatorin des Hilfswerks «Kirche in Not (ACN)» International für die Ukraine, der Luzerner Kantonsrat und Migrationsexperte Urban Frye und die ukrainische Studentin Marta Yaniv.


Musikalisch umrahmt wird die Wallfahrt im Gottesdienst und am Podium durch den ukrainischen Chor Prostir. Ikonen, die von den ukrainischen Künstlern Oleksandr Klymenko und Sonia Atlantova aus Munitionskisten hergestellt wurden, werden sowohl in der Klosterkirche wie auch im ZWEI RABEN ausgestellt.

Hilfe in der Ukraine
Das Hilfswerk «Kirche in Not (ACN)» begann 1953 mit der Unterstützung der ukrainischen Christen. Nach der rechtlichen Wiederherstellung der Kirche im Jahr 1990, trug das Hilfswerk nach Jahren der Verfolgung entscheidend dazu bei, das kirchliche Leben wieder aufzubauen. Als die aktuelle Invasion begann, hatte «Kirche in Not (ACN)» bereits viele Projekte in der Ukraine, darunter Ausbildungshilfe für 900 Seminaristen, die Instandhaltung von Gebäuden und die Unterstützung von Ordensmitgliedern, die wiederum den Ärmsten und Bedürftigsten mit materieller, finanzieller und geistlicher Hilfe beistehen.

Mit dem Ausbruch des Krieges sind diese Projekte in der Ukraine dringender denn je geworden. «Kirche in Not (ACN)» stellte im Jahr 2022 rund CHF 10 Mio. für Projekte und Nothilfe in der Ukraine zur Verfügung. Im Winter wurden 205 Stromgeneratoren und Heizungssystem für Klöster und Pfarreien finanziert, damit dort geflüchtete Menschen tageweise oder dauerhaft unterkommen konnten. Zusätzlich finanzierte das Hilfswerk 25 Bau- und Renovierungsprojekte, bei denen zum Beispiel zerborstene Fenster ausgetauscht und Heizungen auf nachhaltige Energieformen umgerüstet wurden. Ebenso wurden Suppenküchen und Fahrzeuge finanziert. Damit diese Hilfe auch weiterhin geleistet werden kann, bittet «Kirche in Not (ACN)» für die leidende Bevölkerung um Unterstützung.

Die Veranstaltungen im Rahmen der Wallfahrt stehen allen Interessierten offen. Für das Mittagessen ist eine Anmeldung bis Anfang Mai erforderlich.

Foto: Weihbischof Wolodymyr Hruza kocht Suppe für Bedürftige. © «Kirche in Not (ACN)»

«Kirche in Not (ACN)» ist ein internationales katholisches Hilfswerk päpstlichen Rechts, das 1947 gegründet wurde. Es steht mit Informationstätigkeit, Hilfsaktionen und Gebet für bedrängte und Not leidende Christen in ca. 130 Ländern ein. Seine Projekte sind ausschliesslich privat finanziert. Die Schweizer Bischofskonferenz empfiehlt das Hilfswerk zur Unterstützung.

 


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